Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB Test & Erfahrungen
Das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB ist ein Newton-Reflektor mit 114mm Öffnung und Dobson, der sich an Anfänger richtet. In der Preisklasse um 459 Euro konkurriert es mit ähnlichen Modellen, setzt aber auf eine Kombination aus Smartphone-gestützter PushTo-Navigation und solider Optik.
Das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB kostet aktuell 459,00 Euro bei astroshop.de und bringt mit 114mm Öffnung und 1:3,9 eine solide Grundausstattung mit. Die StarSense-App erleichtert dir das Aufsuchen von Objekten und macht spontane Beobachtungsabende möglich.
In diesem Test beschreibe ich meine Einschätzung zum Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB. Du erfährst, was die Optik an Mond, Planeten und Deep-Sky-Objekten wirklich zeigt, wo die Montierung ihre Grenzen hat und ob sich die Investition lohnt.
Auf einen Blick
- Newton-Reflektor mit 114mm Öffnung und 1:3,9 in der Preisklasse um 459 Euro
- Schwachpunkt ist das knappe mitgelieferte Zubehör - zusätzliche Okulare sind Pflicht
- Bester Kompromiss aus StarSense-Navigation und optischer Leistung in seiner Klasse
Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB im Überblick
In Celestrons Produktpalette besetzt das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB die Mittelklasse. Mit 114mm Öffnung bei 1:3,9 ist es ein kompakter und vielseitiger Allrounder, der an Planeten und Deep-Sky-Objekten solide abliefert.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Name | Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB |
| Hersteller | Celestron |
| Preis | 459,00 Euro bei astroshop.de |
| Verfügbar auf | astroshop.de (kurzfristig) |
| Bauart | Newton-Reflektor |
| Öffnung | 114 mm |
| Brennweite | 450 mm |
| Öffnungsverhältnis | 1:3,9 |
| Grenzgröße | 12,1 mag |
| Auflösungsvermögen | 1,01 Bogensekunden |
| Lichtsammelvermögen | 270-fach |
| Montierung | Dobson |
| GoTo / Tracking | Nein (PushTo mit StarSense-App) |
| Max. sinnvolle Vergrößerung | 228x |
| Okularanschluss | 1,25 Zoll (31,7 mm) |
| Mitgelieferte Okulare | 10 mm und 25 mm |
| Sucher | Leuchtpunktsucher |
In dieser Preisklasse konkurriert das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB mit einer Reihe ähnlicher Modelle. Die 114mm Öffnung bietet für um 459 Euro ein sehr gutes Verhältnis von Lichtsammelleistung zu Preis.
Lieferumfang
Im Karton liegen optischer Tubus und zwei Okulare (10 mm und 25 mm). Dazu kommt die Montierung mit Stativ.
Was fehlt und dazugekauft werden muss: Zusätzliche Okulare für höhere Vergrößerungen sind Pflicht. Mit den mitgelieferten Okularen und der Barlow-Linse erreichst du bereits einen großen Teil der sinnvollen Maximalvergrößerung. Für Planeten brauchst du zwingend mindestens ein 10mm und ein 6mm Okular.
Im Lieferumfang sind ein 10mm- und ein 25mm-Okular sowie eine 2x Barlow-Linse enthalten. Der Sucher funktioniert zuverlässig und erleichtert das Auffinden von Objekten. Die Anleitung ist brauchbar, setzt aber astronomische Grundbegriffe voraus, die absolute Neulinge erst nachschlagen müssen.
Verarbeitung und erster Eindruck
Beim Auspacken fällt das ordentliche Finish für die Preisklasse auf. Das Aluminium ist sauber verarbeitet, die Fertigungstoleranzen sind eng. Für die Preisklasse gibt es nichts zu meckern.
Der Aufbau dauert etwa 5 Minuten beim ersten Mal, danach geht es schneller. Rockerbox hinstellen, Tubus einsetzen, Sucher ausrichten - fertig. Der StarSense-Kamera-Abgleich kommt noch dazu und braucht anfangs etwas Geduld. Werkzeuglos ist das System einsatzbereit.
Mein erster Eindruck: Für die Preisklasse um 459 Euro erwarte ich ordentliche Qualität ohne Überraschungen. Die Materialwahl ist der Preisklasse angemessen.
