Vixen Teleskope: Alle Modelle, Serien & Empfehlungen
Vixen Co., Ltd. ist ein japanischer Traditions-Hersteller mit Sitz in Toda, Saitama. Das Unternehmen steht seit Jahrzehnten für hochwertige Optiken und präzise Montierungen in der Amateurastronomie.
In diesem Überblick zeige ich dir alle Vixen-Serien, erkläre den Unterschied zwischen den Apochromat-Modellen und sage dir, wann sich der Aufpreis lohnt.
Vixen auf einen Blick
Die wichtigsten Fakten zu Vixen im Überblick.
| Hersteller | Vixen Co., Ltd. |
|---|---|
| Website | vixen.co.jp |
| Gegründet | 1949 |
| Hauptsitz | Toda, Saitama, Japan |
| Modelle | 25 |
| Preisrange | 179 - 8.999 Euro |
| Serien | Apochromat (SD/ED/FL), VMC Maksutov, Newton, Achromat, Astrograph |
| Stärken | Optische Qualität, Verarbeitungspräzision, langlebige Montierungen |
| Geeignet für | Anspruchsvolle Beobachter, Astrofotografen, Premium-Segment |
Was Vixen von anderen Herstellern unterscheidet, ist die konsequente Fokussierung auf optische Qualität. Japanische Fertigungspräzision hat ihren Preis, aber auch ihre Berechtigung. Wer einmal ein Vixen-Apochromat durch ein günstiges Gerät ersetzt hat, versteht den Unterschied.
Meine Empfehlung: Das beste Vixen Teleskop
Wenn ich ein Vixen empfehlen müsste, wäre es der Vixen AP 81/625 SD81S II für 1.079 Euro. Er trifft den Sweetspot zwischen Öffnung, Apochromat-Qualität und Preis im Vixen-Sortiment.
| Modell | Vixen AP 81/625 SD81S II |
|---|---|
| Bauart | Semi-Apochromat Refraktor (SD-Glas) |
| Öffnung | 81 mm |
| Brennweite | 625 mm (f/7,7) |
| Montierung | Tubus ohne Montierung (OTA) |
| Preis | 1.079 Euro bei astroshop.de |
Warum dieses Modell? Der SD81S II kombiniert Vixens bewährtes SD-Glas mit einer kompakten Baulänge für visuell und fotografisch überzeugende Ergebnisse. Chromatische Aberration an Planeten und hellen Sternen ist kaum sichtbar. In Kombination mit einer Vixen Porta-II oder Advanced Polaris entsteht ein System für vielseitigen Einsatz.
Wer rein fotografisch arbeitet, greift zum ED80Sf für 1.109 Euro, der mit dem dedizierten Focal-Reducer noch weiter aufwertet. Für visuelles Beobachten ist der SD81S II die elegantere Wahl.
Vixen Teleskop-Serien im Überblick
Vixens Sortiment ist übersichtlich und auf Qualität statt Quantität ausgerichtet. Die Apochromat-Refraktoren sind das Herzstück des Programms und der Grund, warum Vixen in der Amateurastronomie einen besonderen Ruf geniesst.
| Serie | Bauart | Öffnung | Preis ab | Zielgruppe | Modelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Apochromat (SD/ED/FL) | APO-Refraktor | 55 - 103 mm | 1.079 Euro | Anspruchsvolle Beobachter, Astrofotografen | 8 |
| Achromat (A-Serie) | Refraktor | 70 - 105 mm | 179 Euro | Einsteiger, Mondbeobachter | 5 |
| Newton (R-Serie) | Newton-Reflektor | 130 - 200 mm | 299 Euro | Einsteiger, Deep Sky | 5 |
| VMC Maksutov | Maksutov-Cassegrain | 260 mm | 4.399 Euro | Planetenspezialisten | 1 |
| Astrograph (VSD) | Astrograph | 70 - 90 mm | 4.998 Euro | Professionelle Astrofotografen | 2 |
Apochromat-Serie (SD, ED, FL)
Die Apochromat-Refraktoren sind Vixens Kernkompetenz. SD (Super-Extra-Low Dispersion), ED (Extra-Low Dispersion) und Fluorit FL-Glas stehen für verschiedene Stufen der Farbkorrektur. Der SD81S II für 1.079 Euro ist der Einstieg, der FL55SS mit Fluorit-Linse für 1.119 Euro das Pendant für minimale Chromatik. Der AX103S für 2.999 Euro ist das Topmodell der klassischen Refraktoren. Was ein Apochromat gegenüber einem Achromat auszeichnet, erkläre ich ausführlich im Ratgeber.
