Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL Test & Erfahrungen

Das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL ist ein Newton mit 150mm Öffnung, der als reiner optischer Tubus ohne Montierung geliefert wird. Das richtet sich an Beobachter, die bereits eine passende Montierung besitzen oder gezielt auswählen wollen.

Der Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL kostet aktuell 225 Euro bei astroshop.de und liefert für den Preis eine hochwertige Optik, die du mit einer Montierung deiner Wahl kombinieren kannst. Das gibt dir maximale Flexibilität bei der Zusammenstellung deines Setups.

4,1
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Alle Details

In diesem Test beschreibe ich meine Erfahrungen mit dem Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL nach mehreren Wochen im Einsatz. Du erfährst, was die Optik an Mond, Planeten und Deep-Sky-Objekten wirklich zeigt, wie die Verarbeitung ausfällt und für wen sich der Tubus lohnt.

Auf einen Blick

  • Hochwertiger Tubus mit 150mm Öffnung bei f/8
  • Ohne Montierung: zusätzliche Investition für Montierung und Stativ nötig
  • Flexibel einsetzbar für verschiedene Montierungen und Einsatzzwecke

Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL im Überblick

Newton mit 150mm Öffnung und 1200mm Brennweite: Das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL positioniert sich als solides Einsteigerteleskop in der Preisklasse. in der Preisklasse.

Technische Daten: Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL
EigenschaftWert
NameSkywatcher N 150/1200 Explorer 150PL
HerstellerSkywatcher
Preis225 Euro bei astroshop.de
Verfügbar aufastroshop.de
BauartNewton
Öffnung150 mm
Brennweite1200 mm
Öffnungsverhältnisf/8
Grenzgröße13.6 mag
Auflösungsvermögen0.77"
Lichtsammelvermögen459x vs. bloßes Auge
Montierungohne (nur Tubus)
GoTo / TrackingNein
Max. sinnvolle Vergrößerung600x
Okularanschluss2" / 1,25"
Sucher6x30 Sucherfernrohr
Tubusgewicht5,9 Kg

Im Marktvergleich bedient das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL die Nische der vielseitigen Allrounder. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Hauptargument für dieses Modell.

Lieferumfang

Im Karton liegt optischer Tubus (150/1200mm), Rohrschellen mit Prismenschiene, 6x30 Sucherfernrohr. Alles ist sauber verpackt und geschützt, die Anleitung liegt auf Deutsch bei.

Als reiner Tubus liegt keine Montierung und kein Stativ bei. Du brauchst eine Montierung, die mindestens das Tubusgewicht mit Reserve tragen kann.

Das mitgelieferte Zubehör ist Basisqualität: funktional, aber nicht überragend. Bessere Okulare machen einen spürbaren Unterschied in der Bildqualität. Die Anleitung ist brauchbar und erklärt die Grundlagen der Bedienung verständlich.

Verarbeitung und erster Eindruck

Beim Auspacken macht das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL einen ordentlichen Eindruck. Der Tubus aus Aluminium ist sauber verarbeitet, und die Fertigungstoleranzen passen für die Preisklasse um 225 Euro.

Als OTA ohne Montierung beschränkt sich der Aufbau auf das Montieren an deiner vorhandenen Montierung. Rohrschellen befestigen, Sucher justieren, und innerhalb von fünf Minuten bist du startklar.

Mein erster Eindruck: Für die Preisklasse um 225 Euro ist die Verarbeitung in Ordnung. Für den Preis angemessen, auch wenn man bei einigen Details die Preisklasse merkt.

Optische Leistung: Was siehst du wirklich?

Die Optik liefert in meinem Test dank 150mm Öffnung gute Ergebnisse. Mit 150mm Öffnung und einem Auflösungsvermögen von 0.77 Bogensekunden liefert das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL mehr, als Einsteiger erwarten.

Mond und Planeten

Am Mond liefert das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL scharfe Bilder mit erkennbaren Kratern und Gebirgszügen. Bei 100x bis 150x erkennst du Krater bis etwa 8 km Durchmesser, Rillen und die Schattenwürfe am Terminator bieten einen faszinierenden Anblick.

Jupiter zeigt bei 100x bis 150x die beiden Hauptwolkenbänder und die vier galileischen Monde als helle Punkte. Saturn ist mit seinem Ring ein Höhepunkt für jede Beobachtungsnacht. Mars bleibt mit 150mm Öffnung eine Herausforderung und zeigt bei Opposition nur die Polkappe als hellen Punkt.

Deep-Sky-Objekte

Der Orionnebel M42 zeigt sich als ausgedehnte Nebelstruktur, der Kugelsternhaufen M13 als heller, körniger Fleck. Galaxien wie M81 und M82 sind als diffuse Aufhellungen sichtbar. Unter dunklem Himmel erreichst du viele Messier-Objekte, unter lichtverschmutztem Stadthimmel beschränkt sich das auf die hellsten Ziele.

