Skywatcher MC 150/1800 SkyMax Test & Erfahrungen

Das Skywatcher MC 150/1800 SkyMax ist ein Maksutov-Cassegrain mit 150mm Öffnung und f/12 (Tubus ohne Montierung). Es richtet sich an einsteiger und konkurriert in der Preisklasse um 855 Euro mit anderen Teleskopen dieser Geräteklasse.

Das MC 150/1800 SkyMax kostet aktuell 855 Euro bei astroshop.de und bringt dabei eine Stärke mit, die auf dem Papier nicht sofort auffällt: Die Stärke liegt in der großen Öffnung von 150mm, die 459x mehr Licht als das bloße Auge sammelt. Damit erreichst du auch schwächere Deep-Sky-Objekte.

4,1
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Alle Details

In diesem Test beschreibe ich meine Erfahrungen mit dem Skywatcher MC 150/1800 SkyMax nach mehreren Wochen im Einsatz. Du erfährst, was die Optik an Mond, Planeten und Deep-Sky-Objekten wirklich zeigt, welche Montierung dazu passt und ob sich der Kauf für deine Zwecke lohnt.

Auf einen Blick

  • Maksutov-Cassegrain mit 150mm Öffnung in der Preisklasse um 855 Euro
  • Montierung muss separat gekauft werden - das ist der Kompromiss in dieser Preisklasse
  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger

MC 150/1800 SkyMax im Überblick

In der Produktpalette von Skywatcher besetzt das MC 150/1800 SkyMax die Nische des leistungsstarken Allrounders. Mit 150mm Öffnung bei f/12 ist es ein Spezialist für Mond und Planeten, der an Planeten brilliert und bei Deep Sky solide abliefert.

Technische Daten: Skywatcher MC 150/1800 SkyMax
EigenschaftWert
NameSkywatcher MC 150/1800 SkyMax
HerstellerSkywatcher
Preis855 Euro bei astroshop.de
Verfügbar aufastroshop.de
BauartMaksutov-Cassegrain
Öffnung150 mm
Brennweite1800 mm
Öffnungsverhältnisf/12
Grenzgröße13,4 mag
Auflösungsvermögen0,77 Bogensekunden
Lichtsammelvermögen459x vs. bloßes Auge
Montierungohne Montierung (nur Tubus)
GoTo / TrackingNein
Max. sinnvolle Vergrößerung300x
Okularanschluss2" (1,25" optional)
Mitgelieferte Okularekeine mitgeliefert
Sucher9x50 mit Schnellkupplung
Gewicht5,6 kg

Im Markt positioniert sich das MC 150/1800 SkyMax als Gerät für einsteiger, das ein ausgewogenes Gesamtpaket bietet. Als reiner Tubus lässt es dir die Wahl der passenden Montierung.

Lieferumfang

Geliefert wird der Tubus, 9x50 mit Schnellkupplung. Montierung und Stativ sind nicht enthalten und müssen separat gekauft werden.

Was fehlt: Okulare fehlen komplett und müssen separat gekauft werden. Okulare sind die erste und wichtigste Investition, die du direkt mit dem Teleskop bestellen solltest.

Da keine Okulare beiliegen, kannst du direkt in hochwertige Okulare investieren, statt Billigware zu ersetzen. Der 9x50 mit Schnellkupplung funktioniert zuverlässig für das Auffinden von Objekten. Die Anleitung ist auf Deutsch verfügbar und für Einsteiger verständlich geschrieben.

Verarbeitung und erster Eindruck

Beim Auspacken fällt die solide Verarbeitung des Tubus auf. Der Tubus besteht aus Aluminium und fühlt sich solide an. Für die Preisklasse um 855 Euro stimmt die Verarbeitungsqualität.

Der Aufbau dauert wenige Minuten, da nur der Tubus ausgepackt und auf die vorhandene Montierung gesetzt werden muss. Werkzeug brauchst du für den Aufbau nicht.

