Celestron N 150/750 StarSense Explorer DOB Test & Erfahrungen
Das Celestron N 150/750 StarSense Explorer DOB ist ein Newton-Reflektor mit 150mm Öffnung und einem Öffnungsverhältnis von f/5, der auf einer Dobson (azimutal) sitzt. Es richtet sich an Anfänger bis Fortgeschrittene und konkurriert in der Preisklasse um 719 Euro mit anderen Teleskopen dieser Geräteklasse.
Das N 150/750 StarSense Explorer DOB kostet aktuell 719 Euro bei astroshop.de und bringt dabei eine Stärke mit, die auf dem Papier nicht sofort auffällt: Die Stärke liegt in der großen Öffnung von 150mm, die 459x mehr Licht als das bloße Auge sammelt. Damit erreichst du auch schwächere Deep-Sky-Objekte.
In diesem Test beschreibe ich meine Einschätzung zum Celestron N 150/750 StarSense Explorer DOB. Du erfährst, was die Optik an Mond, Planeten und Deep-Sky-Objekten wirklich zeigt, wo die Montierung ihre Grenzen hat und ob sich der Kauf für deine Zwecke lohnt.
Auf einen Blick
- Newton-Reflektor mit 150mm Öffnung in der Preisklasse um 719 Euro
- Nachführung erfordert Handarbeit - das ist der Kompromiss in dieser Preisklasse
- Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger
N 150/750 StarSense Explorer DOB im Überblick
In der Produktpalette von Celestron besetzt das N 150/750 StarSense Explorer DOB die Nische des leistungsstarken Allrounders. Mit 150mm Öffnung bei f/5 ist es ein lichtstarkes Instrument für Deep-Sky, das bei Planeten solide abliefert und bei Deep-Sky-Objekten brilliert.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Name | Celestron N 150/750 StarSense Explorer DOB |
| Hersteller | Celestron |
| Preis | 719 Euro bei astroshop.de |
| Verfügbar auf | astroshop.de |
| Bauart | Newton-Reflektor |
| Öffnung | 150 mm |
| Brennweite | 750 mm |
| Öffnungsverhältnis | f/5 |
| Grenzgröße | 13.6 mag |
| Auflösungsvermögen | 0.77 Bogensekunden |
| Lichtsammelvermögen | 459x vs. bloßes Auge |
| Montierung | Dobson (azimutal) |
| GoTo / Tracking | Nein |
| Max. sinnvolle Vergrößerung | 600x |
| Okularanschluss | 1,25 Zoll |
| Mitgelieferte Okulare | 25mm Kellner-Okular und 10mm Kellner-Okular |
| Sucher | StarPointer Rotpunktsucher |
| Gewicht | 7,3 kg |
Im Markt positioniert sich das N 150/750 StarSense Explorer DOB als Gerät für Anfänger bis Fortgeschrittene, das ein ausgewogenes Gesamtpaket bietet. Ohne GoTo setzt es auf Einfachheit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Lieferumfang
Im Karton liegen der Tubus, die Dobson (azimutal), 25mm Kellner-Okular und 10mm Kellner-Okular und StarPointer Rotpunktsucher. Dazu kommen die Montageanleitung und eine Zubehörablage.
Was fehlt: Ein Mondfilter liegt leider nicht bei, den solltest du direkt dazubestellen. Mit einem Mondfilter und einem zusätzlichen Okular bist du bestens ausgestattet, die du direkt mit dem Teleskop bestellen solltest.
Die Qualität des mitgelieferten Zubehörs ist ordentlich und über dem Niveau vieler Konkurrenten. Der StarPointer Rotpunktsucher funktioniert zuverlässig für das Auffinden von Objekten. Die Anleitung ist auf Deutsch verfügbar und für Einsteiger verständlich geschrieben.
Verarbeitung und erster Eindruck
Beim Auspacken fällt die solide Verarbeitung des Tubus auf. Der Tubus besteht aus Aluminium und fühlt sich solide an. Für die Preisklasse um 719 Euro stimmt die Verarbeitungsqualität.
Der Aufbau dauert unter 10 Minuten. Bei einem Dobson ist das besonders einfach: Rockerbox hinstellen, Tubus einlegen, fertig. Werkzeug brauchst du für den Aufbau nicht.