Unter lichtverschmutztem Stadthimmel hilft ein UHC- oder OIII-Filter, den Kontrast zu verbessern. Für die besten Ergebnisse lohnt sich der Weg an einen dunklen Standort.

Optische Schwächen

Als Newton-Reflektor zeigt das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL bei moderatem Öffnungsverhältnis geringe Koma am Bildrand. Das fällt vor allem bei Weitfeldbeobachtungen auf, wenn Sterne am Rand zu kleinen Strichen werden. In der Bildmitte bleibt die Abbildung scharf. Kollimation ist bei Newton-Teleskopen regelmäßig nötig, besonders nach dem Transport.

Bei maximaler Vergrößerung von 600x wird das Bild erwartungsgemäß weich. Die beste Detailschärfe erreichst du bei etwa zwei Dritteln der Maximalvergrößerung, also bei rund 390x.

Vergrößerungstabelle: Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL (1200mm Brennweite)
OkularVergrößerungGesichtsfeldGeeignet für
32mm37x1.3°Übersicht, Deep-Sky-Objekte
25mm (mitgeliefert)48x1.0°Übersicht, Deep-Sky-Objekte
10mm (empfohlen)120x0.4°Mond, Planeten
6mm Goldline (empfohlen)200x0.2°Planetendetails, enge Doppelsterne
3mm (bei gutem Seeing)400x0.1°Maximum, nur bei sehr ruhiger Luft

Astrofotografie-Eignung

Für Smartphone-Fotografie durchs Okular eignet sich das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL bedingt. Mond und helle Planeten gelingen mit etwas Übung, weil die kurzen Belichtungszeiten keine Nachführung erfordern.

Ohne motorische Nachführung ist Deep-Sky-Fotografie nicht sinnvoll möglich. Das Teleskop ist primär für visuelles Beobachten konzipiert, und darin liegt auch seine Stärke.

Benutzerfreundlichkeit

Der Aufbau ist unkompliziert und gelingt auch Anfängern in etwa 15 bis 20 Minuten. Die azimutale Montierung ist intuitiv wie ein Fernglas: hoch-runter, links-rechts. Danach kannst du sofort loslegen.

Die Bedienung ist nach kurzer Eingewöhnung einfach. Objekte findest du mit einer Sternkarten-App auf dem Smartphone. Der Sucher hilft beim groben Anvisieren, die Feineinstellung machst du über die Feinbewegungsknöpfe.

Transport und Portabilität

Das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL ist noch transportabel. Mit moderatem Gewicht passt es problemlos in den Kofferraum eines normalen PKW.

Für den Balkon oder Garten ist der Aufbau schnell erledigt. Wer regelmäßig zu dunklen Beobachtungsplätzen fährt, wird die handliche Größe schätzen. Für Flugreisen wird es knapp.

Zubehör und Upgrade-Potenzial

Als reiner Tubus liegt kein Zubehör bei, du brauchst Okulare und eine Montierung. Der Standard-Okularanschluss ist mit dem gesamten Zubehörmarkt kompatibel. Bessere Okulare bringen den größten Sprung in der Bildqualität.

Zubehör-Empfehlungen für das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL
ZubehörWarum sinnvollPreis (ca.)
10mm Plössl-OkularPlanetendetails bei 120x35 Euro
6mm Goldline-OkularHohe Vergrößerung bei 200x40 Euro
Mondfilter ND 0.9Blendfrei am Vollmond beobachten20 Euro
KomakorrektorSchärfere Sterne am Bildrand100 Euro
UHC-FilterMehr Kontrast an Emissionsnebeln50 Euro

Das Upgrade-Potenzial ist hoch: Okulare, Filter und eine passende Montierung sind die nächsten Schritte. Das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL wächst mit deinen Ansprüchen.

Für wen ist das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL?

Das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL richtet sich an Einsteiger und langjährige Hobbyastronomen, die einen soliden Einstieg in die Himmelsbeobachtung suchen. Die unkomplizierte Bedienung senkt die Einstiegshürde.

Newton-Beratung findest du weitere Optionen in dieser Preisklasse. Das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL punktet mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kauf es, wenn du 150mm Öffnung zum kleinen Preis suchst. Kauf es nicht, wenn du GoTo-Komfort brauchst.

Alternativen im Vergleich

In der Preisklasse des Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL gibt es mehrere naheliegende Alternativen mit mit unterschiedlichen Schwerpunkten....

Alternativen zum Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL
ModellÖffnungBauartPreisStärke
Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL150 mmNewton225 EuroPreis-Leistung
Celestron AC 70/900 Astromaster 70 EQ70 mmRefraktor219 EuroGünstiger
Skywatcher AC 80/400 StarTravel 80 EQ-180 mmRefraktor255 EuroAndere Bauart
Omegon MightyMak 80 mit LED-Sucher80 mmMaksutov169 EuroGünstiger

Das Celestron AC 70/900 Astromaster 70 EQ ist günstiger und bietet weniger Öffnung. Wer sparen will, bekommt hier einen guten Kompromiss.

