Celestron Schmidt-Cassegrain-Teleskop auf GoTo-Montierung unter dem Sternenhimmel

Celestron Teleskope: Alle Modelle, Serien & Empfehlungen

Celestron ist einer der bekanntesten Teleskop-Hersteller der Welt und seit Jahrzehnten Synonym für Schmidt-Cassegrain-Optiken und GoTo-Steuerung. Mit über 100 lieferbaren Modellen von 79 bis knapp 24.000 Euro deckt Celestron vom Kindergeschenk bis zur Sternwarten-Ausrüstung alles ab.

Celestron entdecken

In diesem Überblick zeige ich dir alle Celestron-Serien, empfehle konkrete Modelle für verschiedene Einsatzzwecke und erkläre, welches Modell wirklich passt.

Celestron auf einen Blick

Die wichtigsten Fakten zu Celestron im Überblick.

Steckbrief: Celestron
HerstellerCelestron LLC
Websitecelestron.com
Gegründet1960
HauptsitzTorrance, Kalifornien, USA
Modelle107
Preisrange79 - 23.990 Euro
SerienNexStar, StarSense Explorer, Advanced VX, CGX/CGEM, EdgeHD, RASA, AstroMaster
StärkenSCT-Kompetenz, GoTo-Steuerung, StarSense-Technologie, kompakte Bauform
Geeignet fürEinsteiger (StarSense), Planetenbeobachter (SCT), Astrofotografen (EdgeHD, RASA)

Was Celestron von anderen Herstellern unterscheidet, ist die jahrzehntelange Erfahrung mit Schmidt-Cassegrain-Teleskopen. Die kompakte Bauform bei hoher Brennweite macht Celestron-Modelle besonders für Stadtbeobachter interessant, die wenig Platz haben, aber viel sehen wollen.

Meine Empfehlung: Das beste Celestron Teleskop

Wenn ich ein einzelnes Celestron für den Einstieg empfehlen müsste, wäre es das NexStar 5 SE von Celestron. Es vereint kompakte Bauform, hohe Brennweite und eine komfortable GoTo-Steuerung zu einem fairen Preis für das, was es liefert.

Meine Empfehlung: NexStar 5 SE GoTo
ModellCelestron SC 127/1250 NexStar 5 SE GoTo
BauartSchmidt-Cassegrain
Öffnung127 mm
Brennweite1.250 mm (f/10)
MontierungAlt-azimutale GoTo-Gabelmontierung
Preis1.329 Euro bei astroshop.de

Warum dieses Modell? Das NexStar 5 SE findet automatisch über 40.000 Objekte, ist in wenigen Minuten aufgebaut und passt in einen Rucksack. Mit 1.250mm Brennweite und f/10 lieferst du scharfe Planetenbilder und knackige Mondansichten. Wer später fotografieren will, hat mit einem SCT eine solide Basis.

Der Aufpreis gegenüber einem einfachen Newton ist berechtigt: Die GoTo-Steuerung spart im Feld Stunden und macht Astronomy zum entspannten Hobby. Hobbyastronomen mit begrenzter Beobachtungszeit profitieren davon mehr als von einem grossen Dobson ohne Nachführung.

Celestron Teleskop-Serien im Überblick

Celestron organisiert sein Sortiment in klar abgegrenzte Serien, die sich nach Technologie und Zielgruppe unterscheiden. Die StarSense Explorer- und NexStar-Serien dominieren das Einsteiger- und Mittelklasse-Angebot.

Celestron Teleskop-Serien im Vergleich
SerieBauartenÖffnungPreis abZielgruppeModelle
StarSense ExplorerNewton DOB, SC114 - 305 mm459 EuroEinsteiger, Hobbyastronomen15
NexStar SE/SLTSC, MC, Newton90 - 279 mm739 EuroHobbyastronomen, Fortgeschrittene13
Advanced VXSC, EdgeHD, Newton152 - 280 mm2.099 EuroFortgeschrittene, Astrofotografen12
CGX/CGEMSC, EdgeHD203 - 356 mm3.699 EuroFortgeschrittene, Profis16
EdgeHDSC (korrigiert)203 - 356 mm1.999 EuroAstrofotografen8
RASAAstrograph152 - 356 mm1.999 EuroAstrofotografen4
AstroMaster / FirstScopeNewton, Refraktor76 - 130 mm85 EuroEinsteiger, Kinder12

StarSense Explorer-Serie

Die StarSense Explorer-Serie ist Celestrons clevere Antwort auf die Frage, wie man Einsteiger ohne GoTo-Motor ins Hobby bringt. Eine Halterung koppelt das Smartphone an den Okularauszug und navigiert per Kamera-Lageanalyse zum Zielobjekt. Die App navigiert dich dann per Pfeilen zum Zielobjekt. Das funktioniert erstaunlich gut und ist günstiger als motorisierte GoTo-Systeme.