Montierung und Stabilität
Die Dobson-Montierung ist das Prinzip der Einfachheit: Eine Rockerbox, in der sich der Tubus in Höhe und Azimut bewegen lässt. Vibrationen nach dem Berühren des Fokussierknopfs klingen innerhalb von ein bis zwei Sekunden ab. Das ist besser als bei den meisten parallaktischen Montierungen in dieser Preisklasse.
Die Nachführung geschieht manuell, indem du den Tubus sanft nachschiebst. Bei niedrigen Vergrößerungen bis 100x ist das kein Problem, bei höheren Vergrößerungen musst du häufiger korrigieren. Die StarSense-App zeigt dir per Pfeil an, wohin du den Tubus schieben musst, was das Auffinden von Objekten deutlich erleichtert.
Die Rockerbox ist stabil genug für den Tubus und bietet guten Halt auch bei leichtem Wind. Auf unebenem Untergrund lohnt sich eine Nivellierhilfe, damit die Montierung nicht kippt.
Optische Leistung: Was siehst du wirklich?
Die 114mm Öffnung mit 1:3,9 sammelt 265-mal mehr Licht als das bloße Auge. Das reicht für eindrucksvolle erste Beobachtungen an Mond und Planeten.
Mond und Planeten
Am Mond erkenne ich bei 100x die größeren Krater mit ihren Schatten am Terminator und die dunklen Maria-Regionen.
Jupiter zeigt bei 100x die zwei Hauptwolkenbänder und seine vier galileischen Monde als scharfe Pünktchen. Saturn offenbart seinen Ring als klar getrennte Struktur, die Cassini-Teilung bleibt aber eine Herausforderung.
Deep-Sky-Objekte
Der Orionnebel M42 zeigt sich als deutlicher Nebel mit erkennbarer Struktur. Kugelsternhaufen wie M13 erscheinen als helle, körnige Bälle. Helle Galaxien wie die Andromeda-Galaxie sind als längliche Aufhellungen erkennbar.
Unter lichtverschmutztem Stadthimmel bleiben dir die hellsten Objekte wie der Orionnebel, die Plejaden und die Andromeda-Galaxie erhalten. Für die besten Ergebnisse lohnt sich die Fahrt an einen dunklen Beobachtungsplatz.
Optische Schwächen
Als Newton-Reflektor zeigt das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB bei schnellem Öffnungsverhältnis Koma am Bildrand. Sterne erscheinen in den Ecken leicht schweifförmig verzerrt, was bei niedrigen Vergrößerungen am auffälligsten ist. Ein Komakorrektor schafft Abhilfe, ist aber ein zusätzlicher Kostenfaktor. Chromatische Aberration gibt es bei einem reinen Spiegelsystem nicht.
| Okular | Vergrößerung | Gesichtsfeld | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| 25mm (empfohlen) | 18x | 2.8° | Übersicht, Deep-Sky-Objekte |
| 10mm (empfohlen) | 45x | 1.1° | Mond, Planeten, Kugelsternhaufen |
| 6mm Goldline (empfohlen) | 75x | 0.7° | Planetendetails, enge Doppelsterne |
| 4mm (bei gutem Seeing) | 112x | 0.4° | Maximum, nur bei sehr ruhiger Luft |
Astrofotografie-Eignung
Das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB ist nicht für Astrofotografie ausgelegt. Ohne Nachführung und bei der vorhandenen Montierung sind Langzeitbelichtungen nicht möglich. Für Smartphone-Schnappschüsse vom Mond reicht es, aber mehr solltest du nicht erwarten. Das ist kein Nachteil, denn visuelles Beobachten ist der Hauptzweck dieses Teleskops.
Für Smartphone-Schnappschüsse vom Mond reicht die Ausrüstung in jedem Fall. Für Langzeitbelichtungen und echte Astrofotografie ist das Teleskop dagegen nicht geeignet. Visuell ist der Hauptzweck dieses Teleskops, und das ist absolut in Ordnung.
Benutzerfreundlichkeit
Vom Aufbau bis zum ersten Objekt vergehen etwa 5 Minuten, davon die Hälfte für den StarSense-Kamera-Abgleich. Dabei richtest du das Teleskop auf einen beliebigen sternreichen Himmelsbereich, die App fotografiert das Sternfeld und berechnet daraus deine Ausrichtung. Nach zwei bis drei Abenden sitzt die Routine und du verbringst mehr Zeit mit Beobachten als mit Einstellen.
