Explore Scientific Teleskope: Alle Modelle & Empfehlungen
Explore Scientific ist eine US-amerikanische Marke, die sich auf zwei klare Segmente spezialisiert hat: portablen Dobsons und ED-APO-Refraktoren. Das Sortiment umfasst 15 Modelle zwischen 799 und 7.999 Euro und richtet sich klar an ambitionierte Hobbyastronomen und Fortgeschrittene.
In diesem Überblick zeige ich dir alle Explore-Scientific-Produktlinien, empfehle konkrete Modelle für jeden Einsatz und sage dir, welches den größten Mehrwert bietet.
Explore Scientific auf einen Blick
Die wichtigsten Fakten zu Explore Scientific im Überblick.
| Hersteller | Explore Scientific LLC |
|---|---|
| Website | explorescientific.com |
| Gegründet | 2008 |
| Hauptsitz | Springdale, Arkansas, USA |
| Modelle | 15 |
| Preisrange | 799 - 7.999 Euro |
| Serien | Ultra Light Dobson, ED-APO Refraktor, Maksutov-Newton |
| Stärken | Portabler Dobson-Bau, hochwertige ED-Optiken, durchdachte Mechanik |
| Geeignet für | Ambitionierte Einsteiger ab 800 Euro, Fortgeschrittene, Deep-Sky-Beobachter |
Was Explore Scientific von anderen Herstellern unterscheidet: Die Ultra-Light-Dobsons kombinieren große Öffnung mit echtem Reisegewicht. Ein 16-Zoll-Dobson von Explore Scientific wiegt mit 38,4 kg deutlich weniger als ein 20-Zoll-Volltubus-Dobson. Das ist ein deutlicher Vorteil für alle, die ihr Teleskop ans Beobachtungsfeld fahren.
Meine Empfehlung: Das beste Explore Scientific Teleskop
Wenn ich ein einzelnes Explore-Scientific-Teleskop empfehlen müsste, wäre es der ES N 305/1525 Ultra Light. Das 12-Zoll-Gitterrohr-Dobson trifft den Sweetspot zwischen Öffnung, Gewicht und Preis in diesem Segment.
| Modell | ES N 305/1525 Ultra Light Gen II DOB |
|---|---|
| Bauart | Newton-Dobson (Gitterrohr) |
| Öffnung | 305 mm (12 Zoll) |
| Brennweite | 1.525 mm (f/5) |
| Montierung | Rockerbox (azimuthal) |
| Preis | 1.249 Euro bei astroshop.de |
Warum genau dieses Modell? Mit 305mm Öffnung löst der 12-Zöller Kugelsternhaufen vollständig auf, zeigt Galaxienformen und trennt enge Doppelsterne. Das Gitterrohr-Design macht ihn transportabel und schnell aufzubauen. Im Vergleich zu einem stationären 12-Zöller bist du mit dem Ultra-Light in 15 Minuten beobachtungsbereit.
Für 1.249 Euro bekommst du mehr Öffnung und Portabilität als mit fast jedem Teleskop in dieser Preisklasse. Einzige Einschränkung: Dobsons eignen sich nicht für Fotografie - dafür brauchst du einen der ES-Refraktoren mit EQ-Montierung.
Explore Scientific Produktlinien im Überblick
Explore Scientific bietet drei klar getrennte Produktlinien, die sich nach Einsatzzweck und Optiktyp unterscheiden.
