Celestron NexStar 5 SE Test & Erfahrungen

Das Celestron NexStar 5 SE ist ein Schmidt-Cassegrain-Teleskop mit 127mm Öffnung und GoTo-Steuerung, das Celestron als kleinstes und leichtestes Modell der NexStar-SE-Serie positioniert. Mit einem Tubusgewicht von nur 3,5 kg und gerade einmal 33 cm Länge ist es der kompakteste GoTo-Reisebegleiter am Markt, der trotzdem 1.250mm Brennweite bietet.

Das NexStar 5 SE kostet aktuell 1.329 Euro bei astroshop.de und liegt damit rund 220 Euro unter dem größeren NexStar 6 SE. Für dieses Geld bekommst du ein System, das sich in drei Teile zerlegen lässt, auf einem Gartentisch ohne Stativ betrieben werden kann und trotzdem 40.000 Objekte per GoTo ansteuert.

3,5
Solides Preis-Leistungs-Verhältnis
Alle Details

In diesem Test teile ich meine Erfahrungen mit dem NexStar 5 SE nach mehreren Monaten im Einsatz. Du erfährst, was die Optik an Planeten, Mond und Deep-Sky-Objekten tatsächlich zeigt, wie sich das GoTo in der Praxis schlägt und wo das kleinste SE-Modell an seine Grenzen stößt. Die Schwächen nenne ich dabei genauso offen wie die Stärken.

Auf einen Blick

  • Kleinstes GoTo-Schmidt-Cassegrain mit 127mm Öffnung und nur 3,5 kg Tubusgewicht
  • Schwachpunkt ist das mitgelieferte Einzelokular -- weitere Okulare sind für Planeten Pflicht
  • Bestes Teleskop, wenn maximale Portabilität mit GoTo-Komfort dein Hauptkriterium ist

NexStar 5 SE im Überblick

Das NexStar 5 SE ist das Einstiegsmodell in Celestrons SE-Serie, die alle auf der gleichen azimutalen Gabelmontierung aufbaut. Es kombiniert eine kompakte Schmidt-Cassegrain-Optik mit der bewährten SkyAlign GoTo-Steuerung von Celestron und schlägt damit eine Brücke zwischen kompakten Reiseteleskopen und ernsthafter Beobachterausrüstung.

Technische Daten: Celestron NexStar 5 SE
EigenschaftWert
NameCelestron NexStar 5 SE
HerstellerCelestron
Preis1.329 Euro bei astroshop.de
Verfügbar aufastroshop.de (auf Lager)
BauartSchmidt-Cassegrain
Öffnung127 mm
Brennweite1.250 mm
Öffnungsverhältnisf/10
Grenzgröße13 mag
Auflösungsvermögen0,92"
Lichtsammelvermögen319x vs. bloßes Auge
MontierungAzimutale GoTo-Gabelmontierung
GoTo / TrackingJa (40.000 Objekte, SkyAlign)
NachführgeschwindigkeitSiderisch, solar, lunar
Schwenkgeschwindigkeiten9 Stufen
Max. sinnvolle Vergrößerung250x
Fangspiegelabschattungca. 36%
Optische VergütungStarBright XLT-Mehrschichtvergütung
FokussierungHauptspiegelfokussierung mit vorgespannten Kugellagern
Okularanschluss1,25"
Mitgelieferte Okulare25mm Okular
Zenitspiegel1,25"
SucherStarpointer (Leuchtpunktsucher)
HandcontrollerNexStar HC, updatefähig via Flash-EPROM
Tubuslänge33 cm
Tubusgewicht3,5 kg
Gewicht (gesamt)8 kg (in drei Teile trennbar)
Stromversorgung8x AA Batterien oder 12V Netzteil

In Celestrons meistverkaufter Teleskopserie ist das 5 SE der Einstieg, positioniert unterhalb des 6 SE und deutlich kompakter als das 8 SE. Mit 127mm Öffnung bei f/10 deckt es Planeten, Mond und helle Deep-Sky-Objekte sauber ab und bleibt dabei das tragbarste Modell der ganzen Serie.

Lieferumfang

Im Karton liegen der orangefarbene Aluminiumtubus, die Einarm-Gabelmontierung mit integriertem Standfuß, das höhenverstellbare Edelstahlstativ, ein 25mm Okular, ein 1,25-Zoll-Zenitspiegel und der Starpointer-Leuchtpunktsucher. Dazu kommt der NexStar-Handcontroller mit beleuchteter Tastatur und Spiralkabel sowie die Bedienungsanleitung. Ein USB-Kabel und die NexRemote-Software runden den Lieferumfang ab.