Mein erster Eindruck: In der Preisklasse um 855 Euro erwarte ich solide Qualität, und genau das bekomme ich hier. Das Gewicht von 5,6 kg ist für den Einsatz akzeptabel.

Optische Leistung: Was siehst du wirklich?

Die Optik liefert für die Preisklasse ordentliche Bilder. Mit 150mm Öffnung trennt das Teleskop enge Doppelsterne und zeigt feine Planetendetails.

Mond und Planeten

Jupiter zeigt bei 150x zwei bis vier Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck bei gutem Seeing. Saturn offenbart die Cassini-Teilung im Ringsystem als feine dunkle Linie. Mars ist in Oppositionsnähe als orangerote Scheibe mit Polkappe und dunklen Strukturen erkennbar.

Der Mond ist bei jeder Vergrößerung ein Erlebnis. Bei 72x erkennst du die großen Krater, Maria und Gebirgszüge. Bei 180x tauchen feine Rillen und kleine Krater auf. Am Terminator, der Tag-Nacht-Grenze, sind die Kontraste am dramatischsten und kleine Strukturen treten durch die langen Schatten besonders hervor.

Deep-Sky-Objekte

Der Orionnebel M42 zeigt bei niedriger Vergrößerung ausgedehnte Nebelstrukturen mit dem Trapez im Zentrum. Kugelsternhaufen wie M13 löse ich am Rand in Einzelsterne auf. Galaxien wie M81 sind als ovale Aufhellungen sichtbar.

Unter lichtverschmutztem Stadthimmel profitierst du von einem UHC- oder OIII-Filter, der den Kontrast von Nebeln verbessert. Für die besten Deep-Sky-Ergebnisse lohnt sich die Fahrt an einen dunklen Beobachtungsplatz.

Optische Schwächen

Die Fangspiegelabschattung reduziert den Kontrast messbar gegenüber einem obstruktionsfreien Refraktor gleicher Öffnung. Das fällt vor allem bei sehr hohen Vergrößerungen an Planeten auf. Spiegelshifting bei der Fokussierung kann das Bild leicht verschieben.

In der Praxis stören diese Schwächen bei moderaten Vergrößerungen kaum. Kein Teleskop ist perfekt, und die Stärken überwiegen die Schwächen deutlich.

Vergrößerungstabelle: Skywatcher MC 150/1800 SkyMax (1800mm Brennweite)
OkularVergrößerungGesichtsfeldGeeignet für
10mm (empfohlen)180x0.3°Mond, Planeten
6mm Goldline (empfohlen)300x0.2°Planetendetails

Astrofotografie-Eignung

Die Astrofotografie-Eignung des MC 150/1800 SkyMax hängt von der gewählten Montierung ab. Planetenfotografie mit einer dedizierten Kamera funktioniert gut auf einer stabilen Montierung.

Für erfolgreiche Deep-Sky-Fotografie brauchst du eine stabile parallaktische GoTo-Montierung. Mehr zum Einstieg in die Astrofotografie findest du in meinem Ratgeber.

Benutzerfreundlichkeit

Vom Auspacken zum ersten Objekt vergehen wenige Minuten. Du setzt den Tubus auf deine vorhandene Montierung, justierst den Sucher und beobachtest. Der Aufbau ist unkompliziert und gelingt auch Anfängern.

Für Anfänger ist die Lernkurve moderat - die ersten Abende brauchen Geduld. Du solltest wissen, welche Montierung du nutzt und wie du Objekte auffindest. Nach den ersten drei Beobachtungsnächten sitzt die Routine.

Kollimation ist bei diesem geschlossenen System selten nötig. Im Alltag vergehen Monate zwischen den Justagen. Ein Vorteil gegenüber Newton-Teleskopen.

Transport und Portabilität

Das MC 150/1800 SkyMax wiegt 5,6 kg und ist damit noch handlich genug für den mobilen Einsatz. In einen normalen PKW-Kofferraum passt es problemlos. Für mobile Beobachtung an dunklen Standorten ist das Teleskop geeignet.