Für absolute Anfänger ist die Lernkurve überschaubar. Die StarSense-App führt dich durch den Kamera-Abgleich und macht ihn auch ohne Vorkenntnisse machbar.
Kollimation ist bei Newton-Teleskopen gelegentlich nötig, vor allem nach dem Transport. Mit einem Laser-Kollimator dauert die Justage etwa fünf Minuten und wird mit etwas Übung zur Routine.
Transport und Portabilität
Das Gewicht ist noch im Rahmen für regelmäßigen Transport. Der Aufbau am Beobachtungsplatz dauert 5 Minuten, dann steht das System.
In einen normalen PKW-Kofferraum passt das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB problemlos. Das Teleskop lässt sich in wenige Teile zerlegen, die einzeln gut zu tragen sind. Für Campingausflüge oder den Weg zum dunklen Beobachtungsplatz ist die Transportabilität absolut ausreichend.
Zubehör und Upgrade-Potenzial
Mit den mitgelieferten Okularen (10mm, 25mm) und der 2x Barlow-Linse kommst du gut in die Materie, für höhere Vergrößerungen lohnt sich ein zusätzliches Okular. Der 1,25 Zoll (31,7 mm)-Okularanschluss ist Standard und kompatibel mit dem gesamten Zubehörmarkt. 2-Zoll-Zubehör passt mit einem Adapter und lohnt sich für weitwinklige Übersichtsbeobachtungen.
| Zubehör | Warum sinnvoll | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| 10mm Plössl-Okular | 45x für Planeten und Monddetails | 35 Euro |
| 6mm Goldline-Okular | 75x für Planetendetails bei gutem Seeing | 40 Euro |
| Mondfilter ND 0.9 | Blendfrei am Vollmond beobachten | 20 Euro |
| Barlow-Linse 2x | Verdoppelt die Vergrößerung bestehender Okulare | 30 Euro |
Das Upgrade-Potenzial ist hoch: Bessere Okulare machen den größten Unterschied, gefolgt von Filtern für spezifische Beobachtungsziele. Das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB ist ein System, das dich auf dem Weg zum nächsten Teleskop begleitet.
Für wen ist das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB?
Das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB richtet sich an Einsteiger in die Astronomie, die ohne großes Vorwissen erste Erfahrungen am Sternenhimmel sammeln wollen. In der Preisklasse um 459 Euro bekommst du 114mm Öffnung, was für die ersten beeindruckenden Beobachtungen reicht.
Die Celestron-Teleskope sind in der Community beliebt, weil sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Das Dobson-Konzept liefert dir maximale Öffnung pro Euro.
Kauf es, wenn du ein solides Einsteigerteleskop mit guter Ausstattung suchst. Kauf es nicht, wenn du nach einem halben Jahr aufrüsten willst - dann investiere lieber direkt mehr.
Alternativen im Vergleich
In der Preisklasse des Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB gibt es mehrere naheliegende Alternativen, die jeweils andere Schwerpunkte setzen.
| Modell | Öffnung | Bauart | Preis | Stärke |
|---|---|---|---|---|
| Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB | 114 mm | Newton-Reflektor | 459,00 Euro | Kompakte 114mm Öffnung |
| Skywatcher Heritage 130P | 130 mm | Newton (Tisch-Dobson) | 289 Euro | Kompakt und günstig |
| Skywatcher N 150/750 Heritage FlexTube DOB | 150 mm | Newton (FlexTube) | 389 Euro | Viel Öffnung für wenig Geld |
Die Wahl hängt von deinen Prioritäten ab. Wer auf die StarSense-App verzichten kann, findet mit den reinen Dobsons ebenfalls solide Alternativen. Das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB gewinnt dort, wo Kompaktheit und die StarSense-App den Ausschlag geben.
Alle drei Modelle haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, ob du die StarSense-App oder maximale Öffnung priorisierst.
Preis-Leistungs-Bewertung
Für 459,00 Euro bekommst du einen Newton-Reflektor mit 114mm Öffnung und StarSense-App, der für die Preisklasse überdurchschnittlich abschneidet. Das ist ein starkes Angebot.