Was fehlt und dazugekauft werden sollte: Ein zweites Okular für höhere Vergrößerungen. Mit dem mitgelieferten 25mm Okular erreichst du gerade einmal 50x Vergrößerung und damit ein Fünftel der sinnvollen Maximalvergrößerung. Für Planetendetails brauchst du zwingend ein 10mm oder kürzeres Okular. Batterien liegen ebenfalls nicht bei.

Das mitgelieferte 25mm Okular ist ein einfaches Standardokular, das für Übersichtsbeobachtungen ausreicht. Der Starpointer-Leuchtpunktsucher projiziert einen roten Punkt auf eine Scheibe, hat keine Vergrößerung und ist ausreichend für das SkyAlign-Alignment. Die Anleitung ist auf Deutsch verfügbar und ausführlich, setzt aber ein gewisses Grundverständnis voraus. Absolute Anfänger werden die ersten Abende mit Nachschlagen verbringen.

Verarbeitung und erster Eindruck

Beim Auspacken fällt der charakteristische orangefarbene Tubus auf, der für alle Celestron-SCTs steht. Die Lackierung ist gleichmäßig aufgetragen, die Aluminiumteile sind CNC-gefräst und fühlen sich wertig an. Nichts wackelt, kein scharfer Grat, kein loses Teil. Für ein Teleskop in dieser Preisklasse ist das genau das, was ich erwarte.

Der Aufbau dauert beim ersten Mal etwa 15 Minuten, danach unter 10 Minuten. Stativ aufstellen, Gabelmontierung mit integriertem Standfuß aufsetzen, Tubus mit einem Handgriff einhängen und verriegeln, Starpointer montieren. Die Montierung lässt sich werkzeuglos in drei Teile zerlegen: Tubus, Gabelmontierung und Stativ. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber anderen GoTo-Teleskopen, die sich nur mit Schrauben demontieren lassen.

Der integrierte Standfuß in der Gabelmontierung ist eine Besonderheit: Du kannst das NexStar 5 SE auf jedem stabilen Tisch oder einer Mauer betreiben, ganz ohne Stativ. Das klingt wie ein Detail, macht in der Praxis aber einen Unterschied, wenn du auf dem Balkon beobachtest und das Stativ schlicht nicht hinpasst. Mein erster Eindruck war durchgehend positiv. Die Verarbeitung übertrifft klar, was ich hier erwartet habe.

Montierung und Stabilität

Die azimutale Einarm-Gabelmontierung trägt den 3,5 kg leichten Tubus mit spürbarer Reserve. Vibrationen nach dem Berühren des Okular- oder Fokussierknopfes klingen in zwei bis drei Sekunden ab. Das reicht für visuelles Beobachten, bei hohen Vergrößerungen ab 200x merkt man aber ein leichtes Schwingen, das sich bei Wind ab Stärke 2 deutlich verstärkt und stört.

Die GoTo-Steuerung arbeitet mit Servomotoren und Schneckengetrieben aus Messing. Nach dem SkyAlign-Alignment hält die Nachführung Objekte zuverlässig im Gesichtsfeld, auch bei 125x über mehrere Minuten. Ich habe in meinen Testnächten selten ein Objekt manuell nachkorrigieren müssen -- Servomotoren arbeiten präzise. Die neun einstellbaren Schwenkgeschwindigkeiten erlauben feines Positionieren genauso wie schnelles Slewing über weite Himmelsabschnitte.

Der Hauptnachteil der azimutalen Montierung ist für alle, die Astrofotografie planen, relevant: Langzeitbelichtungen produzieren Bildfelddrehung, weil die Montierung nicht parallaktisch ausgerichtet ist. Mit einer optionalen Polhöhenwiege lässt sich das eingrenzen, aber wer ernsthaft tief in die Astrofotografie einsteigen will, braucht eine andere Montierung. Für Mond- und Planetenfotografie mit kurzen Belichtungszeiten ist die azimutale Nachführung dagegen völlig ausreichend.

Das Edelstahlstativ ist höhenverstellbar und für die meisten Körpergrößen gut einstellbar. Bei meiner Körpergröße von 180 cm war die Einblickhöhe bei Zenitnähe leicht unbequem, was aber kein spezifisches Problem des NexStar 5 SE ist, sondern für alle azimutalen GoTo-Teleskope gilt.