NexStar SE und SLT

Die NexStar-Serie ist Celestrons Kernprodukt seit den 1990er-Jahren. Die SE-Modelle (Single-Arm) haben eine einseitige Gabelmontierung mit stabilem Arm, die SLT-Variante ist leichter und günstiger. Wer wissen will, wie GoTo-Teleskope funktionieren und was beim Kauf zu beachten ist, findet dort alle Details. NexStar SE findet automatisch 40.000 Objekte und führt sie nach - ideal für Stadtbeobachter und Hobbyastronomen mit wenig Zeit für manuelle Ausrichtung. Das C8 SE gehört seit Jahren zu den meistverkauften Teleskopen weltweit.

Advanced VX und CGX/CGEM

Diese Serien richten sich an Fortgeschrittene und Astrofotografen. Die Advanced VX-Montierung trägt bis zu 11 kg und ist eine solide äquatoriale GoTo-Montierung für erste Astrofotoexperimente. Die CGX und CGEM-Montierungen sind die schweren Brüder für professionelle Systeme mit SCTs bis 35 cm Öffnung.

EdgeHD und RASA

EdgeHD ist Celestrons korrigierte SCT-Variante für Astrofotografie: Ein Feldebnungsoptikystem eliminiert die beim Standard-SCT auftretende Koma am Bildrand. Die RASA-Astrographen sind f/2-Systeme für schnellste Belichtung von Emissionsnebeln und Galaxien - professionelles Werkzeug für ernsthafte Astrofotografen.

AstroMaster und FirstScope

Die Einstiegsserien von Celestron. Das FirstScope 76mm für 85 Euro ist ein klassisches Anfängerteleskop für Kinder und absolute Neueinsteiger. Die AstroMaster-Modelle mit 70 bis 130mm liegen zwischen 200 und 400 Euro und bieten mehr Öffnung bei moderatem Preis. Beide Serien erfüllen ihren Zweck als erste Teleskope, stoßen aber schnell an Grenzen.

Alle Celestron Teleskope

Hier findest du alle 116 verfügbaren Celestron Teleskope auf einen Blick. Nutze die Suche, um ein bestimmtes Modell zu finden.

Finger weg: Celestron-Modelle, die ich nicht empfehle

Nicht jedes Celestron ist sein Geld wert. Die PowerSeeker-Refraktoren unter 100mm Öffnung Öffnung sind ein klassischer Enttäuschungs-Kauf. Für 100 bis 180 Euro bekommst du eine Plastik-Montierung, die beim ersten Windstoss zittert, und eine Optik, die bei Planeten kaum Details zeigt. Celestron verkauft diese Modelle hauptsächlich über Kaufhäuser und supermarkt-ähnliche Kanäle, wo astronomische Beratung fehlt.

Auch bei den AstroMaster-Modellen unter 90mm bin ich skeptisch. Der Preisaufschlag gegenüber einem Dobson mit doppelter Öffnung ist schwer zu rechtfertigen. Wer 200 Euro ausgeben kann, greift lieber direkt zu einem Dobson mit 114 oder 130mm, der deutlich mehr zeigt.

Welches Celestron Teleskop für welchen Zweck?

Je nach Beobachtungsziel eignen sich unterschiedliche Celestron-Modelle. Hier meine konkreten Empfehlungen.

Für Einsteiger

Mein Favorit ist das Celestron N 150/750 StarSense Explorer DOB für 719 Euro. Die StarSense-App navigiert auch ohne GoTo-Motor zu Tausenden Objekten und macht den Einstieg angenehm einfach. Wer noch weniger ausgeben will, nimmt den StarSense Explorer DOB mit 130mm für 599 Euro. Grundlegende Tipps zur Teleskopauswahl findest du in der Einsteiger-Beratung.

Für Planetenbeobachtung

Für Planeten ist das Celestron NexStar 8 SE GoTo der Klassiker schlechthin. Das C8 mit 203mm Öffnung bei f/10 liefert Brennweiten bis über 3.000mm mit Barlow und zeigt Jupiterwolkenbänder, den Großen Roten Fleck und Saturn-Cassini-Teilung klar und kontrastreich. Wer sich für Schmidt-Cassegrain-Teleskope interessiert, findet dort einen Vergleich mit anderen Bauarten. Die GoTo-Steuerung hält das Objekt im Okular, auch bei hohen Vergrößerungen. Allgemeine Tipps zur Planetenbeobachtung findest du im Ratgeber.