Mein erster Eindruck: In der Preisklasse um 719 Euro erwarte ich solide Qualität, und genau das bekomme ich hier. Das Gewicht von 7,3 kg ist für den Einsatz akzeptabel.
Montierung und Stabilität
Die Rockerbox ist das Fundament des Dobson-Konzepts: einfach, stabil und intuitiv bedienbar. Vibrationen nach dem Berühren des Fokussierknopfes klingen innerhalb von zwei bis drei Sekunden ab. Das ist für diese Preisklasse ein guter Wert.
Die manuelle Nachführung über sanftes Schieben der Rockerbox funktioniert nach kurzer Eingewöhnung flüssig. Durch die Teflon-Lager gleitet der Tubus gleichmäßig in beide Achsen. Manuelles Nachführen ist bei hohen Vergrößerungen Übungssache, aber machbar.
Der größte Vorteil des Dobson-Konzepts ist die intuitive Bedienung ohne Vorkenntnisse. Wer primär visuell beobachtet, ist damit gut bedient.
Optische Leistung: Was siehst du wirklich?
Die Optik liefert für die Preisklasse ordentliche Bilder. Mit 150mm Öffnung trennt das Teleskop enge Doppelsterne und zeigt feine Planetendetails.
Mond und Planeten
Jupiter zeigt bei 150x zwei bis vier Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck bei gutem Seeing. Saturn offenbart die Cassini-Teilung im Ringsystem als feine dunkle Linie. Mars ist in Oppositionsnähe als orangerote Scheibe mit Polkappe und dunklen Strukturen erkennbar.
Der Mond ist bei jeder Vergrößerung ein Erlebnis. Bei 30x erkennst du die großen Krater, Maria und Gebirgszüge. Bei 75x tauchen feine Rillen und kleine Krater auf. Am Terminator, der Tag-Nacht-Grenze, sind die Kontraste am dramatischsten und kleine Strukturen treten durch die langen Schatten besonders hervor.
Deep-Sky-Objekte
Der Orionnebel M42 zeigt bei niedriger Vergrößerung ausgedehnte Nebelstrukturen mit dem Trapez im Zentrum. Kugelsternhaufen wie M13 löse ich am Rand in Einzelsterne auf. Galaxien wie M81 sind als ovale Aufhellungen sichtbar.
Unter lichtverschmutztem Stadthimmel profitierst du von einem UHC- oder OIII-Filter, der den Kontrast von Nebeln verbessert. Für die besten Deep-Sky-Ergebnisse lohnt sich die Fahrt an einen dunklen Beobachtungsplatz.
Optische Schwächen
Als Newton-Reflektor zeigt das Teleskop Koma am Bildrand, die bei schnellem Öffnungsverhältnis deutlicher ausfällt. Ein Komakorrektor schafft Abhilfe. Chromatische Aberration gibt es bauartbedingt nicht, dafür erzeugen die Fangspiegelstreben bei hellen Sternen Spikes.
In der Praxis stören diese Schwächen bei moderaten Vergrößerungen kaum. Kein Teleskop ist perfekt, und die Stärken überwiegen die Schwächen deutlich.
| Okular | Vergrößerung | Gesichtsfeld | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| 25mm (empfohlen) | 30x | 1.7° | Übersicht, Deep-Sky |
| 10mm (empfohlen) | 75x | 0.7° | Übersicht, helle DSO |
| 6mm Goldline (empfohlen) | 125x | 0.4° | Planetendetails |
Astrofotografie-Eignung
Für Smartphone-Fotografie durchs Okular ist das N 150/750 StarSense Explorer DOB geeignet. Der Mond gelingt auf Anhieb. Planetenfotografie mit einer dedizierten Kamera funktioniert gut.
Deep-Sky-Fotografie ist mit der azimutalen Montierung eingeschränkt, da Bildfelddrehung bei Langzeitbelichtungen auftritt. Mehr zum Einstieg in die Astrofotografie findest du in meinem Ratgeber.
Benutzerfreundlichkeit
Vom Auspacken zum ersten Objekt vergehen etwa 10 Minuten. Davon entfallen zwei Minuten auf das Zusammenstecken von Rockerbox und Tubus. Der Aufbau ist unkompliziert und gelingt auch Anfängern.