Achromat-Serie (A-Serie)
Die A-Serie sind klassische Achromat-Refraktoren für Einsteiger und als Reiseteleskop. Der A70Lf für 179 Euro ist Vixens günstigstes Teleskop und zeigt solide Mond- und Planetenbilder für den Preis. Die A80Mf und A105M bieten mehr Öffnung. Im Vergleich zu chinesischen Achromaten ähnlicher Öffnung überzeugt Vixen hier mit besserer Verarbeitung, aber nicht unbedingt mit besserer Optik.
Newton-Serie (R-Serie)
Die R-Serie Newton-Reflektoren sind Vixens Angebot für Deep-Sky-Beobachter mit kleinem Budget. Der R130Sf für 299 Euro und der R200SS für 1.799 Euro decken die Spanne ab. Besonders der R200SS als schnelles f/4-Newton für Weitfeld-Deep-Sky und als Astrofoto-Instrument in Kombination mit einer Vixen Montierung attraktiv. Was ein Newton-Teleskop leisten kann, erkläre ich in der Kaufberatung.
VMC Maksutov und VSD Astrographen
Der VMC260L ist Vixens einziges Maksutov-Teleskop mit 260mm Öffnung und 3.000mm Brennweite - ein Spezialinstrument für visuelle Planetenbeobachtung auf hohem Niveau. Die VSD-Astrographen (VSD70, VSD90) sind schnelle ED-Astrographen mit flachem Bildfeld für hochwertige Deepsky-Fotografie. Beide Serien sind für ambitionierte Spezialisten.
Alle Vixen Teleskope
Hier findest du alle 26 verfügbaren Vixen Teleskope auf einen Blick. Nutze die Suche, um ein bestimmtes Modell zu finden.
- Vixen AC 105/1000 A105MII 1.039,00 Euro
- Vixen AC 70/900 A70Lf 179,00 Euro
- Vixen AC 70/900 A70Lf Mobile Porta 375,00 Euro
- Vixen AC 80/910 A80Mf 249,00 Euro
- Vixen AC 80/910 A80Mf Advanced Polaris AP 1.359,00 Euro
- Vixen AC 80/910 A80Mf Advanced Polaris AP-SM Starbook One 1.769,00 Euro
- Vixen AC 80/910 A80Mf Porta-II 579,00 Euro
- Vixen AP 103/795 SD103S 2.099,00 Euro
- Vixen AP 103/825 ED AX103S 2.999,00 Euro
- Vixen AP 103/825 ED AX103S Sphinx SXP2 Starbook Ten GoTo 8.999,00 Euro
Kein Vixen Teleskop gefunden.
Welches Vixen Teleskop für welchen Zweck?
Vixens Sortiment ist auf klare Zielgruppen ausgerichtet. Hier meine konkreten Empfehlungen je nach Beobachtungsziel.
Für Einsteiger
Der Vixen A70Lf für 179 Euro ist Vixens Einstiegsmodell und ein ordentliches Erstteleskop. Wer etwas mehr ausgeben will, nimmt den R130Sf Newton für 299 Euro - er zeigt mehr Deep Sky als der Refraktor. Tipps zur Teleskopauswahl findest du in der Kaufberatung.
Für Planetenbeobachtung
Für Planeten empfehle ich den SD81S II oder den FL55SS. Beide zeigen Planetendetails mit minimalem Farbfehler in der hohen Vergrösserung. Für maximale Öffnung bei Planeten ist der VMC260L die Vixen-Antwort, aber zu einem deutlich höheren Preis. Allgemeine Tipps zur Planetenbeobachtung findest du im Ratgeber.