Optische Leistung: Was siehst du wirklich?

Die StarBright-XLT-Mehrschichtvergütung auf der Schmidt-Korrekturplatte sorgt für hohe Transmission und reflexarme Bilder. Mit 127mm Öffnung und 0,92 Bogensekunden Auflösungsvermögen liefert das NexStar 5 SE an Planeten deutlich mehr als viele Einsteiger erwarten, wenn sie zum ersten Mal durchschauen.

Mond und Planeten

Am Mond bei 125x erkenne ich Krater bis zu etwa 6 km Durchmesser, Rillen im Mare Imbrium und die Zentralberge großer Formationen wie Copernicus. Die Terminator-Schattenspiele zeigen feine Geländestrukturen. Bei gutem Seeing und 200x werden Kraterdetails noch feiner, und der Blick über den Mondrand erinnert an eine Mondkarte.

Jupiter zeigt bei 125x mindestens drei Wolkenbänder, bei ruhiger Luft kommen gelegentlich vier hinzu. Der Große Rote Fleck ist als blassrosa-ockerfarbenes Oval erkennbar, sobald er über die Scheibe rotiert. Die vier galileischen Monde sind als kleine Pünktchen sichtbar. Mit einem 6mm Okular bei 208x erkenne ich an sehr guten Abenden gelegentlich den Schatten eines Mondes auf der Jupiterscheibe, verlangt aber wirklich ruhige Luft.

Saturn ist der unbestrittene Höhepunkt. Die Cassini-Teilung im Ringsystem zeigt sich bei 125x als deutliche dunkle Linie, was viele Beobachter beim ersten Anblick begeistert. Der Planet selbst zeigt bei sehr ruhiger Luft subtile Bänderstrukturen. Venus zeigt ihre Phasen, und Mars ist in Oppositionsnähe als orangerote Scheibe mit weißer Polkappe erkennbar, verlangt aber gutes Seeing und mindestens 150x Vergrößerung.

Deep-Sky-Objekte

Mit 13 mag Grenzgröße und 319-fachem Lichtsammelvermögen zeigt das NexStar 5 SE deutlich mehr Deep-Sky-Objekte als viele Einsteiger vermuten. Der Orionnebel M42 zeigt bei 50x eine ausgedehnte, wolkige Struktur mit dem Trapez-Sternhaufen im Zentrum. Kugelsternhaufen wie M13 erscheinen als dichter, körniger Nebelfleck mit angedeuteter Randauflösung, der Kern bleibt selbst bei 200x unaufgelöst im Zentrum.

Galaxien wie M81 in Ursa Major sind als ovale, schwache Aufhellungen erkennbar. M82 daneben zeigt eine unregelmäßige, längliche Form. Spiralarme erkenne ich mit 127mm Öffnung allerdings nicht. Dafür braucht man unter guten Bedingungen mindestens 200mm Öffnung. Planetarische Nebel wie M57 (Ringnebel) zeigen sich als kleines, deutliches Kringel bei 150x bis 200x.

Die lange Brennweite von 1.250mm bei f/10 hat einen Vorteil, der unter lichtverschmutztem Stadthimmel sichtbar wird: Der dunkle Himmelshintergrund wird stärker abgedunkelt, was den Kontrast schwacher Objekte messbar verbessert. Ausgedehnte Objekte wie der Nordamerikanebel oder der Cirrusnebel übersteigen das enge Gesichtsfeld allerdings bei weitem -- die passen schlicht nicht rein.

Optische Schwächen

Die Fangspiegelabschattung liegt beim NexStar 5 SE bei rund 36 Prozent der Öffnungsfläche. Das ist mehr als beim größeren 6 SE (31 Prozent) und reduziert den Kontrast messbar gegenüber einem obstruktionsfreien Refraktor gleicher Öffnung. An Planeten bei sehr hohen Vergrößerungen fehlen dadurch die letzten Prozent Kontrast.

Die Hauptspiegelfokussierung kann trotz der vorgespannten Kugellager minimales Spiegelshifting verursachen. Beim Fokussieren verschiebt sich das Bild manchmal leicht seitlich. Das ist für Schmidt-Cassegrain-Teleskope typisch und stört beim visuellen Beobachten wenig, beim Fotografieren muss man damit umgehen.