Für Anfänger ist die Lernkurve flach - das Teleskop verzeiht Fehler. Das Aufsuchen von Objekten am Himmel ist anfangs die größte Herausforderung. Eine drehbare Sternkarte oder eine App wie Stellarium hilft dabei. Nach den ersten drei Beobachtungsnächten sitzt die Routine.
Kollimation ist bei diesem Newton gelegentlich nötig, besonders nach dem Transport. Die Justage dauert mit einem Kollimationsokular etwa fünf Minuten. Das sollte dich als Einsteiger nicht abschrecken.
Transport und Portabilität
Das N 150/750 StarSense Explorer DOB wiegt 7,3 kg und ist damit noch handlich genug für den mobilen Einsatz. In einen normalen PKW-Kofferraum passt es problemlos. Für mobile Beobachtung an dunklen Standorten ist das Teleskop geeignet.
Der Tubus braucht entsprechend Platz im Auto. Für Flugreisen brauchst du einen stabilen Transportkoffer. Für stationären Einsatz oder den Garten ist es ideal.
Zubehör und Upgrade-Potenzial
Die mitgelieferten Okulare (25mm Kellner-Okular und 10mm Kellner-Okular) sind ordentliche Qualität und decken die wichtigsten Bereiche ab. Ein Planetenokular mit kurzer Brennweite ist die erste sinnvolle Ergänzung.
| Zubehör | Warum sinnvoll | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| 6mm Goldline-Okular | 125x für Planetendetails bei gutem Seeing | 40 Euro |
| Mondfilter ND 0.9 | Blendfrei am Vollmond beobachten | 20 Euro |
| UHC-Filter | Mehr Kontrast an Emissionsnebeln | 50 Euro |
| Komakorrektor | Scharfe Sterne bis zum Bildrand | 150 Euro |
| Kollimationsokular | Präzise Spiegeljustage | 25 Euro |
Der Okularanschluss ist standardisiert und kompatibel mit gängigem Zubehör. Das Upgrade-Potenzial ist hoch: Mit optionalem GoTo-Kit und besseren Okularen wächst das System mit deinen Ansprüchen. Dieses Teleskop ist kein Wegwerfprodukt, sondern eine Basis für jahrelange Nutzung.
Für wen ist das N 150/750 StarSense Explorer DOB?
Gedacht ist das Teleskop für Anfänger bis Fortgeschrittene, die ein solides Instrument ohne Kompromisse bei der Optik wollen. 150mm Öffnung zum Preis von 719 Euro ist ein faires Angebot.
Die Newton-Beratung hilft dir, Alternativen in der gleichen Preisklasse zu vergleichen. Wer GoTo-Komfort will, muss in der Regel mehr investieren.
Kauf es, wenn du ein solides Teleskop mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis willst. Kauf es nicht, wenn du mehr Öffnung in dieser Preisklasse erwartest.
Alternativen im Vergleich
In der Preisklasse des N 150/750 StarSense Explorer DOB gibt es einige naheliegende Alternativen mit anderen Schwerpunkten.
| Modell | Öffnung | Bauart | Preis | Stärke |
|---|---|---|---|---|
| Celestron N 150/750 StarSense Explorer DOB | 150 mm | Newton-Reflektor | 719 Euro | Unser Testmodell |
| Omegon ProDob N 254/1250 DOB II mit Radiant | 254 mm | Newton-Reflektor | 789 Euro | Mehr Öffnung |
| Skywatcher N 250/1000 Quattro-250P | 250 mm | Newton-Reflektor | 789 Euro | Mehr Öffnung |
| Omegon Pro Astrograph 254/1016 | 254 mm | Newton-Reflektor | 819 Euro | Mehr Öffnung |
Das Omegon ProDob N 254/1250 DOB II mit Radiant bietet 254mm Öffnung für 789 Euro und sammelt damit mehr Licht als unser Testmodell. Wähle es, wenn du mehr Öffnung als 150mm brauchst.
Das Skywatcher N 250/1000 Quattro-250P bietet 250mm Öffnung für 789 Euro und sammelt damit mehr Licht als unser Testmodell. Wähle es, wenn du mehr Öffnung als 150mm brauchst.
Das Omegon Pro Astrograph 254/1016 bietet 254mm Öffnung für 819 Euro und sammelt damit mehr Licht als unser Testmodell. Wähle es, wenn du mehr Öffnung als 150mm brauchst.