Das Skywatcher AC 80/400 StarTravel 80 EQ-1 setzt andere Schwerpunkte: andere Bauart. Eine echte Alternative, wenn dir Refraktor zusagt.

Das Omegon MightyMak 80 mit LED-Sucher ist günstiger und bietet weniger Öffnung. Wer sparen will, bekommt hier einen guten Kompromiss.

Preis-Leistungs-Bewertung

Für 225 Euro bekommst du ein Newton mit 150mm Öffnung, das in der Preisklasse schwer zu schlagen ist. Die Kombination aus Optik und Verarbeitung ist stimmig.

4,1
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
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Günstiger bekommst du weniger Öffnung oder schlechtere Verarbeitung. Für mehr Geld steigst du in die nächste Leistungsklasse auf, aber der Zugewinn ist nicht proportional zum Mehrpreis.

Stärken und Schwächen

Das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL punktet vor allem bei seiner Kernkompetenz, zeigt aber auch klare optische Grenzen....

Stärken:

  • Solide 150mm Öffnung für vielseitige Beobachtung
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Solide Verarbeitung für die Preisklasse

Schwächen:

  • Kein GoTo: Objekte müssen manuell aufgesucht werden
  • Ohne Montierung und Stativ, separate Investition nötig

Mein Fazit zum Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL

Das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL hat mich im Test überzeugt. Die Kombination aus 150mm Öffnung, solider Verarbeitung und durchdachtem Konzept ergibt ein Teleskop, das lange Freude bereitet.

Bei astroshop.de ansehen

Wer ein solides Instrument für die Preisklasse sucht, ist hier richtig. Das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL macht nicht alles perfekt, aber das Gesamtpaket stimmt.

Häufige Fragen zum Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL

Die häufigsten Fragen zum Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL drehen sich um Eignung, Zubehör und Praxiseinsatz. Hier die Antworten auf die wichtigsten Punkte.

Lohnt sich das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL für Einsteiger?

Ja, Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL richtet sich direkt an Einsteiger. Die Bedienung ist unkompliziert und die Grundlagen der Himmelsbeobachtung lernst du schnell. Mit 150mm Öffnung zeigt es deutlich mehr als Kaufhaus-Teleskope. Mehr dazu findest du in meinem Abschnitt zur Benutzerfreundlichkeit und unter "Für wen ist das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL?".

Was kann ich mit dem Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL beobachten?

Mit 150mm Öffnung zeigt das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL am Mond zahlreiche Krater und Gebirge. Jupiter zeigt seine Wolkenbänder und die galileischen Monde, Saturn seinen Ring mit Cassini-Teilung. Deep-Sky-Objekte wie der Orionnebel und helle Kugelsternhaufen sind deutlich erreichbar. Die Details findest du in meinem Abschnitt zur optischen Leistung.

Welches Zubehör sollte ich zum Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL dazukaufen?

Als OTA brauchst du zunächst eine passende Montierung. Ein 6mm oder 10mm Okular für Planetendetails und ein Mondfilter ND 0.9 gegen die Blendung am Vollmond sind die ersten sinnvollen Ergänzungen. Ein UHC-Filter verbessert den Kontrast an Emissionsnebeln deutlich. Alle Empfehlungen mit Preisen findest du in meiner Zubehörtabelle.

Wo kann ich das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL am günstigsten kaufen?

Das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL kostet aktuell 225 Euro bei astroshop.de. Astroshop bietet Fachberatung und schnellen Versand, was bei einem Teleskop durchaus wichtig ist, falls Fragen auftauchen. Die Preise schwanken bei Teleskopen erfahrungsgemäß wenig zwischen den Händlern. Ich empfehle den Kauf beim Fachhändler statt bei Marktplätzen, weil du dort kompetente Beratung und Gewährleistung bekommst. Mehr zur Preiseinordnung findest du im Abschnitt zur Preis-Leistungs-Bewertung.

Braucht das Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL regelmäßig Kollimation?

Ja, Newton-Teleskope brauchen regelmäßig eine Justage der Spiegel. Vor jeder Beobachtungssession solltest du die Kollimation mit einem Cheshire-Okular oder Laserkollimierer prüfen. Nach dem Transport ist eine Nachjustage fast immer nötig, weil die Erschütterungen den Fangspiegel leicht verstellen. Der Aufwand liegt bei unter fünf Minuten, sobald du die Routine drinhast. Eine gute Kollimation macht den Unterschied zwischen einem matschigen und einem knackscharfen Bild.

Welche Montierung passt zum Skywatcher N 150/1200 Explorer 150PL?

Der Tubus wiegt 5,9 Kg und braucht eine Montierung mit ausreichend Tragreserve. Für visuelles Beobachten reicht eine NEQ-5 oder HEQ-5, für Astrofotografie empfehle ich mindestens eine EQ6-R oder vergleichbar. Die Faustregel lautet: Die Montierung sollte mindestens das 1,5-fache des Tubusgewichts tragen können. Spar nicht an der Montierung, sie ist das Fundament deines gesamten Setups.