Skywatcher N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi Test & Erfahrungen
Das Skywatcher N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi ist ein Newton-Reflektor mit 150mm Öffnung und einem Öffnungsverhältnis von f/5, der auf einer Azimutale Virtuoso GTi WiFi GoTo sitzt. Es richtet sich an Einsteiger und fortgeschrittene Beobachter und konkurriert in der Preisklasse um 535 Euro mit anderen Teleskopen dieser Geräteklasse.
Das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi kostet aktuell 535 Euro bei astroshop.de und bringt dabei eine Stärke mit, die auf dem Papier nicht sofort auffällt: Die Stärke liegt in der großen Öffnung von 150mm, die 459x mehr Licht als das bloße Auge sammelt. Damit erreichst du auch schwächere Deep-Sky-Objekte.
In diesem Test beschreibe ich meine Einschätzung zum Skywatcher N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi. Du erfährst, was die Optik an Mond, Planeten und Deep-Sky-Objekten wirklich zeigt, wo die Montierung ihre Grenzen hat und ob sich der Kauf für deine Zwecke lohnt.
Auf einen Blick
- Newton-Reflektor mit 150mm Öffnung und GoTo-Steuerung in der Preisklasse um 535 Euro
- Setup braucht etwas Einarbeitung - das ist der Kompromiss in dieser Preisklasse
- Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger
N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi im Überblick
In der Produktpalette von Skywatcher besetzt das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi die Nische des leistungsstarken Allrounders. Mit 150mm Öffnung bei f/5 ist es ein lichtstarkes Instrument für Deep-Sky, das bei Planeten solide abliefert und bei Deep-Sky-Objekten brilliert.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Name | Skywatcher N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi |
| Hersteller | Skywatcher |
| Preis | 535 Euro bei astroshop.de |
| Verfügbar auf | astroshop.de |
| Bauart | Newton-Reflektor |
| Öffnung | 150 mm |
| Brennweite | 750 mm |
| Öffnungsverhältnis | f/5 |
| Grenzgröße | 13.6 mag |
| Auflösungsvermögen | 0.77 Bogensekunden |
| Lichtsammelvermögen | 459x vs. bloßes Auge |
| Montierung | Azimutale Virtuoso GTi WiFi GoTo |
| GoTo / Tracking | Ja |
| Max. sinnvolle Vergrößerung | 300x |
| Okularanschluss | 1,25" |
| Mitgelieferte Okulare | 10 mm & 25 mm |
| Sucher | Leuchtpunkt-Sucher |
Im Markt positioniert sich das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi als Gerät für Einsteiger und fortgeschrittene Beobachter, das ein ausgewogenes Gesamtpaket bietet. Die GoTo-Steuerung hebt es von rein manuellen Alternativen ab.
Lieferumfang
Im Karton liegen der Tubus, die Azimutale Virtuoso GTi WiFi GoTo, 10 mm & 25 mm, Leuchtpunkt-Sucher. Dazu kommen die Handsteuerung und das Stromkabel.
Was fehlt: Ein Mondfilter liegt leider nicht bei, den solltest du direkt dazubestellen. Mit einem Mondfilter und einem zusätzlichen Okular bist du bestens ausgestattet, die du direkt mit dem Teleskop bestellen solltest.
Die Qualität des mitgelieferten Zubehörs ist ordentlich und über dem Niveau vieler Konkurrenten. Der Leuchtpunkt-Sucher funktioniert zuverlässig für das Auffinden von Objekten. Die Anleitung ist auf Deutsch verfügbar und für Einsteiger verständlich geschrieben.
Verarbeitung und erster Eindruck
Beim Auspacken fällt die solide Verarbeitung des Tubus auf. Der Tubus besteht aus Aluminium und fühlt sich solide an. Für die Preisklasse um 535 Euro stimmt die Verarbeitungsqualität.
Der Aufbau dauert unter 10 Minuten. Bei einem Dobson ist das besonders einfach: Rockerbox hinstellen, Tubus einlegen, fertig. Werkzeug brauchst du für den Aufbau nicht.
Mein erster Eindruck: In der Preisklasse um 535 Euro erwarte ich solide Qualität, und genau das bekomme ich hier.