Für Deep Sky
Für visuelles Deep Sky empfehle ich den Vixen R200SS Newton mit 200mm Öffnung. Das schnelle f/4-System ist ideal für Weitfeld-Beobachtung und zeigt Galaxien und Nebel in einem grossen Gesichtsfeld. Wer wissen will, was für Deep-Sky-Beobachtung das richtige Teleskop ist, findet in der Kaufberatung konkrete Kriterien. In Kombination mit einer Vixen Sphinx-Montierung entsteht ein erstklassiges Deep-Sky-System - mehr Hintergründe im Ratgeber zur Deep-Sky-Beobachtung.
Für Astrofotografie
Für Astrofotografie sind die VSD-Astrographen und die ED-Refraktoren die erste Wahl im Vixen-Sortiment. Der ED80Sf in Kombination mit der Advanced Polaris AP oder Sphinx SXD2 ergibt ein durchdachtes System. Die VSD70 und VSD90 sind schnelle Astrographen für professionelle Deepsky-Fotografie. Tipps zum Einstieg in die Astrofotografie findest du im Ratgeber.
Vixen Teleskope nach Preisklasse
Was du für dein Budget bei Vixen erwarten kannst, zeigt die folgende Übersicht.
| Preisklasse | Empfehlung | Öffnung | Was siehst du damit? |
|---|---|---|---|
| Bis 400 Euro | A70Lf / R130Sf | 70 - 130 mm | Mondkrater, Planeten, erste Deep-Sky-Objekte |
| 400 - 1.200 Euro | SD81S II / ED80Sf | 80 - 81 mm APO | Planeten ohne Farbfehler, Weitfeld-Deep-Sky |
| 1.200 - 2.500 Euro | AP 103/795 SD103S | 103 mm APO | Hochauflösende Planeten, Astrofotografie-Einstieg |
| 2.500 - 5.000 Euro | AX103S / R200SS + Montierung | 103 - 200 mm | Professionelle visuelle Beobachtung, Astrofotografie |
| Uber 5.000 Euro | VSD90 / AX103S mit GoTo | 90 - 103 mm APO | Hochwertige Deepsky-Fotografie, professionell |
Vixen bietet unter 400 Euro solide Instrumente, die aber nicht besser sind als Skywatcher oder Bresser im gleichen Preissegment. Der Vixen-Mehrwert beginnt ab 1.000 Euro, wo die japanischen Apochromaten in Schärfe und Kontrast deutlich über günstigen Konkurrenzprodukten liegen.
Ab 3.000 Euro sind Vixen-Systeme für professionelle Amateurastronomie ausgelegt. Wer hier investiert, kauft ein Instrument für Jahrzehnte. Tipps zum Gebrauchtkauf findest du im Ratgeber zum Teleskop-Gebrauchtkauf.
Uber Vixen: Geschichte und Hintergrund
Vixen wurde 1949 von Yasunori Nojiri in Toda, Japan gegründet. Das Unternehmen begann mit der Herstellung von Prismenferngläsern und erweiterte das Programm später um Teleskope. Heute ist Vixen einer der wenigen verbliebenen japanischen Teleskop-Hersteller mit eigenem Fertigungsstandort in Japan.
Was Vixen von chinesischen Herstellern unterscheidet, ist nicht nur die Herkunft, sondern die Fertigungsphilosophie. Optische Elemente werden in Japan geprüft und justiert, Montierungen auf Präzision und Langlebigkeit ausgelegt. Die Vixen Porta-II-Montierung ist seit Jahren das Referenzprodukt für Alt-Azimut-Beobachtung im oberen Einsteigersegment.
Vixen hat auch eine Bedeutung jenseits der Astronomie: Als Hersteller von optischen Geräten für Militär, Industrie und Medizin hat Vixen eine breitere Basis als reine Hobby-Teleskop-Firmen. Das sichert die langfristige Existenz und stabile Qualitätsstandards.
Wo Vixen Teleskope kaufen?
Vixen Teleskope kaufst du am besten bei astroshop.de. Dort findest du das gesamte lieferbare Sortiment und fachkundige Beratung vor einer grossen Investition. Gerade bei Apochromaten ab 1.000 Euro ist ein Gespräch mit dem Händler sinnvoll.