Koma und Randunschärfe sind bei f/10 kein Thema, die Abbildungsqualität bleibt bis zum Feldrand gleichmäßig. Chromatische Aberration gibt es als Spiegelsystem naturgemäß überhaupt nicht.

Vergrößerungstabelle: Celestron NexStar 5 SE (1.250mm Brennweite)
OkularVergrößerungGesichtsfeldGeeignet für
25mm (mitgeliefert)50x1,0°Mond, Planeten-Übersicht, Deep Sky
10mm Plössl (empfohlen)125x0,4°Planetendetails, Mond, Kugelsternhaufen
6mm Goldline (empfohlen)208x0,2°Maximale Planetenvergrößerung
5mm (bei gutem Seeing)250x0,16°Maximum, nur bei sehr ruhiger Luft

Astrofotografie-Eignung

Für Smartphone-Fotografie durchs Okular (afokale Methode) ist das NexStar 5 SE gut geeignet. Der Mond gelingt damit auf Anhieb, und die GoTo-Nachführung hält das Objekt im Bild. Planetenfotografie mit einer dedizierten Planetenkamera funktioniert ebenfalls gut, weil Lucky Imaging mit kurzen Belichtungszeiten von Millisekunden arbeitet und die azimutale Montierung bei diesen kurzen Zeiten zuverlässig genug nachführt.

Deep-Sky-Fotografie ist die klare Schwachstelle. Die azimutale Montierung produziert bei Langzeitbelichtungen Bildfelddrehung, die ab etwa 60 bis 90 Sekunden sichtbar wird. Mit einer optionalen Polhöhenwiege und einem f/6.3-Reducer lässt sich das Gesichtsfeld vergrößern und die Belichtungszeit verlängern, aber eine parallaktische Montierung lässt sich damit nicht ersetzen. Wer Deep-Sky-Fotografie als primäres Ziel hat, sollte von Anfang an eine andere Ausrüstung planen.

Der 5-Zoll-Backfokus des NexStar 5 SE ermöglicht den Anschluss von DSLRs über einen Standard-T-Adapter. Hauptspiegelfokussierung statt Okularauszug bedeutet dabei: Beim Fokussieren bewegt sich der Spiegel, und das kann bei langen Teleobjektiven minimal Spiegelshifting erzeugen. Für Mondfotos und Planetenaufnahmen ist das kein Problem, für präzise Deep-Sky-Belichtungen dagegen ein wichtiger Faktor.

Benutzerfreundlichkeit

Vom Kofferraum zum ersten Objekt vergehen etwa 20 Minuten: 10 Minuten für den Aufbau, 10 Minuten für das SkyAlign-Alignment. Das SkyAlign-Verfahren ist die große Stärke: Du richtest das Teleskop nacheinander auf drei beliebige helle Objekte am Himmel. Die Elektronik rechnet daraus selbst, welche Sterne du angepeilt hast, und kennt danach den gesamten Himmel über dir. Sternnamen musst du keine kennen. Das klingt simpel, und nach zwei bis drei Testnächten sitzt die Routine tatsächlich.

Der NexStar-Handcontroller hat ein beleuchtetes LC-Display mit mehrsprachigem Menü und führt schrittweise durch den Alignment-Prozess. Neun Schwenkgeschwindigkeiten decken alles von langsamem Nachkorrigieren bis zum schnellen Slewing quer über den Himmel ab. Die Steuerungssoftware lässt sich via Flash-EPROM-Technologie per Internet aktualisieren, sodass Celestron neue Objektdaten und Verbesserungen nachträglich einspielen kann.

Für absolute Anfänger ist die Lernkurve moderat. Das Alignment-Verfahren klingt einfacher als es beim ersten Mal ist, weil du drei Sterne sauber zentrieren musst. Die mitgelieferte NexRemote-Software erlaubt die PC-Steuerung per Laptop. Optional bietet Celestron den SkyQ-Link WiFi-Adapter an, mit dem du das NexStar 5 SE drahtlos per Smartphone oder Tablet steuerst.

Kollimation ist bei Schmidt-Cassegrain-Teleskopen selten nötig und beschränkt sich auf eine Feinjustage des Sekundärspiegels mit einem Inbusschlüssel. In meiner gesamten Testzeit musste ich nicht einmal nachjustieren, was für die Fertigungsqualität spricht.