Montierung und Stabilität
Die Rockerbox ist das Fundament des Dobson-Konzepts: einfach, stabil und intuitiv bedienbar. Vibrationen nach dem Berühren des Fokussierknopfes klingen innerhalb von zwei bis drei Sekunden ab. Das ist für diese Preisklasse ein guter Wert.
Die GoTo-Steuerung arbeitet mit Servomotoren und hält Objekte zuverlässig im Gesichtsfeld. Nach dem Alignment hält die Nachführung Objekte über Minuten im Blickfeld, was bei hohen Vergrößerungen den Komfort deutlich steigert. Die Nachführgenauigkeit reicht für visuelles Beobachten und Planetenfotografie.
Für Astrofotografie limitiert die azimutale Nachführung bei Langzeitbelichtungen durch Bildfelddrehung. Wer primär visuell beobachtet, ist mit dieser Montierung gut bedient.
Optische Leistung: Was siehst du wirklich?
Die Optik liefert für die Preisklasse ordentliche Bilder. Mit 150mm Öffnung trennt das Teleskop enge Doppelsterne und zeigt feine Planetendetails.
Mond und Planeten
Jupiter zeigt bei 150x zwei bis vier Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck bei gutem Seeing. Saturn offenbart die Cassini-Teilung im Ringsystem als feine dunkle Linie. Mars ist in Oppositionsnähe als orangerote Scheibe mit Polkappe und dunklen Strukturen erkennbar.
Der Mond ist bei jeder Vergrößerung ein Erlebnis. Bei 30x erkennst du die großen Krater, Maria und Gebirgszüge. Bei 75x tauchen feine Rillen und kleine Krater auf. Am Terminator, der Tag-Nacht-Grenze, sind die Kontraste am dramatischsten und kleine Strukturen treten durch die langen Schatten besonders hervor.
Deep-Sky-Objekte
Der Orionnebel M42 zeigt bei niedriger Vergrößerung ausgedehnte Nebelstrukturen mit dem Trapez im Zentrum. Kugelsternhaufen wie M13 löse ich am Rand in Einzelsterne auf. Galaxien wie M81 sind als ovale Aufhellungen sichtbar.
Unter lichtverschmutztem Stadthimmel profitierst du von einem UHC- oder OIII-Filter, der den Kontrast von Nebeln verbessert. Für die besten Deep-Sky-Ergebnisse lohnt sich die Fahrt an einen dunklen Beobachtungsplatz.
Optische Schwächen
Als Newton-Reflektor zeigt das Teleskop Koma am Bildrand, die bei schnellem Öffnungsverhältnis deutlicher ausfällt. Ein Komakorrektor schafft Abhilfe. Chromatische Aberration gibt es bauartbedingt nicht, dafür erzeugen die Fangspiegelstreben bei hellen Sternen Spikes.
In der Praxis stören diese Schwächen bei moderaten Vergrößerungen kaum. Kein Teleskop ist perfekt, und die Stärken überwiegen die Schwächen deutlich.
| Okular | Vergrößerung | Gesichtsfeld | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| 25mm (empfohlen) | 30x | 1.7° | Übersicht, Deep-Sky |
| 10mm (empfohlen) | 75x | 0.7° | Übersicht, helle DSO |
| 6mm Goldline (empfohlen) | 125x | 0.4° | Planetendetails |
Astrofotografie-Eignung
Für Smartphone-Fotografie durchs Okular ist das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi geeignet. Der Mond gelingt auf Anhieb, und die GoTo-Nachführung hält das Objekt im Bild. Planetenfotografie mit einer dedizierten Kamera funktioniert gut.
Deep-Sky-Fotografie ist mit der azimutalen Montierung eingeschränkt, da Bildfelddrehung bei Langzeitbelichtungen auftritt. Mehr zum Einstieg in die Astrofotografie findest du in meinem Ratgeber.
Benutzerfreundlichkeit
Vom Auspacken zum ersten Objekt vergehen etwa 20 Minuten. Davon entfallen etwa zehn Minuten auf den Aufbau und weitere zehn auf das GoTo-Alignment. Das GoTo-Alignment ist nach zwei bis drei Abenden Routine.