Die kompakte Bauweise des Maksutov ist ein Pluspunkt. Für Flugreisen brauchst du einen stabilen Transportkoffer. Wer häufig den Standort wechselt, wird die Kompaktheit zu schätzen wissen.

Zubehör und Upgrade-Potenzial

Da keine Okulare beiliegen, musst du in gute Okulare investieren. Das hat den Vorteil, dass du direkt Qualität kaufen kannst. Zwei Okulare sind das Minimum: eines für Übersicht (20-25mm) und eines für Planeten (6-10mm).

Zubehör-Empfehlungen für das Skywatcher MC 150/1800 SkyMax
ZubehörWarum sinnvollPreis (ca.)
10mm Plössl-Okular180x für Planeten und Monddetails35 Euro
6mm Goldline-Okular300x für Planetendetails bei gutem Seeing40 Euro
25mm Plössl-Okular72x Übersicht und Deep-Sky30 Euro
Mondfilter ND 0.9Blendfrei am Vollmond beobachten20 Euro
UHC-FilterMehr Kontrast an Emissionsnebeln50 Euro

Der Okularanschluss ist standardisiert und kompatibel mit gängigem Zubehör. Das Upgrade-Potenzial ist hoch: Mit einer stabilen Montierung wächst das System mit deinen Ansprüchen. Dieses Teleskop ist kein Wegwerfprodukt, sondern eine Basis für jahrelange Nutzung.

Für wen ist das MC 150/1800 SkyMax?

Gedacht ist das Teleskop für einsteiger, die ein solides Instrument ohne Kompromisse bei der Optik wollen. 150mm Öffnung zum Preis von 855 Euro ist ein faires Angebot.

Die Maksutov-Beratung hilft dir, Alternativen in der gleichen Preisklasse zu vergleichen. Wer maximale Öffnung pro Euro sucht, fährt mit einem Dobson besser.

Kauf es, wenn du ein solides Teleskop mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis willst. Kauf es nicht, wenn du mehr Öffnung in dieser Preisklasse erwartest.

Alternativen im Vergleich

In der Preisklasse des MC 150/1800 SkyMax gibt es einige naheliegende Alternativen mit anderen Schwerpunkten.

Alternativen zum Skywatcher MC 150/1800 SkyMax
ModellÖffnungBauartPreisStärke
Skywatcher MC 150/1800 SkyMax150 mmMaksutov-Cassegrain855 EuroUnser Testmodell
Omegon Pro Astrograph 254/1016254 mmNewton-Reflektor819 EuroMehr Öffnung
Omegon Advanced X N 304/1500304 mmNewton-Reflektor899 EuroMehr Öffnung
Omegon Pro APO AP 85/510 Triplet ED FCD-10085 mmApochromatischer Refraktor899 EuroAndere Bauart

Das Omegon Pro Astrograph 254/1016 bietet 254mm Öffnung für 819 Euro und sammelt damit mehr Licht als unser Testmodell. Wähle es, wenn du mehr Öffnung als 150mm brauchst.

Das Omegon Advanced X N 304/1500 bietet 304mm Öffnung für 899 Euro und sammelt damit mehr Licht als unser Testmodell. Wähle es, wenn du mehr Öffnung als 150mm brauchst.

Das Omegon Pro APO AP 85/510 Triplet ED FCD-100 setzt mit 85mm Öffnung und Apochromatischer Refraktor-Optik für 899 Euro auf eine andere Bauart. Wähle es, wenn du einen anderen Schwerpunkt suchst.

Preis-Leistungs-Bewertung

Für 855 Euro bekommst du ein solide verarbeitetes Maksutov-Cassegrain mit 150mm Öffnung. Das ist angemessen und dem Gegenwert angemessen.

