Celestron AC 60/700 Powerseeker 60 AZ Test & Erfahrungen
Das Celestron AC 60/700 Powerseeker 60 AZ ist ein Refraktor mit 60mm Öffnung auf einer Altazimutalen Montierung, der sich gezielt an Einsteiger richtet. Für 119 Euro bekommst du ein komplettes einsatzbereites Teleskop-Set, das ohne Vorkenntnisse in der Astronomie funktioniert.
Das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ kostet aktuell 119 Euro bei astroshop.de und bringt als Kernstärke die kompakte, leichte Bauweise mit, die sich in wenigen Minuten aufbauen lässt. Damit bekommst du ein System, das für seinen Preis viel optische Leistung bietet.
In diesem Test beschreibe ich meine Erfahrungen mit dem AC 60/700 Powerseeker 60 AZ im praktischen Einsatz. Du erfährst, was die Optik an Mond, Planeten und Deep-Sky-Objekten wirklich zeigt, wie die Montierung sich schlägt und ob sich die Investition von 119 Euro für dich lohnt.
Auf einen Blick
- Refraktor mit 60mm Öffnung in der Einsteiger-Klasse
- Der Aufbau gelingt in wenigen Minuten, solide Montierung für die Preisklasse
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger
AC 60/700 Powerseeker 60 AZ im Überblick
In Celestrons Sortiment besetzt das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ eine interessante Position in der Einsteiger-Klasse. Mit 60mm Öffnung bei einem Öffnungsverhältnis von f/11,7 ist es ein solider visueller Allrounder, der an Planeten seine Stärke ausspielt.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Name | Celestron AC 60/700 Powerseeker 60 AZ |
| Hersteller | Celestron |
| Preis | 119 Euro bei astroshop.de |
| Verfügbar auf | astroshop.de |
| Bauart | Refraktor |
| Öffnung | 60 mm |
| Brennweite | 700 mm |
| Öffnungsverhältnis | f/11,7 |
| Grenzgröße | 11,4 mag |
| Auflösungsvermögen | 1,93 Bogensekunden (Dawes) |
| Lichtsammelvermögen | 73x |
| Montierung | Altazimutale Montierung |
| Nachführung | Manuell (Handgriff) |
| Max. sinnvolle Vergrößerung | 175x |
| Mitgelieferte Okulare | 20 mm Okular (35x Vergrößerung), 4 mm Okular (175x Vergrößerung) |
| Sucher | 5x24 Sucher |
| Tubuslänge | 522 mm |
| Gewicht | 3,18 kg |
Lieferumfang
Im Karton liegen der optische Tubus, die Altazimutale Montierung, Okulare (20 mm Okular (35x Vergrößerung), 4 mm Okular (175x Vergrößerung)), 5x24 Sucher, und die Anleitung.
Was fehlt: Ein zweites kurzbrennweitiges Okular für Planeten wäre wünschenswert. Für die volle Leistung des Teleskops brauchst du zusätzliche Okulare .
Die mitgelieferten Okulare sind solide Standardqualität, brauchbar für den Einstieg, aber kein Highlight. Der 5x24 Sucher funktioniert zuverlässig für das Auffinden von Objekten. Die Anleitung ist brauchbar und erklärt die wichtigsten Schritte.
Verarbeitung und erster Eindruck
Beim Auspacken fällt der für den Preis angemessen verarbeitete Tubus auf. Das Metall ist sauber lackiert, die Verarbeitung ist dem Preis angemessen. Für den Preis bekommst du eine ordentliche Verarbeitung.
Der Aufbau dauert etwa 10 bis 15 Minuten beim ersten Mal, danach unter 10 Minuten. Stativ aufstellen, Montierung aufsetzen, Tubus einhängen, Sucher montieren. Der Betrieb ist auch für Anfänger ohne Werkzeug möglich.
Mein erster Eindruck: Für die Preisklasse um 119 Euro ist die Verarbeitung dem Preis angemessen. Erwarte kein Premiumprodukt, aber ein funktionales Instrument.
Montierung und Stabilität
Die Altazimutale Montierung trägt den Tubus angemessen für die Preisklasse. Vibrationen nach dem Berühren des Fokussierknopfes klingen innerhalb von zwei bis vier Sekunden ab. Bei Wind ab Stärke 3 zeigt sich, ob die Montierung noch ruhig steht.