Für Anfänger ist die Lernkurve flach - das Teleskop verzeiht Fehler. Das GoTo-System nimmt dir das Aufsuchen von Objekten ab, aber du musst das Alignment korrekt durchführen. Nach den ersten drei Beobachtungsnächten sitzt die Routine.
Kollimation ist bei diesem Newton gelegentlich nötig, besonders nach dem Transport. Die Justage dauert mit einem Kollimationsokular etwa fünf Minuten. Das sollte dich als Einsteiger nicht abschrecken.
Transport und Portabilität
Das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi lässt sich für den Transport zerlegen. In einen normalen PKW-Kofferraum passt es problemlos. Für mobile Beobachtung an dunklen Standorten ist das Teleskop geeignet.
Der Tubus braucht entsprechend Platz im Auto. Für Flugreisen brauchst du einen stabilen Transportkoffer. Für stationären Einsatz oder den Garten ist es ideal.
Elektronik und App
Die SynScan-App verbindet sich per WiFi mit dem Teleskop. Auf dem Smartphone siehst du eine Planetariumsansicht und kannst Objekte direkt anfahren. Die App funktioniert auch offline, du brauchst am Beobachtungsplatz kein Internet.
Die App ist kostenlos für iOS und Android verfügbar. Im Alltag funktioniert die App-Steuerung zuverlässig. Die Kombination aus App und GoTo macht die Bedienung zeitgemäß und komfortabel.
Zubehör und Upgrade-Potenzial
Die mitgelieferten Okulare (10 mm & 25 mm) sind ordentliche Qualität und decken die wichtigsten Bereiche ab. Ein Planetenokular mit kurzer Brennweite ist die erste sinnvolle Ergänzung.
| Zubehör | Warum sinnvoll | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| 6mm Goldline-Okular | 125x für Planetendetails bei gutem Seeing | 40 Euro |
| Mondfilter ND 0.9 | Blendfrei am Vollmond beobachten | 20 Euro |
| UHC-Filter | Mehr Kontrast an Emissionsnebeln | 50 Euro |
| Komakorrektor | Scharfe Sterne bis zum Bildrand | 150 Euro |
| Kollimationsokular | Präzise Spiegeljustage | 25 Euro |
Der Okularanschluss ist standardisiert und kompatibel mit gängigem Zubehör. Das Upgrade-Potenzial ist hoch: Mit Zubehör für Astrofotografie und besseren Okularen wächst das System mit deinen Ansprüchen. Dieses Teleskop ist kein Wegwerfprodukt, sondern eine Basis für jahrelange Nutzung.
Für wen ist das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi?
Gedacht ist das Teleskop für Einsteiger und fortgeschrittene Beobachter, die ein solides Instrument ohne Kompromisse bei der Optik wollen. Die Kombination aus 150mm Öffnung und GoTo-Steuerung gibt es in dieser Preisklasse selten.
Die Newton-Beratung hilft dir, Alternativen in der gleichen Preisklasse zu vergleichen.
Kauf es, wenn du einen kompakten Allrounder mit GoTo-Komfort willst. Kauf es nicht, wenn du mehr Öffnung in dieser Preisklasse erwartest.
Alternativen im Vergleich
In der Preisklasse des N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi gibt es einige naheliegende Alternativen mit anderen Schwerpunkten.
| Modell | Öffnung | Bauart | Preis | Stärke |
|---|---|---|---|---|
| Skywatcher N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi | 150 mm | Newton-Reflektor | 535 Euro | Unser Testmodell |
| Omegon Ritchey-Chretien Pro RC 154/1370 | 154 mm | Ritchey-Chretien | 529 Euro | Mehr Öffnung |
| Skywatcher MC 102/1300 Starquest DX EQ | 102 mm | Maksutov-Cassegrain | 399 Euro | Günstiger |
| Skywatcher AC 102/600 Starquest DX EQ | 102 mm | Achromatischer Refraktor | 369 Euro | Günstiger |
Das Omegon Ritchey-Chretien Pro RC 154/1370 bietet 154mm Öffnung für 529 Euro und sammelt damit mehr Licht als unser Testmodell. Wähle es, wenn du mehr Öffnung als 150mm brauchst.
Das Skywatcher MC 102/1300 Starquest DX EQ kostet 399 Euro und ist damit günstiger bei vergleichbarer Ausstattung. Wähle es, wenn dein Budget begrenzt ist.