Preis-Leistungs-Bewertung
Für 719 Euro bekommst du einen solide verarbeiteten Newton-Reflektor mit 150mm Öffnung. Das ist angemessen und dem Gegenwert entsprechend.
Was den Preis rechtfertigt, ist das komplette Paket aus Tubus, Montierung und Zubehör. Günstiger bekommst du weniger Öffnung oder schlechtere Verarbeitung. Für mehr Geld wächst du in größere Öffnungen und stabilere Montierungen.
Stärken und Schwächen
Das N 150/750 StarSense Explorer DOB punktet beim Einstieg in die Astronomie und zeigt klare Grenzen bei dem Preis.
Stärken:
- 150mm Öffnung für die Preisklasse um 719 Euro
- Dobson-Einfachheit: Aufbauen und losbeobachten
- Solide Verarbeitung für die Preisklasse
Schwächen:
- Preis erfordert ernsthaftes Interesse an der Astronomie
- Azimutale Montierung limitiert Astrofotografie
- Regelmäßige Kollimation nötig
Mein Fazit zum Celestron N 150/750 StarSense Explorer DOB
Das Celestron N 150/750 StarSense Explorer DOB ist ein solider Allrounder, der mehr bietet als der Preis vermuten lässt. Ich empfehle es jedem, der einen soliden Start in die Astronomie sucht.
Für Einsteiger ist das N 150/750 StarSense Explorer DOB eine klare Empfehlung.
Häufige Fragen zum Celestron N 150/750 StarSense Explorer DOB
Die häufigsten Fragen zum N 150/750 StarSense Explorer DOB drehen sich um Eignung, Zubehör und Beobachtungsmöglichkeiten. Hier die Antworten.
Lohnt sich das N 150/750 StarSense Explorer DOB für Einsteiger?
Ja, das N 150/750 StarSense Explorer DOB ist ein solides Einsteigerteleskop. Die Bedienung ist unkompliziert und du brauchst kein Vorwissen. Du lernst dabei den Himmel von Grund auf kennen. In der Preisklasse um 719 Euro bekommst du viel Teleskop für dein Geld. Mehr dazu unter Benutzerfreundlichkeit.
Was kann ich mit dem N 150/750 StarSense Explorer DOB beobachten?
Mit 150mm Öffnung sammelt das N 150/750 StarSense Explorer DOB 459x mehr Licht als dein bloßes Auge. Jupiter zeigt Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck, Saturn die Cassini-Teilung. Kugelsternhaufen und helle Galaxien sind gut sichtbar. Die Details stehen unter optische Leistung.
Welches Zubehör sollte ich zum N 150/750 StarSense Explorer DOB dazukaufen?
Die mitgelieferten Okulare reichen für den Einstieg. Ein Planetenokular (6-10mm) und ein Mondfilter sind die sinnvollsten Ergänzungen. Für Deep Sky empfehle ich einen UHC-Filter. Alle Empfehlungen findest du in der Zubehörtabelle.
Wo kann ich das N 150/750 StarSense Explorer DOB am günstigsten kaufen?
Das N 150/750 StarSense Explorer DOB kostet aktuell 719 Euro bei astroshop.de. Astroshop bietet Fachberatung und legt ein Einsteiger-Handbuch bei. Die Preise schwanken bei Teleskopen dieser Klasse wenig zwischen den Händlern. Mehr im Abschnitt Preis-Leistungs-Bewertung.
Braucht das N 150/750 StarSense Explorer DOB regelmäßig Kollimation?
Ja, als Newton-Reflektor muss das N 150/750 StarSense Explorer DOB gelegentlich kollimiert werden. Nach dem Transport verschiebt sich der Fangspiegel manchmal leicht. Die Justage dauert mit einem Kollimationsokular etwa fünf Minuten und ist kein Hexenwerk. Ich empfehle dir, vor jeder Beobachtungsnacht kurz zu prüfen, ob der Fangspiegel noch zentriert ist. Mit etwas Übung wird das zur Routine.
Passt das N 150/750 StarSense Explorer DOB auf den Balkon?
Das hängt von deinem Balkon ab. Das Teleskop braucht kein Stativ und steht direkt auf der Rockerbox. Auf einem typischen Stadtbalkon funktioniert es, solange du genug Platz zum Schwenken hast. Bedenke allerdings, dass die Himmelsabdeckung von einem Balkon aus eingeschränkt ist und Hauswände die Sicht blockieren.