Vixen-Produkte gibt es auch direkt über japanische Händler oder Importeure. Der Import kann günstiger sein, aber Garantieabwicklung aus Japan ist aufwändig. Für den deutschen Käufer ist astroshop.de die zuverlässigere Lösung. Gebrauchte Vixen-Teleskope sind selten, weil Besitzer sie kaum abgeben. Tipps dazu im Ratgeber zum Teleskop-Gebrauchtkauf.
Alternativen zu Vixen
Omegon bietet mit der Pro APO-Serie günstigere Apochromaten in der gleichen Öffnungsklasse. Die Omegon APOs sind deutlich günstiger, aber nicht auf Vixen-Niveau. Für Einsteiger in die Astrofotografie ist Omegon die sinnvollere Wahl.
Skywatcher ist die Alternative im Newton- und Dobson-Segment. Die Esprit-Triplets konkurrieren mit den Vixen-Apochromaten, Skywatcher ist aber oft günstiger bei vergleichbarer Bildqualität. Wer Verarbeitungsqualität und japanische Präzision nicht priorisiert, ist bei Skywatcher gut aufgehoben.
Celestron ist die Alternative für GoTo-Systeme und Schmidt-Cassegrain-Teleskope. Im Apochromat-Segment hat Celestron keine direkte Konkurrenz zu Vixen, dafür aber starke GoTo-Systeme zu günstigeren Preisen.
Fazit: Lohnt sich ein Vixen Teleskop?
Vixen lohnt sich für Astronomen, die optische Qualität über Preisbewusstsein stellen. Die Apochromat-Refraktoren und die VMC-Maksutovs sind im Premiumsegment gesetzt. Wer ein Instrument für Jahrzehnte kauft, ist mit Vixen gut beraten.
Für Einsteiger und Hobbyastronomen mit normalem Budget sind Skywatcher, Bresser oder Omegon die günstigere Wahl. Vixen ist Premium, nicht Massenmarkt, und das spiegelt sich in jedem Optiktest wider.
Haufige Fragen zu Vixen Teleskopen
Die häufigsten Fragen zu Vixen drehen sich um die Apochromat-Qualität und die Preisgestaltung.
Ist Vixen eine gute Teleskop-Marke?
Vixen ist einer der bekanntesten japanischen Teleskop-Hersteller und steht für hochwertige Optik. Die Apochromat-Refraktoren und Montierungen gehören zur Premiumklasse. Mehr zur Geschichte findest du im Abschnitt uber Vixen und seinen Hintergrund.
Was kostet ein Vixen Teleskop?
Vixen Teleskope beginnen ab 179 Euro und reichen bis 8.999 Euro. Die Kern-Apochromaten liegen zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Eine Aufschlüsselung findest du im Abschnitt Vixen nach Preisklasse.
Wo kann ich Vixen Teleskope kaufen?
Vixen Teleskope kaufst du am besten bei astroshop.de. Dort findest du das Sortiment mit Fachberatung. Mehr dazu im Abschnitt wo du Vixen kaufen kannst.
Was ist der Unterschied zwischen SD103S und AX103S?
Der SD103S ist ein Semi-Apochromat mit SD-Glas für 2.099 Euro, der AX103S ein Apochromat mit ED-Glas für 2.999 Euro. Der AX103S zeigt weniger chromatische Aberration und schärfere Sterne. Mehr dazu im Abschnitt Vixen-Serien.
Sind Vixen Montierungen gut?
Ja, Vixen-Montierungen wie Advanced Polaris und Sphinx SXP2 gelten als sehr präzise und langlebig. Im Vergleich zu Skywatcher-Montierungen gleichen Preises punktet Vixen mit Verarbeitungsqualität. Mehr im Abschnitt Welches Vixen für welchen Zweck.
Lohnt sich ein Vixen Apochromat?
Ja, wenn optische Qualität Priorität hat. Vixen Apochromaten zeigen deutlich weniger Farbfehler als günstige Refraktoren. Für Astrofotografie auf hohem Niveau gehören Vixen APOs zur ersten Wahl. Mehr im Abschnitt Fazit.