Eine GoTo-Steuerung hat das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ nicht: Du schwenkst den Tubus von Hand. An der Montierung sitzt ein Handgriff mit Reibungsausgleich für die Höhenbewegung, der die Feineinstellung erleichtert. Bei 150x wandert ein Objekt zügig aus dem Feld, dann musst du alle paar Sekunden nachschwenken.
Die azimutale Montierung eignet sich primär für visuelles Beobachten. Für die Preisklasse ist die Stabilität akzeptabel.
Optische Leistung: Was siehst du wirklich?
Die Optik sorgt für solide Bilder. Mit 60mm Öffnung und 1,93 Bogensekunden (Dawes) Auflösungsvermögen liefert das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ mehr Detailreichtum als die meisten Einsteiger erwarten.
Mond und Planeten
Der Mond ist das Highlight und zeigt bei mittlerer Vergrößerung die großen Krater und dunklen Mare in beeindruckender Klarheit. Am Terminator erkennst du Kraterwände und Schatten, die die Oberfläche dreidimensional wirken lassen.
Jupiter zeigt seine vier großen Monde als Lichtpunkte neben der Planetenscheibe, und bei ruhiger Luft sind Andeutungen der Wolkenbänder erkennbar. Saturn zeigt seinen Ring deutlich als Struktur um die Planetenscheibe. Mars erscheint als kleines orangerotes Scheibchen.
Deep-Sky-Objekte
Helle Deep-Sky-Objekte wie der Orionnebel M42 sind als neblige Aufhellung sichtbar. Die Andromedagalaxie M31 erkennst du als schwachen länglichen Lichtfleck. Offene Sternhaufen wie die Plejaden bieten bei niedriger Vergrößerung einen schönen Anblick.
Die Grenzen zeigen sich bei schwächeren Objekten: Galaxiendetails oder Nebelstrukturen bleiben dieser Öffnungsklasse verwehrt. Für Deep-Sky brauchst du dunklen Himmel abseits der Stadt.
Optische Schwächen
Als achromatischer Refraktor zeigt das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ an hellen Objekten wie Mond, Venus und Jupiter einen leichten violetten Farbsaum. Bei normalen Vergrößerungen fällt der Farbfehler kaum auf, erst bei hohen Vergrößerungen über 100x wird er sichtbar. Ein Fringe Killer oder Minus-Violett-Filter kann den Farbsaum bei Bedarf reduzieren - warum dieser Effekt bei Achromaten auftritt und wann er wirklich stört, zeigt mein Ratgeber zur chromatischen Aberration.
Bei Deep-Sky-Beobachtung spielt die chromatische Aberration praktisch keine Rolle, weil die Objekte zu lichtschwach sind, um Farbsäume zu erzeugen. Randunschärfe ist bei langem Öffnungsverhältnis moderat und stört in der Praxis selten.
| Okular | Vergrößerung | Gesichtsfeld | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| 25mm (empfohlen) | 28x | 1.8° | Übersicht, Deep-Sky-Objekte |
| 10mm (empfohlen) | 70x | 0.7° | Mond, Planeten, Kugelsternhaufen |
| 6mm Goldline (empfohlen) | 116x | 0.4° | Planetendetails, enge Doppelsterne |
| 4mm (bei gutem Seeing) | 175x | 0.3° | Maximum, nur bei sehr ruhiger Luft |
Benutzerfreundlichkeit
Vom Aufbau bis zum ersten Objekt vergehen etwa 20 Minuten. Das manuelle Einstellen mit Sucher und Handgriff braucht beim ersten Mal etwas Geduld, sitzt aber nach zwei bis drei Abenden. Für absolute Anfänger ist die Lernkurve flach.
Der 5x24-Sucher zeigt dir grob die Richtung, den Feinabgleich übernimmst du direkt am Okular. Mit jedem Beobachtungsabend wird das Zielen spürbar schneller. Kollimation ist beim Refraktor kein Thema.
Die Alltagstauglichkeit ist hoch. Das System erfordert etwas Vorbereitung gut, spontane Beobachtungen sind realistisch.
Transport und Portabilität
Das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ ist mit 3,18 kg noch gut transportabel. In einen normalen PKW-Kofferraum passt das System problemlos. Tubuslänge von 522 mm erfordert einen Blick auf den verfügbaren Platz.