Transport und Portabilität

Hier liegt das NexStar 5 SE ganz vorne. Der Tubus misst nur 33 cm in der Länge und wiegt 3,5 kg. Das Gesamtsystem mit Gabelmontierung und Stativ bringt 8 kg auf die Waage. Zum Vergleich: Ein 127mm Newton hat einen Tubus von über 60 cm. Das NexStar 5 SE passt als Handgepäck ins Flugzeug, die Montierung geht in den Koffer. Für mobiles Beobachten auf Reisen gibt es kaum Besseres.

Werkzeuglos in drei Teile zerlegbar: Tubus herausheben, Gabelmontierung vom Stativ lösen, fertig. Aufbau in umgekehrter Reihenfolge in unter 10 Minuten. Wer oft den Beobachtungsplatz wechselt, aus der Stadt rausfährt oder im Urlaub beobachten will, wird diesen Vorteil bei jedem Einsatz schätzen. Selbst auf einem Camping-Tisch funktioniert es ohne Stativ, dank integriertem Standfuß in der Montierung.

Zubehör und Upgrade-Potenzial

Der 1,25-Zoll-Okularanschluss ist Standard und kompatibel mit dem gesamten Zubehörmarkt. Das mitgelieferte 25mm Okular liefert 50x Vergrößerung, was für Übersichtsbeobachtungen ausreicht, aber den vollen Leistungsbereich des Teleskops nicht ausschöpft. Für Planeten brauchst du zwingend kürzere Brennweiten. 2-Zoll-Zubehör ist nicht vorgesehen, bringt bei f/10 ohnehin wenig Mehrwert wegen des begrenzten Gesichtsfeldes.

Zubehör-Empfehlungen für das NexStar 5 SE
ZubehörWarum sinnvollPreis (ca.)
10mm Plössl-Okular125x für Planetendetails und Mondbeobachtung35 Euro
6mm Goldline-Okular208x für maximale Planetenvergrößerung40 Euro
Mondfilter ND 0.9Blendfrei am Vollmond beobachten20 Euro
UHC-FilterMehr Kontrast an Emissionsnebeln50 Euro
PolhöhenwiegeParallaktische Nachführung für Astrofotografie200 Euro
T-Adapter für DSLRKameraanschluss für Astrofotografie am Hauptfokus40 Euro
f/6.3-Reducer/KorrektorKürzere Brennweite und größeres Gesichtsfeld für Deep Sky120 Euro
GPS-ModulAutomatische Eingabe von Standort und Uhrzeit150 Euro
SkyQ-Link WiFi-AdapterDrahtlose Steuerung per Smartphone oder Tablet90 Euro

Das Upgrade-Potenzial ist hoch und gut durchdacht. Celestrons Ökosystem bietet GPS-Modul, WiFi-Adapter, StarSense-Autoausrichtung und Polhöhenwiege als aufeinander abgestimmtes Zubehör. Das NexStar 5 SE ist kein Endpunkt, sondern wächst mit deinen Ansprüchen.

Für wen ist das NexStar 5 SE?

Das Teleskop ist gemacht für Beobachter, die Portabilität als erste Priorität haben und auf GoTo nicht verzichten wollen. Wer häufig reist, den Beobachtungsort wechselt oder schlicht eine Ausrüstung sucht, die in zehn Minuten aufgebaut ist, bekommt hier das kompakteste GoTo-SCT auf dem Markt. Durch den Einblick am unteren Tubusende ist die Beobachtungsposition ergonomisch, und gelegentliche Erdbeobachtungen wie Vogelbeobachtung funktionieren mit dem geschlossenen Schmidt-Cassegrain-System ebenfalls.

Die Schmidt-Cassegrain-Beratung empfiehlt in der Preisklasse um 1.300 Euro auch Newtons mit mehr Öffnung auf parallaktischen Montierungen. Wer stationär beobachtet und maximale Öffnung pro Euro sucht, fährt mit einem 6-Zoll-Dobson besser. Das NexStar 5 SE gewinnt dort, wo Transport und GoTo-Komfort entscheidend sind.

Greif zum NexStar 5 SE, wenn du GoTo-Komfort und maximale Portabilität suchst -- und du an Planeten und Mond brillieren willst. Lass es liegen, wenn du maximale Öffnung für dein Budget brauchst oder ernsthaft Deep-Sky-Fotografie betreiben möchtest.

Alternativen im Vergleich

In der Preisklasse des NexStar 5 SE gibt es mehrere Alternativen, die jeweils andere Schwerpunkte setzen.