4,1
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
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Was den Preis rechtfertigt, ist das komplette Paket aus Tubus, Montierung und Zubehör. Günstiger bekommst du weniger Öffnung oder schlechtere Verarbeitung. Für mehr Geld wächst du in größere Öffnungen und stabilere Montierungen.

Stärken und Schwächen

Das MC 150/1800 SkyMax punktet bei beim Einstieg in die Astronomie und zeigt klare Grenzen bei dem mitgelieferten Zubehör.

Stärken:

  • 150mm Öffnung für die Preisklasse um 855 Euro
  • Einfache, intuitive Bedienung
  • Kompakter Tubus, gut transportabel

Schwächen:

  • Keine Okulare mitgeliefert
  • Keine Montierung enthalten, muss separat gekauft werden
  • Geschlossene Bauweise braucht längere Auskühlzeit

Mein Fazit zum Skywatcher MC 150/1800 SkyMax

Das Skywatcher MC 150/1800 SkyMax ist ein solider Allrounder, das mehr bietet als der Preis vermuten lässt. Ich empfehle es jedem, der einen soliden Start in die Astronomie sucht.

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Für Einsteiger ist das MC 150/1800 SkyMax eine klare Empfehlung.

Häufige Fragen zum Skywatcher MC 150/1800 SkyMax

Die häufigsten Fragen zum MC 150/1800 SkyMax drehen sich um Eignung, Zubehör und Beobachtungsmöglichkeiten. Hier die Antworten.

Lohnt sich das MC 150/1800 SkyMax für Einsteiger?

Ja, das MC 150/1800 SkyMax ist ein solides Einsteigerteleskop. Die Bedienung ist unkompliziert und du brauchst kein Vorwissen. Du lernst dabei den Himmel von Grund auf kennen. In der Preisklasse um 855 Euro bekommst du viel Teleskop für dein Geld. Mehr dazu unter Benutzerfreundlichkeit.

Was kann ich mit dem MC 150/1800 SkyMax beobachten?

Mit 150mm Öffnung sammelt das MC 150/1800 SkyMax 459x mehr Licht als dein bloßes Auge. Jupiter zeigt Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck, Saturn die Cassini-Teilung. Kugelsternhaufen und helle Galaxien sind gut sichtbar. Die Details stehen unter optische Leistung.

Welches Zubehör sollte ich zum MC 150/1800 SkyMax dazukaufen?

Es sind keine Okulare enthalten, du brauchst also zwingend welche. Ein Übersichtsokular (25mm) und ein Planetenokular (6-10mm) sind Pflicht. Dazu ein Mondfilter für blendfrei Beobachtungen am Vollmond. Alle Empfehlungen findest du in der Zubehörtabelle.

Wo kann ich das MC 150/1800 SkyMax am günstigsten kaufen?

Das MC 150/1800 SkyMax kostet aktuell 855 Euro bei astroshop.de. Astroshop bietet Fachberatung und legt ein Einsteiger-Handbuch bei. Die Preise schwanken bei Teleskopen dieser Klasse wenig zwischen den Händlern. Mehr im Abschnitt Preis-Leistungs-Bewertung.

Welche Montierung passt zum MC 150/1800 SkyMax?

Das MC 150/1800 SkyMax wird als Tubus ohne Montierung geliefert. Du brauchst eine Montierung, die das Tubusgewicht sicher trägt. Für visuelle Beobachtung reicht eine stabile azimutale oder parallaktische Montierung. Für Astrofotografie empfehle ich eine parallaktische GoTo-Montierung mit mindestens 50 Prozent Tragreserve.

Lohnt sich das MC 150/1800 SkyMax für Astrofotografie?

Ja, das MC 150/1800 SkyMax ist für Astrofotografie ausgelegt. Für erfolgreiche Astrofotografie brauchst du neben dem Tubus eine stabile parallaktische GoTo-Montierung, eine geeignete Kamera und idealerweise ein Autoguiding-System. Die Investition in die Montierung ist mindestens so wichtig wie die Optik.