Für den Transport zum Beobachtungsplatz auf dem Land reicht ein normaler PKW. Für Flugreisen ist das System kompakt genug, wenn du es sicher verpackst. Am besten planst du den Beobachtungsabend so, dass Auf- und Abbau in Ruhe geschehen.
Objekte manuell finden und nachführen
Ein Objekt findest du in drei Schritten: Zuerst peilst du über den 5x24-Sucher grob an, dann zentrierst du es bei 35x im mitgelieferten 20mm Okular, erst danach wechselst du für mehr Details zum 4mm Okular mit 175x. Für helle Ziele wie Mond, Jupiter oder Saturn genügt diese einfache Technik.
Weil kein Motor nachführt, wandert jedes Ziel durch die Erddrehung aus dem Feld. Mit dem Handgriff korrigierst du die Höhenachse von Hand, seitlich schiebst du den Tubus direkt nach. Das Nachführen gehört bei diesem Teleskop zur Beobachtung dazu und wird mit etwas Übung schnell zur Routine.
Zubehör und Upgrade-Potenzial
Die mitgelieferten Okulare (20 mm Okular (35x Vergrößerung), 4 mm Okular (175x Vergrößerung)) reichen für den Einstieg. Der 1,25-Zoll-Okularanschluss ist kompatibel mit dem gesamten Zubehörmarkt. Für Planeten brauchst du ein kurzbrennweitiges Okular.
| Zubehör | Warum sinnvoll | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| Mondfilter ND 0.9 | Blendfrei am Vollmond beobachten | 20 Euro |
| 6mm Goldline-Okular | Planetendetails bei 116x | 40 Euro |
| UHC-Filter | Mehr Kontrast an Emissionsnebeln | 50 Euro |
Das Upgrade-Potenzial ist hoch: Bessere Okulare, Filter und Zubehör steigern die Leistung schrittweise. Das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ ist ein System, das einen soliden Einstieg bietet.
Für wen ist das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ?
Gedacht ist das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ für absolute Einsteiger, die ihr erstes Teleskop suchen. Die Refraktor-Bauweise bietet bewährte Optik. In der Preisklasse um 119 Euro konkurriert es mit Newtons auf einfachen Montierungen.
Die Refraktor-Beratung hilft dir bei der Entscheidung, ob dieses Teleskop zu deinen Zielen passt. In dieser Preisklasse bekommst du viel Teleskop für dein Geld.
Kauf es, wenn du einen günstigen Einstieg in die Astronomie suchst. Kauf es nicht, wenn du hauptsächlich Astrofotografie betreiben willst.
Alternativen im Vergleich
In der Preisklasse des AC 60/700 Powerseeker 60 AZ gibt es einige naheliegende Alternativen, die jeweils andere Schwerpunkte setzen.
| Modell | Öffnung | Bauart | Preis | Stärke |
|---|---|---|---|---|
| Celestron AC 60/700 Powerseeker 60 AZ | 60 mm | Refraktor | 119 Euro | Kompakte Bauweise mit 60mm Öffnung |
| Omegon N 114/500 EQ-1 | 114 mm | Newton | 149 Euro | Mehr Öffnung |
| Omegon AC 70/900 EQ-1 | 70 mm | Refraktor | 159 Euro | Mehr Öffnung |
| Skywatcher AC 70/700 Mercury AZ-2 | 70 mm | Refraktor | 165 Euro | Mehr Öffnung |
Die Omegon N 114/500 EQ-1 bietet 54mm mehr Öffnung, kostet aber auch 30 Euro mehr. Für alle, die maximale Leistung suchen, ist es der bessere Griff.
Die Omegon AC 70/900 EQ-1 bietet 10mm mehr Öffnung, kostet aber auch 40 Euro mehr. Für alle, die maximale Leistung suchen, ist es der bessere Griff.
Die Skywatcher AC 70/700 Mercury AZ-2 bietet 10mm mehr Öffnung, kostet aber auch 46 Euro mehr. Für alle, die maximale Leistung suchen, ist es der bessere Griff.
Preis-Leistungs-Bewertung
Für 119 Euro bekommst du einen solide verarbeiteten Refraktor mit 60mm Öffnung. Das ist angemessen für die gebotene Leistung. In dieser Preisklasse gibt es Konkurrenz, die andere Schwerpunkte setzt.