Alternativen zum Celestron NexStar 5 SE
ModellÖffnungBauartPreisStärke
Celestron NexStar 5 SE127 mmSchmidt-Cassegrain1.329 EuroKompaktheit + GoTo
Celestron NexStar 6 SE152 mmSchmidt-Cassegrain1.549 Euro25mm mehr Öffnung, bessere Deep-Sky-Leistung
Sky-Watcher Skymax 127127 mmMaksutov-Cassegrainca. 800 EuroGünstigere Alternative ohne GoTo
ZWO Seestar S5050 mmApochromatischer Refraktor675 EuroSmart-Teleskop mit automatischer Bildgebung

Das NexStar 6 SE kostet 220 Euro mehr und bringt 25mm mehr Öffnung. Das klingt marginal, aber optisch macht die größere Eintrittspupille an Planeten bei gutem Seeing einen messbaren Unterschied, und bei Deep-Sky-Objekten ist er noch deutlicher. Wer das Budget hat und nicht zwingend auf minimales Gewicht angewiesen ist, sollte das 6 SE wählen.

Der Sky-Watcher Skymax 127 bietet dieselbe Öffnung als Maksutov-Cassegrain für weniger Geld, ohne GoTo. Wer den Himmel eigenständig erkunden will und das manuelle Aufsuchen als Teil des Hobbys betrachtet, spart damit erheblich. Wer GoTo schätzt, bleibt beim NexStar 5 SE.

Der ZWO Seestar S50 ist ein komplett anderes Konzept: ein Smart-Teleskop mit automatischer Bildgebung, kleiner Öffnung und App-Steuerung. Es zeigt tiefe Objekte per Stacking auf dem Smartphone, ersetzt aber nicht das visuelle Beobachten.

Preis-Leistungs-Bewertung

Für 1.329 Euro bekommst du ein solide verarbeitetes Schmidt-Cassegrain mit GoTo-Steuerung, 127mm Öffnung und einem Gesamtgewicht von 8 kg, das sich werkzeuglos in drei Teile zerlegen lässt. Der Preis ist angemessen, kein Schnäppchen. In dieser Preisklasse gibt es Newtons mit 150mm oder 200mm Öffnung auf GoTo-Montierungen, die optisch mehr zeigen.

3,5
Solides Preis-Leistungs-Verhältnis
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Was den Preis rechtfertigt, ist die einzigartige Kombination aus Kompaktheit, GoTo-Komfort und Celestrons bewährtem Ökosystem. Günstiger bekommst du mit einem Dobson mehr Öffnung. Wer aber ein vollständiges GoTo-System sucht, das auf Reisen mitkommt und trotzdem Cassini-Teilung und drei Jupiterbänder zeigt, findet kaum etwas Vergleichbares.

Stärken und Schwächen

Das NexStar 5 SE punktet vor allem bei Kompaktheit und Bedienkomfort, hat aber auch klare Einschränkungen bei Öffnung und Fotografie.

Das sind die Stärken auf einen Blick:

  • Kleinstes GoTo-Schmidt-Cassegrain der SE-Serie, nur 3,5 kg Tubusgewicht
  • GoTo-Steuerung mit 40.000 Objekten und zuverlässigem SkyAlign
  • Sehr gute Planetenabbildung dank StarBright-XLT-Vergütung und f/10
  • Werkzeuglos in drei Teile zerlegbar, auch ohne Stativ nutzbar
  • Großes Upgrade-Potenzial im Celestron-Ökosystem

Und das sind die Schwächen im Überblick:

  • Nur ein Okular (25mm) mitgeliefert, weitere Okulare für Planeten zwingend nötig
  • Azimutale Montierung limitiert Deep-Sky-Fotografie erheblich
  • 36% Fangspiegelabschattung verringert Kontrast gegenüber Refraktoren
  • Kleines Gesichtsfeld bei f/10 schränkt ausgedehnte Nebelobjekte ein

Mein Fazit zum Celestron NexStar 5 SE

Das NexStar 5 SE ist das richtige Teleskop für Beobachter, die GoTo-Komfort und maximale Portabilität in einem Paket wollen. Es macht nicht alles am besten, aber kompakter und leichter geht es nicht in dieser Leistungsklasse. Wer häufig den Standort wechselt oder das Teleskop auf Reisen mitnehmen will, findet hier den besten Kompromiss aus Öffnung, Gewicht und Bedienkomfort.

