Skywatcher Dobson-Teleskop unter dem Sternenhimmel bei Nacht

Skywatcher Teleskope: Alle Modelle, Serien & Empfehlungen

Skywatcher ist eine der beliebtesten Teleskop-Marken weltweit und bietet mit über 130 lieferbaren Modellen ein breites Sortiment bis 7.500 Euro. Die Synta-Tochter hat sich besonders mit Dobson- und Newton-Teleskopen einen exzellenten Ruf erarbeitet.

Skywatcher entdecken

In diesem Überblick zeige ich dir alle Skywatcher-Serien, empfehle konkrete Modelle für verschiedene Einsatzzwecke und nenne dir Modelle mit schlechtem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Skywatcher auf einen Blick

Die wichtigsten Fakten zu Skywatcher im Überblick.

Steckbrief: Skywatcher
HerstellerSkywatcher (Synta Technology Corp.)
Websiteskywatcher.com
Gegründet1999
HauptsitzSuzhou, China
Modelle133
Preisrange83 - 7.529 Euro
SerienHeritage, Explorer, Skyliner, Evostar, Esprit, Star Adventurer, EQ-Montierungen
StärkenMaximale Öffnung pro Euro, solide EQ-Montierungen, breite Dobson-Auswahl
Geeignet fürEinsteiger (Heritage, Explorer), Deep Sky (Skyliner), Astrofotografen (Evostar, Esprit)

Was Skywatcher von anderen Herstellern unterscheidet, ist das ungeschlagene Preis-Leistungs-Verhältnis im Newton- und Dobson-Segment. Kein anderer Hersteller gibt dir für 300 bis 600 Euro mehr Öffnung. Die Qualität der Montierungen ist dabei besser als der Preis vermuten lässt.

Meine Empfehlung: Das beste Skywatcher Teleskop

Wenn ich ein Skywatcher für den ernsthaften Einsteiger empfehlen müsste, wäre es der Skywatcher Skyliner 200P Dobson. Acht Zoll Öffnung, gute Verarbeitung und ein Preis, der kaum zu schlagen ist.

Meine Empfehlung: Skywatcher Skyliner 200P DOB
ModellSkywatcher N 200/1200 Skyliner 200P DOB
BauartNewton-Dobson
Öffnung200 mm
Brennweite1.200 mm (f/6)
MontierungDobson-Rockerbox
Preisab 529 Euro bei astroshop.de

Warum dieses Modell? Mit 200mm Öffnung bei f/6 siehst du Jupiterwolkenbänder, Cassini-Teilung, Kugelsternhaufen voll aufgelöst und Galaxien mit erkennbarer Form. Die Dobson-Rockerbox macht die Ausrichtung intuitiv, kein Motor, kein Strom, keine Technik die ausfallen kann. Mehr Öffnung pro Euro gibt kaum.

Der Nachteil: Ohne Nachführung musst du Objekte bei hoher Vergrößerung manuell nachführen. Das kostet etwas Übung, gehört für viele zum entspannten Beobachten.

Skywatcher Teleskop-Serien im Überblick

Skywatcher gliedert sein Sortiment in klar getrennte Serien. Die Dobson- und Newton-Linien dominieren das Einstiegs- und Mittelklasse-Segment, während Evostar und Esprit die Astrofotografie-Gemeinde bedienen.

Skywatcher Teleskop-Serien im Vergleich
SerieBauartenÖffnungPreis abZielgruppeModelle
HeritageTisch-Dobson, Newton76 - 150 mm109 EuroEinsteiger, mobile Beobachter8
ExplorerNewton auf EQ114 - 200 mm249 EuroEinsteiger, Hobbyastronomen31
SkylinerDobson152 - 406 mm329 EuroDeep-Sky-Beobachter12
EvostarApochromat-Refraktor72 - 150 mm369 EuroAstrofotografen, Fortgeschrittene19
EspritTriplet-Apochromat70 - 150 mm919 EuroAstrofotografen5
EQ-MontierungenMontierungen-399 EuroAlle Niveau-Stufen19

Heritage-Serie

Die Heritage-Tisch-Dobsons sind Skywatchers clevere Einsteiger-Lösung: kurze Tuben, kein sperriges Stativ, sofort einsatzbereit. Der Heritage 130P mit 130mm Öffnung für 229 Euro ist dabei mein Favorit in der Serie. Er passt in einen Rucksack, zeigt aber schon deutlich mehr als kleine Refraktoren. Schwäche: Das Tischstativ ist nicht ideal, viele Beobachter nutzen ihn direkt auf der Gartenmauer.