Celestron Schmidt-Cassegrain-Teleskop auf computergesteuerter GoTo-Montierung

Für Deep Sky

Für Deep-Sky-Objekte bevorzuge ich die StarSense Explorer DOBs, weil sie maximale Öffnung ohne komplexe Technik bieten. Der StarSense Explorer DOB mit 305mm Öffnung für 2.099 Euro zeigt Galaxien in Gruppen, Nebel mit Strukturen und Kugelsternhaufen voll aufgelöst. Die StarSense-App hilft beim Auffinden, ohne auf eine motorisierte Montierung angewiesen zu sein. Mehr zu Deep-Sky-Objekten im Ratgeber zur Deep-Sky-Beobachtung.

Für Astrofotografie

Für ernsthafte Astrofotografie empfehle ich entweder das EdgeHD 800 auf einer Advanced VX-Montierung als Planetenfoto-System oder einen der RASA-Astrographen für Deepsky-Fotografie. Die RASA-Systeme mit f/2 ermöglichen kurze Belichtungszeiten, was bei lichtschwachen Motiven enorm hilft. Tipps zum Einstieg in die Astrofotografie findest du im Ratgeber.

Celestron Teleskope nach Preisklasse

Was du für dein Budget bei Celestron erwarten kannst, zeigt die folgende Übersicht.

Celestron Teleskope nach Budget
PreisklasseEmpfehlungÖffnungWas siehst du damit?
Bis 200 EuroFirstScope 76 DOB76 mmMondkrater, Saturnringe als Scheibe, Jupiter-Monde
200 - 600 EuroAstroMaster 130 EQ130 mmSaturnring mit Cassini-Andeutung, Jupiterbänder, helle Nebel
600 - 1.200 EuroStarSense Explorer DOB 150150 mmCassini-Teilung, Kugelsternhaufen aufgelöst, Galaxienkerne
1.200 - 2.500 EuroNexStar 5 SE GoTo127 mmPlanetendetails, Mondkrater scharf, GoTo-Komfort
Über 2.500 EuroSC 203/2032 EdgeHD AVX203 mmAstrofotografie, Planetendetails, professionelle Beobachtung

Bis 600 Euro bekommst du bei Celestron solide Einsteiger-Optiken, die astronomisch sinnvoll sind. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis liegt zwischen 700 und 1.500 Euro, wo die StarSense Explorer DOBs und die kleineren NexStar-Modelle angesiedelt sind.

Ab 2.000 Euro beginnt das Profi-Segment. Hier lohnt sich der Preis nur, wenn du Astrofotografie ernsthaft betreiben willst oder eine sehr genaue GoTo-Montierung für wissenschaftliche Beobachtung brauchst. Hobbyastronomen ohne Fotoanspruch fahren mit Dobsons in diesem Preisbereich deutlich besser. Tipps zum Gebrauchtkauf findest du im Ratgeber zum Teleskop-Gebrauchtkauf.

Uber Celestron: Geschichte und Hintergrund

Celestron wurde 1960 von Tom Johnson in Torrance, Kalifornien gegründet. Johnson entwickelte das erste massentaugliche Schmidt-Cassegrain-Teleskop und revolutionierte damit die Hobbyastronomie. Bis dahin waren SCT-Teleskope Sonderbauten für Sternwarten. Celestrons C8 machte 1970 das erste Mal professionelle Optik für Amateure erschwinglich.

Heute gehört Celestron zur Synta Technology Corporation aus Taiwan, dem gleichen Konzern wie Skywatcher. Das erklärt, warum manche Celestron- und Skywatcher-Modelle technisch nahezu identisch sind. Was Celestron von Skywatcher abhebt, ist die proprietäre StarSense-Technologie und die etablierte NexStar-GoTo-Plattform, die in dieser Form nur bei Celestron existiert.

Seit 2019 erweitert Celestron sein Portfolio mit dem Origin Intelligent Home Observatory, einem vollautomatischen Bild-Teleskop, das im Wohnzimmer bedient werden kann. Das zeigt, in welche Richtung Celestron denkt: weg vom manuellen Hobbygerät, hin zur komfortablen Technik für ein breiteres Publikum.

Wo Celestron Teleskope kaufen?

Meine Empfehlung ist astroshop.de. Dort findest du das komplette Celestron-Sortiment mit über 100 Modellen und persönlicher Fachberatung per Telefon und E-Mail. Bei einem Gerät für 1.000 Euro oder mehr ist Beratung vor dem Kauf wichtig, weil die Unterschiede zwischen den NexStar-Modellen für Laien schwer zu durchschauen sind.