| Linie | Bauart | Öffnung | Preis ab | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|
| Ultra Light Dobson | Gitterrohr-Newton | 254 - 500 mm | 899 Euro | Deep-Sky-Beobachter, mobile Astronomen |
| ED-APO Refraktor | Apochromatischer Refraktor | 80 - 127 mm | 799 Euro | Visuell und Astrofotografie |
| Maksutov-Newton | Katadioptrik | 152 mm | 1.249 Euro | Planeten, hohe Vergrößerung |
Ultra Light Dobsons
Die Ultra-Light-Dobsons sind das Herzstück von Explore Scientific. Das Gitterrohr-Design sorgt für drastisch reduziertes Gewicht gegenüber klassischen Volltubus-Dobsons: Der 16-Zöller wiegt transportfertig 38,4 kg, ein 20-Zoll-Volltubus-Dobson bringt 60–80 kg auf die Waage. Wer sich noch nicht sicher ist, ob ein Dobson der richtige Teleskoptyp ist, findet dort einen ausführlichen Vergleich. Das macht den Unterschied zwischen "ich fahre manchmal ans Beobachtungsfeld" und "ich lasse den Dobson zuhause".
Alle Ultra-Light-Modelle verwenden hochwertige Parabolspiegel und kommen mit dem 2-Zoll-Crayford-Okularauszug. Die Generation-II-Überarbeitung hat Rockerbox und Spiegelzelle deutlich spürbar verbessert. Schwäche: Große Modelle ab 16 Zoll verlangen nach Streulichtschutz an dunklem Himmel.
ED-APO Refraktoren
Im Refraktor-Segment bietet Explore Scientific Apochromaten in drei Öffnungsklassen: 80mm, 102mm und 127mm. Die teuren Modelle mit FCD-100-Glas und Carbon-Tubus sind echte Hochleistungsapochromaten, die mit Zeiss oder Takahashi konkurrieren - was einen Apochromat von einem einfachen Achromat unterscheidet, erkläre ich im Ratgeber. Die günstigeren Essential- und Alu-Versionen derselben Brennweiten bieten solide APO-Qualität ohne den Premium-Aufpreis.
Besonders interessant: Der AP 80/480 ED Alu für 799 Euro ist ein günstiger Einstieg in APOs. Für Planeten und erste Fotografie genügt er vollauf. Wer mehr will, steigt zu den FCD-100-Versionen auf - die zeigen an hellen Objekten den Unterschied.
Maksutov-Newton
Der ES-MN 152/731 ist eine Nischenoption für Hobbyastronomen, die einen kompakten Hochleistungstubus für Planeten und enge Doppelsterne suchen. Die Maksutov-Newton-Bauart kombiniert kurze Baulänge mit langer effektiver Brennweite und liefert an Planeten knackige, kontraststarke Bilder. Für Deep Sky ist er aufgrund des geschlossenen Tubus und der Sekundärabdeckung weniger geeignet.
Alle Explore Scientific Teleskope
Hier findest du alle verfügbaren ES-Modelle auf einen Blick - aktuell 15 Teleskope.
- Explore Scientific -MN 152/731 1.249,00 Euro
- Explore Scientific AP 102/714 ED FCD-100 CF Hexafoc 1.687,00 Euro
- Explore Scientific AP 102/714 ED FCD-100 CF Hexafoc iEXOS-100 PMC-8 Wi-Fi GoTo 2.548,00 Euro
- Explore Scientific AP 102/714 ED FCD-100 Hexafoc 1.869,00 Euro
- Explore Scientific AP 102/714 FCD-1-ED Alu 1.129,00 Euro
- Explore Scientific AP 127/952 ED Alu Essential 1.498,00 Euro
- Explore Scientific AP 127/952 ED FCD-100 CF Hexafoc 2.779,00 Euro
- Explore Scientific AP 127/952 ED FCD-100 Hexafoc 2.198,00 Euro
- Explore Scientific AP 80/480 ED Alu 799,00 Euro
- Explore Scientific AP 80/480 ED Alu iEXOS-100 PMC-8 Wi-Fi GoTo 1.298,00 Euro
Für welchen Zweck eignet sich Explore Scientific?
Je nach Beobachtungsziel und Budget empfehle ich unterschiedliche Explore-Scientific-Modelle.