Explorer-Serie

Die Explorer-Newtons auf äquatorialen EQ-Montierungen sind Skywatchers Hauptlinie für Einsteiger. Mit 114 bis 200mm Öffnung decken sie das wichtigste Preissegment ab. Die Explorer 150P auf EQ3-2 oder EQ5 sind besonders beliebt, weil die Montierungen stabil und nachführtauglich sind. Die EQ-Montierungen lassen sich später mit Motoren nachrüsten, was die Einstiegskosten senkt.

Skyliner-Dobsons

Die Skyliner-Dobsons sind das Herzstück des Skywatcher-Sortiments. Von 152mm bis zum 406mm-Koloss bieten sie maximale Öffnung ohne Kompromisse. Der Skyliner 200P für rund 529 Euro ist das beste Deep-Sky-Angebot in dieser Preisklasse auf dem gesamten Markt. Die FlexTube-Varianten lassen sich für Transport zusammenfalten. Wer Deep Sky ernst nimmt, kommt an den Skylinern kaum vorbei. Alles zur Dobson-Bauart erkläre ich in der Kaufberatung.

Evostar und Esprit

Die Evostar- und Esprit-Refraktoren richten sich an Astrofotografen. Die Evostar-ED-Refraktoren ab 369 Euro sind chromatisch korrigierte Apochromaten für scharfe Fotos. Die Esprit-Triplets ab 919 Euro sind Skywatchers Premiumlinie mit hervorragender Bildfeldebnuung für Vollformat-Kamerasensoren. Für rein visuell arbeitende Hobbyastronomen sind sie Overkill, für Fotografen aber sehr empfehlenswert. Wer ein GoTo-Teleskop zur Astrofotografie sucht, findet in der Kaufberatung die passenden Kombinationen.

Alle Skywatcher Teleskope

Hier findest du alle 143 verfügbaren Skywatcher Teleskope auf einen Blick. Nutze die Suche, um ein bestimmtes Modell zu finden.

Finger weg: Skywatcher-Modelle, die ich nicht empfehle

Im Skywatcher-Sortiment gibt es kaum klare Fehlkäufe, aber einige Modelle, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis schlechter abschneidet als bei der Konkurrenz. Der Skywatcher Refraktor AC 80/400 auf AZ-Montierung etwa ist für 180 Euro ein solides Gerät, zeigt aber nicht mehr als der Heritage 130P Dobson für 229 Euro. Die 50 Euro Aufpreis für den Dobson lohnen sich fast immer.

Vorsicht auch bei einzelnen Explorer-Modellen auf EQ1- oder EQ2-Montierungen. Diese leichten Stative überfordern schon einen 130mm-Newton, das Bild zittert bei jeder Berührung. Wer einen Explorer kauft, sollte mindestens auf EQ3-2 achten oder direkt die Dobson-Variante wählen.

Welches Skywatcher Teleskop für welchen Zweck?

Je nach Beobachtungsziel eignen sich unterschiedliche Skywatcher-Modelle. Hier meine konkreten Empfehlungen.

Für Einsteiger

Mein Favorit für Einsteiger ist der Heritage 130P Dobson für 229 Euro. Er zeigt sofort beeindruckende Bilder, braucht kein Stativ und ist in zwei Minuten aufgebaut. Wer eine äquatoriale Montierung bevorzugt, nimmt den Explorer 150P EQ3-2. Tipps zur Teleskopauswahl allgemein findest du in der Kaufberatung.

Für Planetenbeobachtung

Für Planeten empfehle ich den Skywatcher Skymax 127 mit 127mm Maksutov. Die 1.500mm Brennweite bei f/12 liefern hervorragende Planetenbilder, der Tubus ist kompakt und handlich. Als Alternative mit GoTo-Steuerung bietet sich der Skymax 127 SynScan an. Allgemeine Tipps zur Planetenbeobachtung findest du im Ratgeber.