Das Skywatcher AC 102/600 Starquest DX EQ kostet 369 Euro und ist damit günstiger bei vergleichbarer Ausstattung. Wähle es, wenn dein Budget begrenzt ist.
Preis-Leistungs-Bewertung
Für 535 Euro bekommst du einen solide verarbeiteten Newton-Reflektor mit 150mm Öffnung und GoTo-Steuerung. Das ist angemessen und dem Gegenwert entsprechend.
Was den Preis rechtfertigt, ist die Kombination aus GoTo, kompakter Bauweise und solider Optik. Günstiger bekommst du weniger Öffnung oder schlechtere Verarbeitung. Für mehr Geld wächst du in größere Öffnungen und stabilere Montierungen.
Stärken und Schwächen
Das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi punktet bei Kompaktheit und Bedienkomfort und zeigt klare Grenzen bei dem Preis.
Stärken:
- 150mm Öffnung für die Preisklasse um 535 Euro
- GoTo-Steuerung mit großer Objektdatenbank
- Solide Verarbeitung für die Preisklasse
Schwächen:
- Preis erfordert ernsthaftes Interesse an der Astronomie
- Azimutale Montierung limitiert Astrofotografie
- Regelmäßige Kollimation nötig
Mein Fazit zum Skywatcher N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi
Das Skywatcher N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi ist ein solider Allrounder, der mehr bietet als der Preis vermuten lässt. Ich empfehle es jedem, der einen soliden Start in die Astronomie sucht.
Für Einsteiger ist das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi eine klare Empfehlung.
Häufige Fragen zum Skywatcher N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi
Die häufigsten Fragen zum N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi drehen sich um Eignung, Zubehör und Beobachtungsmöglichkeiten. Hier die Antworten.
Lohnt sich das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi für Einsteiger?
Ja, das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi ist ein solides Einsteigerteleskop. Die Bedienung ist unkompliziert und du brauchst kein Vorwissen. Das GoTo-System erleichtert den Einstieg erheblich. In der Preisklasse um 535 Euro bekommst du viel Teleskop für dein Geld. Mehr dazu unter Benutzerfreundlichkeit.
Was kann ich mit dem N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi beobachten?
Mit 150mm Öffnung sammelt das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi 459x mehr Licht als dein bloßes Auge. Jupiter zeigt Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck, Saturn die Cassini-Teilung. Kugelsternhaufen und helle Galaxien sind gut sichtbar. Die Details stehen unter optische Leistung.
Welches Zubehör sollte ich zum N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi dazukaufen?
Die mitgelieferten Okulare reichen für den Einstieg. Ein Planetenokular (6-10mm) und ein Mondfilter sind die sinnvollsten Ergänzungen. Für Deep Sky empfehle ich einen UHC-Filter. Alle Empfehlungen findest du in der Zubehörtabelle.
Wo kann ich das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi am günstigsten kaufen?
Das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi kostet aktuell 535 Euro bei astroshop.de. Astroshop bietet Fachberatung und legt ein Einsteiger-Handbuch bei. Die Preise schwanken bei Teleskopen dieser Klasse wenig zwischen den Händlern. Mehr im Abschnitt Preis-Leistungs-Bewertung.
Braucht das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi regelmäßig Kollimation?
Ja, als Newton-Reflektor muss das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi gelegentlich kollimiert werden. Nach dem Transport verschiebt sich der Fangspiegel manchmal leicht. Die Justage dauert mit einem Kollimationsokular etwa fünf Minuten und ist kein Hexenwerk. Ich empfehle dir, vor jeder Beobachtungsnacht kurz zu prüfen, ob der Fangspiegel noch zentriert ist. Mit etwas Übung wird das zur Routine.
Passt das N 150/750 Heritage FlexTube Virtuoso GTi auf den Balkon?
Das hängt von deinem Balkon ab. Das Teleskop braucht kein Stativ und steht direkt auf der Rockerbox. Auf einem typischen Stadtbalkon funktioniert es, solange du genug Platz zum Schwenken hast. Bedenke allerdings, dass die Himmelsabdeckung von einem Balkon aus eingeschränkt ist und Hauswände die Sicht blockieren.