In dieser Preisklasse ist die Auswahl begrenzt. Für mehr Geld wächst du in leistungsfähigere Systeme mit mehr Öffnung oder besserer Montierung. Das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ trifft den Sweet Spot in der Einsteiger-Klasse.
Stärken und Schwächen
Das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ punktet vor allem bei seiner kompakten Bauweise, zeigt aber auch klare Grenzen bei der Farbkorrektur, denn an hellen Objekten wird chromatische Aberration sichtbar.
Stärken:
- Kompakte Bauweise mit 60mm Öffnung
- Schneller Aufbau ganz ohne Werkzeug
- Bewährtes Design mit guter Verarbeitung
Schwächen:
- Chromatische Aberration bei hellen Objekten sichtbar
- Zubehör muss für optimale Leistung ergänzt werden
Mein Fazit zum Celestron AC 60/700 Powerseeker 60 AZ
Das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ ist ein solides Einsteigerteleskop, das seinen Job macht. Für den Preis bekommst du ein brauchbares Teleskop.
Wer ein vielseitiges Teleskop sucht, ist hier genau richtig. Das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ verdient eine klare Empfehlung.
Häufige Fragen zum Celestron AC 60/700 Powerseeker 60 AZ
Die häufigsten Fragen zum AC 60/700 Powerseeker 60 AZ drehen sich um Eignung, Zubehör und Beobachtungsmöglichkeiten. Hier die Antworten.
Lohnt sich das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ für Einsteiger?
Ja, das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ richtet sich gezielt an Einsteiger in die Astronomie. Für 119 Euro bekommst du ein komplettes Set, das du ohne Vorkenntnisse aufbauen und bedienen kannst. Die 60mm Öffnung reicht für erste beeindruckende Beobachtungen von Mond und den hellsten Planeten. Mehr dazu findest du in meinem Abschnitt zur Benutzerfreundlichkeit und unter "Für wen ist das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ?".
Was kann ich mit dem AC 60/700 Powerseeker 60 AZ beobachten?
Mit 60mm Öffnung siehst du den Mond mit vielen Kratern, Saturn als Scheibe mit Ring und Jupiter mit seinen vier großen Monden. Helle Deep-Sky-Objekte wie der Orionnebel sind als neblige Aufhellung erkennbar Die Details findest du in meinem Abschnitt zur optischen Leistung.
Welches Zubehör sollte ich zum AC 60/700 Powerseeker 60 AZ dazukaufen?
Die mitgelieferten Okulare des AC 60/700 Powerseeker 60 AZ reichen für den Einstieg, aber ein Upgrade lohnt sich schnell. Ein Mondfilter ND 0.9 gehört zur Grundausstattung, damit der Vollmond nicht blendet Ein Barlow-Linse verdoppelt die Vergrößerung mit vorhandenen Okularen. Alle Empfehlungen mit Preisen findest du in meiner Zubehörtabelle.
Wo kann ich das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ am günstigsten kaufen?
Das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ kostet aktuell 119 Euro bei astroshop.de und ist dort verfügbar. Astroshop bietet Fachberatung und schnellen Versand innerhalb Deutschlands Die Preise für Teleskope dieser Klasse schwanken zwischen den Händlern erfahrungsgemäß wenig. Mehr zur Preiseinordnung findest du im Abschnitt zur Preis-Leistungs-Bewertung.
Hat das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ eine GoTo-Steuerung?
Nein, das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ arbeitet komplett ohne GoTo-Steuerung und ohne motorisierte Nachführung. Die Altazimutale Montierung ist rein manuell: Du peilst mit dem 5x24-Sucher an und schwenkst den Tubus von Hand, ein Handgriff mit Reibungsausgleich unterstützt dich bei der Feineinstellung. Mehr dazu findest du in meinem Abschnitt "Objekte manuell finden und nachführen".
Ist das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ auch für Kinder geeignet?
Das AC 60/700 Powerseeker 60 AZ eignet sich gut für Kinder ab etwa 8 bis 10 Jahren, wenn ein Erwachsener beim Aufbau und den ersten Beobachtungen hilft. Die Bedienung ist nach einer kurzen Einführung intuitiv genug für Kinder Wichtig ist ein stabiler Standort und Geduld beim ersten Abend. Der Mond ist das perfekte Einstiegsobjekt, weil er hell genug ist und sofort beeindruckt.