Skywatcher Dobson-Teleskop auf Rockerbox unter dem Sternenhimmel

Für Deep Sky

Die Skyliner-Dobsons sind für Deep Sky gesetzt. Der Skyliner 200P oder 300P zeigt Galaxienstrukturen, Nebel und Kugelsternhaufen in einer Detailtreue, die kein anderes Teleskop dieser Preisklasse erreicht. Mit 305mm Öffnung für rund 799 Euro bekommst du ein System, das professionelle Beobachter jahrelang beschäftigt. Mehr zu Deep-Sky-Objekten findest du im Ratgeber zur Deep-Sky-Beobachtung.

Für Astrofotografie

Für Astrofotografie sind die Evostar-ED-Refraktoren und die Esprit-Triplets die erste Wahl. In Kombination mit einer HEQ5 oder EQ6-R GoTo-Montierung entstehen damit professionelle Astrofotos. Die Esprit-80-Triplet auf HEQ5 ist ein beliebtes Einsteiger-Set für Deep-Sky-Fotografie. Tipps zum Einstieg in die Astrofotografie findest du im Ratgeber.

Skywatcher Teleskope nach Preisklasse

Was du für dein Budget bei Skywatcher erwarten kannst, zeigt die folgende Übersicht.

Skywatcher Teleskope nach Budget
PreisklasseEmpfehlungÖffnungWas siehst du damit?
Bis 200 EuroHeritage 76 / Explorer 7676 mmMondkrater, Saturnringe, Jupiter-Monde
200 - 400 EuroHeritage 130P / Explorer 150P130 - 150 mmJupiterbänder, Cassini-Andeutung, helle Nebel
400 - 700 EuroSkyliner 200P DOB200 mmCassini-Teilung, Kugelsternhaufen, Galaxienkerne
700 - 1.500 EuroSkyliner 300P / Evostar 80 EDX300 mm / 80 mmGalaxienstrukturen, Astrofotografie-Einstieg
Über 1.500 EuroEsprit 100 EDX + HEQ5100 mm APProfessionelle Astrofotografie, scharfe Sternfelder

Zwischen 200 und 700 Euro bietet Skywatcher das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller Hersteller. Kein Konkurrent gibt dir für 529 Euro mehr Öffnung und bessere optische Leistung als der Skyliner 200P.

Ab 1.500 Euro positioniert sich Skywatcher mit den Esprit-Triplets und professionellen Montierungen im Hochpreissegment. Hier hält Skywatcher mit teureren Marken mit. Tipps zum Gebrauchtkauf findest du im Ratgeber zum Teleskop-Gebrauchtkauf.

Uber Skywatcher: Geschichte und Hintergrund

Skywatcher wurde 1999 als Marke der Synta Technology Corporation gegründet. Synta ist Taiwans grösster Teleskop-Hersteller und produziert nicht nur Skywatcher, sondern auch viele Teleskope für andere Marken wie Celestron und Orion. Das erklärt, warum manche Skywatcher- und Celestron-Modelle technisch identisch sind.

Was Skywatcher zur eigenständigen Marke macht, ist die konsequente Ausrichtung auf maximale Optik pro Euro ohne Marketing-Aufschläge. Während Celestron stark in GoTo-Technologie und Markenimage investiert, fokussiert Skywatcher auf die nackten Optikleistungen. Das Ergebnis: Dobsons und Newtons, die im Preisvergleich kaum zu schlagen sind.

In Deutschland ist Skywatcher vor allem in der Community der erfahrenen Hobbyastronomen beliebt. Die Skyliner-Dobsons und die EQ6-R-Montierung gelten als Standardausrüstung für ambitionierte Amateurastronomen.

Wo Skywatcher Teleskope kaufen?

Meine Empfehlung ist astroshop.de. Dort findest du das komplette Skywatcher-Sortiment mit über 130 Modellen und fachkundige Beratung bei der Modellwahl. Gerade bei der Wahl der richtigen EQ-Montierung zum Teleskop ist Beratung wichtig.