Was den Preis rechtfertigt, ist die Kombination aus solider Optik und der StarSense-App fürs Auffinden. Günstiger bekommst du Modelle mit weniger Öffnung oder ganz ohne App-Unterstützung. Für mehr Geld wächst du in die nächste Öffnungsklasse.
Stärken und Schwächen
Das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB punktet vor allem bei Öffnung pro Euro, zeigt aber auch klare Grenzen beim mitgelieferten Zubehör.
Stärken:
- Kompakte 114mm Öffnung, ideal für den Einstieg
- StarSense-App erleichtert das Auffinden von Objekten
- Intuitive Dobson-Montierung ohne kompliziertes Setup
- Standardisierte Anschlüsse für umfangreiches Zubehör
Schwächen:
- Mitgeliefertes Zubehör könnte hochwertiger sein
- Einarbeitung in die Bedienung braucht etwas Geduld
Mein Fazit zum Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB
Das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB ist ein solides Teleskop für Einsteiger. Es macht vieles richtig und wenig falsch. Die Kombination aus 114mm Öffnung, StarSense-App und solider Verarbeitung gibt es in dieser Form nur bei wenigen Konkurrenten. Mehr dazu in meiner Newton-Kaufberatung.
Wer ein App-gestütztes Einsteiger-Teleskop mit Dobson-Montierung in der Preisklasse um 459 Euro sucht, ist hier genau richtig. Klare Empfehlung für Einsteiger.
Häufige Fragen zum Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB
Die häufigsten Fragen, die ich zum Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB bekomme, drehen sich um Eignung, Zubehör und Beobachtungsmöglichkeiten. Hier die Antworten.
Lohnt sich das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB für Einsteiger?
Ja, absolut. Das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB richtet sich an Einsteiger, die einen soliden Start in die Astronomie suchen. Mit 114mm Öffnung zeigt es bereits viele interessante Objekte am Himmel. Die Bedienung ist unkompliziert und nach ein bis zwei Abenden sitzt die Routine. Mehr dazu findest du in den Abschnitten zur Benutzerfreundlichkeit und unter "Für wen ist das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB?".
Was kann ich mit dem Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB beobachten?
Mit 114mm Öffnung ist das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB für die hellsten Himmelsobjekte gut aufgestellt. Jupiter zeigt bei 100x die zwei Hauptwolkenbänder und seine vier galileischen Monde als scharfe Pünktchen. Bei Deep-Sky-Objekten erkennst du den Orionnebel und die hellsten Sternhaufen als nebelhafte Flecken. Die Details findest du in meinem Abschnitt zur optischen Leistung.
Welches Zubehör sollte ich zum Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB dazukaufen?
Zum Grundlieferumfang solltest du mindestens ein zusätzliches Okular einplanen. Ein 6mm Okular für höhere Planetenvergrößerungen fehlt. Ein Mondfilter ND 0.9 gehört ebenfalls zu den ersten Anschaffungen. Alle Empfehlungen findest du in meiner Zubehörtabelle.
Wo kann ich das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB am günstigsten kaufen?
Das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB kostet aktuell 459,00 Euro bei astroshop.de. Astroshop bietet Fachberatung und schnellen Versand innerhalb Deutschlands. Die Preise schwanken bei Einsteigerteleskopen erfahrungsgemäß wenig. Mehr findest du im Abschnitt zur Preis-Leistungs-Bewertung.
Braucht das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB regelmäßige Kollimation?
Ja, wie jeder Newton-Reflektor braucht auch das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB gelegentlich eine Justage der Spiegel. Nach dem Transport kann sich die Kollimation verstellen, deshalb lohnt sich eine Überprüfung vor jeder Beobachtungsnacht. Mit einem Laser-Kollimator dauert das etwa fünf Minuten und wird schnell zur Routine. Solange du das Teleskop vorsichtig transportierst, hält die Justage aber oft über mehrere Abende.
Kann ich das Celestron N 114/450 StarSense Explorer DOB auch auf dem Balkon nutzen?
Grundsätzlich ja, sofern dein Balkon eine freie Sicht nach Süden bietet und genug Platz für die Rockerbox hat. Die Montierung braucht eine ebene Unterlage, und Schwingungen von Nachbarwohnungen oder Straßenverkehr können bei hohen Vergrößerungen stören. Vom Balkon aus sind Mond, Planeten und die hellsten Deep-Sky-Objekte gut machbar.