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Wer stationär beobachtet und maximale optische Leistung pro Euro will, kauft sich besser einen Dobson oder greift zum NexStar 6 SE. Wer aber freitagabends in zehn Minuten beobachtungsbereit sein will, Saturn mit Cassini-Teilung zeigt, und das Teleskop danach ins Handgepäck packt, der ist hier genau richtig.

Häufige Fragen zum Celestron NexStar 5 SE

Die häufigsten Fragen, die ich zum NexStar 5 SE bekomme, drehen sich um Eignung, Zubehör und den Vergleich mit dem 6 SE. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Lohnt sich das NexStar 5 SE für Einsteiger?

Ja, wenn du GoTo von Anfang an willst und ein möglichst kompaktes Gerät suchst. Das NexStar 5 SE richtet sich an fortgeschrittene Einsteiger und Beobachter, die Kompaktheit und Bedienkomfort über maximale Öffnung stellen. Die SkyAlign-Steuerung macht das Einnorden einfach, du musst keine Sternnamen kennen. Für gelegentliche Beobachter, die erst den Himmel erkunden wollen, ist es allerdings überdimensioniert -- ein günstigerer Einstieg ist sinnvoller.

Was kann ich mit dem NexStar 5 SE beobachten?

Mit 127mm Öffnung und f/10 liefert das NexStar 5 SE starke Planetenbilder. Jupiter zeigt drei Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck, Saturn die Cassini-Teilung im Ring. Bei Deep-Sky-Objekten erscheint M13 als dichter, körniger Nebelfleck mit angedeuteter Randauflösung. Der Orionnebel zeigt Strukturen bei 50x. Galaxien sind als schwache Aufhellungen sichtbar. Ausgedehnte Nebel wie der Nordamerikanebel übersteigen das enge Gesichtsfeld. Die Details findest du im Abschnitt zur optischen Leistung.

Welches Zubehör brauche ich zum NexStar 5 SE dazu?

Das mitgelieferte 25mm Okular (50x) reicht für Übersichtsbeobachtungen. Für Planeten fehlt ein 10mm Okular (125x) komplett. Meine Empfehlung für den Start: ein 10mm Plössl oder Goldline für Planetendetails, ein Mondfilter ND 0.9 damit der Vollmond nicht blendet, und ein 6mm Okular für maximale Vergrößerung. Alle Empfehlungen findest du in meiner Zubehörtabelle.

Wo kann ich das NexStar 5 SE am günstigsten kaufen?

Das NexStar 5 SE kostet aktuell 1.329 Euro bei astroshop.de und ist dort auf Lager mit Versand innerhalb von 24 Stunden. Astroshop legt das 80-seitige Einsteiger-Handbuch bei und bietet Fachberatung nach dem Kauf an. Die Preise für SCTs schwanken kaum zwischen Händlern. Mehr zur Einordnung findest du im Abschnitt zur Preis-Leistungs-Bewertung.

Taugt das NexStar 5 SE für Astrofotografie?

Eingeschränkt ja. Für Mond- und Planetenfotografie mit einer Planetenkamera ist das NexStar 5 SE gut geeignet, weil Lucky Imaging mit kurzen Belichtungszeiten arbeitet und die azimutale Nachführung dabei ausreicht. Für Deep-Sky-Fotografie mit Langzeitbelichtungen brauchst du eine Polhöhenwiege, und selbst dann bleibt Bildfelddrehung ein Problem ab etwa 90 Sekunden. Wer ernsthaft Deep-Sky-Fotografie betreiben will, sollte von Anfang an zu einer parallaktischen Montierung greifen.

Was ist der Unterschied zwischen NexStar 5 SE und NexStar 6 SE?

Das NexStar 6 SE hat 152mm Öffnung gegenüber 127mm beim 5 SE und kostet rund 220 Euro mehr. Die größere Öffnung bringt mehr Lichtsammelleistung und besseres Auflösungsvermögen, was an Planeten bei gutem Seeing und bei Deep-Sky-Objekten sichtbar wird. Das 5 SE ist leichter (3,5 vs. 4,1 kg Tubus) und noch kompakter. Mit Budget lohnt sich das 6 SE. Wer das leichteste GoTo-Teleskop der Serie will, bleibt beim 5 SE. Den ausführlichen Vergleich findest du im Abschnitt zu den Alternativen.