Skywatcher gibt es auch bei anderen Fachhändlern und Amazon. Bei Amazon fehlt jedoch die Fachberatung, und bei Rücksendungen sperriger Dobson-Tuben wird es umständlich. Gebrauchte Skywatcher-Teleskope sind auf den einschlägigen Astronomie-Foren ein häufiges Angebot, weil viele nach dem Upgrade aufsteigen. Tipps dazu im Ratgeber zum Teleskop-Gebrauchtkauf.

Alternativen zu Skywatcher

Bresser ist die naheliegendste Alternative, besonders im Newton-Segment. Bresser liefert vergleichbare Öffnungen zu ähnlichen Preisen, hat aber deutschsprachigen Support als klaren Vorteil. Die Messier-Dobsons konkurrieren direkt mit den Skylinern.

Celestron ist die bessere Wahl, wenn GoTo-Steuerung und Schmidt-Cassegrain-Bauart gefragt sind. Im reinen Newton- und Dobson-Segment bietet Skywatcher aber oft mehr für das gleiche Geld. Celestron punktet mit StarSense-Technologie und der stärkeren Community in Deutschland.

Omegon ist die Eigenmarke von astroshop.de und konkurriert im Einsteigersegment mit ähnlichen Preisen. Bei Spezialoptiken wie APO-Refraktoren und Ritchey-Chretien-Systemen hat Omegon eine eigene Nische, in der Skywatcher nicht vertreten ist.

Fazit: Lohnt sich ein Skywatcher Teleskop?

Skywatcher ist die erste Wahl, wenn du maximale optische Leistung pro Euro suchst. Im Newton- und Dobson-Segment gibt es nichts Besseres für das Geld. Die Skyliner-Dobsons und Explorer-Newtons bieten ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das kein Mitbewerber im Einsteiger- und Mittelklasse-Segment schlägt.

Skywatcher entdecken

Wer GoTo-Steuerung und kompakte SCT-Bauform bevorzugt, ist bei Celestron besser aufgehoben. Für alles andere gilt: Skywatcher ist fast immer konkurrenzlos günstig.

Haufige Fragen zu Skywatcher Teleskopen

Die häufigsten Fragen zu Skywatcher drehen sich um die Dobson-Serien und das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ist Skywatcher eine gute Teleskop-Marke?

Skywatcher ist eine der beliebtesten Teleskop-Marken weltweit und bietet mit über 130 Modellen ein breites Sortiment. Besonders die Dobson- und Newton-Serien sind in der Hobbyastronomie-Community hoch angesehen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist im gesamten Sortiment gut. Mehr zur Geschichte findest du im Abschnitt uber Skywatcher und seinen Hintergrund.

Welches Skywatcher Teleskop für Einsteiger?

Meine Empfehlung für Einsteiger ist der Heritage 130P Dobson für 229 Euro. Er zeigt sofort beeindruckende Bilder und ist in Minuten aufgebaut. Konkrete Empfehlungen findest du im Abschnitt Skywatcher nach Preisklasse.

Was kostet ein Skywatcher Teleskop?

Skywatcher Teleskope beginnen ab 83 Euro und reichen bis 7.529 Euro. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis liegt zwischen 200 und 800 Euro. Eine Aufschlüsselung findest du im Abschnitt Skywatcher nach Preisklasse.

Wo kann ich Skywatcher Teleskope am besten kaufen?

Skywatcher Teleskope kaufst du am besten bei astroshop.de. Dort findest du das vollständige Sortiment mit Fachberatung. Mehr dazu im Abschnitt wo du Skywatcher kaufen kannst.

Was ist der Unterschied zwischen Heritage und Explorer?

Heritage sind kompakte Tisch-Dobsons, Explorer sind Newtons auf äquatorialen EQ-Montierungen. Heritage ist leichter und schneller aufgebaut, Explorer bietet komfortablere Nachführung. Mehr dazu im Abschnitt zu den Skywatcher-Serien.

Lohnt sich ein Skywatcher Skyliner Dobson?

Ja, die Skyliner-Dobsons sind absolute Empfehlungen für maximale Öffnung pro Euro. Der Skyliner 200P zeigt Deep-Sky-Details, die teurere Teleskope anderer Bauart nicht erreichen. Mehr im Abschnitt Welches Skywatcher für welchen Zweck.