Celestron gibt es auch bei Amazon und grossen Elektronikhändlern. Dort fehlt aber die Fachberatung, und Retouren bei langen Teleskop-Tuben sind umständlich. Wer Geld sparen will, findet Celestron-Modelle auf dem Gebrauchtmarkt oft 20 bis 30 Prozent günstiger, besonders die langlebigen SCTs. Tipps dazu im Ratgeber zum Teleskop-Gebrauchtkauf.

Alternativen zu Celestron

Skywatcher ist technisch eng verwandt mit Celestron und bietet im Newton- und Dobson-Segment oft mehr Öffnung für weniger Geld. Wer keine GoTo-Steuerung braucht und maximale Öffnung bevorzugt, ist bei Skywatcher oft besser aufgehoben.

Bresser ist die Alternative für Einsteiger mit kleinerem Budget. Die Messier-Newtons konkurrieren direkt mit Celestrons StarSense Explorer-Modellen, kosten aber weniger. Wer keine Smart-App-Navigation braucht, spart mit Bresser und bekommt ähnliche optische Leistung.

Meade ist Celestrons direkter US-Konkurrent im SCT-Segment. Die LX200-Serie von Meade bietet ähnliche Brennweiten und GoTo-Systeme wie Celestrons NexStar, spricht aber einen etwas anderen Geschmack an. Celestron hat die breitere Modellpalette in Deutschland.

Fazit: Lohnt sich ein Celestron Teleskop?

Celestron liefert im Mittelklasse-Segment mit StarSense Explorer und NexStar SE-Modellen ein Angebot, das in Bedienkomfort und Technologie kaum zu schlagen ist. Die GoTo-Steuerung macht den Einstieg deutlich leichter als bei rein manuellen Alternativen. Wer weiss, dass Astronomie sein Hobby ist, und 700 bis 1.500 Euro ausgeben will, ist bei Celestron richtig.

Celestron entdecken

Für visuelles Deep-Sky mit maximaler Öffnung ohne GoTo-Bedarf fahren Skywatcher oder Bresser günstiger. Für Astrofotografie und professionellen Einsatz ist Celestron mit EdgeHD und RASA aber die erste Adresse.

Haufige Fragen zu Celestron Teleskopen

Die häufigsten Fragen zu Celestron drehen sich um GoTo-Systeme und die SCT-Bauart.

Ist Celestron eine gute Teleskop-Marke?

Celestron ist einer der weltweit bekanntesten Teleskop-Hersteller und seit Jahrzehnten gesetzt im Mittel- und Hochpreissegment. Die NexStar-GoTo-Serie und die Schmidt-Cassegrain-Teleskope gehören zu den besten Produkten auf dem Markt. Einsteiger finden mit der StarSense Explorer-Serie einen guten Einstieg. Mehr zur Geschichte findest du im Abschnitt uber Celestron und seinen Hintergrund.

Welches Celestron Teleskop für Einsteiger?

Für Einsteiger empfehle ich das Celestron N 150/750 StarSense Explorer DOB für 719 Euro. Die integrierte StarSense-Technologie zeigt per Smartphone-App, wohin du das Teleskop richten musst. Wer günstiger einsteigen will, nimmt den StarSense DOB mit 130mm. Konkrete Empfehlungen findest du im Abschnitt Celestron Teleskope nach Preisklasse.

Was kostet ein Celestron Teleskop?

Celestron Teleskope beginnen ab 79 Euro und reichen bis knapp 24.000 Euro. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis findest du zwischen 700 und 1.500 Euro. Eine Aufschlüsselung mit Empfehlungen findest du im Abschnitt Celestron nach Preisklasse.

Wo kann ich Celestron Teleskope am besten kaufen?

Celestron Teleskope kaufst du am besten bei astroshop.de. Dort findest du das vollständige Sortiment mit über 100 Modellen und Fachberatung. Mehr dazu im Abschnitt wo du Celestron Teleskope kaufen kannst.

Was ist der Unterschied zwischen NexStar SE und NexStar SLT?

Die NexStar SE-Serie nutzt eine einseitige Gabelmontierung und ist stabiler als die SLT. Die SLT ist leichter und günstiger, aber bei größeren Optiken weniger stabil. SE-Modelle sind die bessere langfristige Wahl für fortgeschrittene Beobachter. Mehr dazu im Abschnitt zu den Celestron-Serien.

Lohnt sich ein Celestron Schmidt-Cassegrain-Teleskop?

Ja, Celestrons SCT-Teleskope liefern hohe Brennweite bei kompakter Bauform. Ein C8 mit 203mm zeigt Planetendetails in dieser Kompaktheit kaum schlagbar. Für Planetenbeobachter sind die SCTs oft die erste Wahl. Mehr im Abschnitt Welches Celestron für welchen Zweck.