Für Deep-Sky-Beobachtung
Hier sind die Ultra-Light-Dobsons klar erste Wahl. Der N 254/1270 Ultra Light Gen II für 899 Euro ist der günstigste Einstieg und zeigt bereits Details, die mit 150mm-Teleskopen unsichtbar bleiben. An dunklem Himmel löst er Kugelsternhaufen vollständig auf und zeigt Galaxienformen wie den Staubbandring von M31. Mehr zu Deep-Sky-Zielen findest du im Ratgeber zur Deep-Sky-Beobachtung.
Für Astrofotografie
Für Fotografie empfehle ich den AP 80/480 ED FCD-100 Hexafoc für 1.249 Euro. Der kurze 80mm-APO ist ein beliebtes Reisefotografie-Instrument und passt auf jede mittlere Montierung. Mit dem 2,5-Zoll-Hexafoc-Okularauszug und einem passenden Feldkorrektor erzieltst du bis in die Bildecken scharfe Sternabbildungen. Einstiegstipps zur Astrofotografie findest du im Ratgeber zum Einstieg in die Astrofotografie.
Für Planeten und Doppelsterne
Der ES-MN 152/731 Maksutov-Newton für 1.249 Euro ist eine interessante Wahl für Planetenbeobachter. Die 731mm Brennweite bei f/4,8 liefern mit einem Barlow rund 300-fache Vergrößerung bei sehr ruhiger Luft. Allgemeine Tipps zur Planetenbeobachtung findest du im Ratgeber.
Explore Scientific Teleskope nach Preisklasse
Was du für dein Budget bei Explore Scientific bekommst.
| Preisklasse | Empfehlung | Öffnung | Was siehst du damit? |
|---|---|---|---|
| 800 - 1.000 Euro | N 254/1270 Ultra Light DOB | 254 mm | Kugelsternhaufen aufgelöst, Galaxienformen, schwache Nebel |
| 1.000 - 1.500 Euro | N 305/1525 Ultra Light DOB | 305 mm | Galaxienkerne, enges Doppelsternpaar, Planetennebel-Details |
| 1.500 - 3.000 Euro | N 406/1826 Ultra Light DOB | 406 mm | Spiralstruktur in M51, Gasfilamente in hellen Nebeln, enge Doppelsterne |
| Über 3.000 Euro | N 500/1800 Ultra Light DOB | 500 mm | Spiralstruktur in M51, Gasfilamente in hellen Nebeln, enge Doppelsterne |
Im deutschen Fachhandel gibt es Explore Scientific praktisch nicht unter 800 Euro - die Marke setzt hier auf ambitionierte Astronomen als Zielgruppe. Die günstige FirstLight-Einsteigerserie des Herstellers wird bei uns kaum angeboten, und das günstigste hier gelistete ES-Modell bietet bereits mehr Leistung als die meisten Einsteiger-Teleskope.
Über Explore Scientific: Geschichte und Hintergrund
Explore Scientific wurde 2008 in Springdale, Arkansas (USA) gegründet und hat sich schnell einen exzellenten Ruf erarbeitet. Gründer Scott Roberts war vorher bei Meade Instruments tätig und brachte sein Wissen aus dem Profi-Optik-Bereich mit.
Was mich an Explore Scientific überzeugt: Die Marke hat konsequent an einer Idee festgehalten - Gitterrohr-Dobsons mit echter Portabilität. Statt das Sortiment mit Einsteiger-Produkten aufzublähen, konzentriert sich ES auf Qualität und Durchdachtheit. Der FCD-100-Refraktor in Carbon-Ausführung ist ein Beispiel dafür: Teuer, aber kompromisslos gut.
Was ich kritisch sehe: Explore Scientific ist in Europa weniger bekannt als Celestron oder Skywatcher, was die Wiederverkäuflichkeit einschränkt. Für ambitionierte Beobachter ist das kaum ein Problem - wer einmal einen ES-Dobson hat, gibt ihn selten wieder her.
Wo Explore Scientific Teleskope kaufen?
Meine Empfehlung ist astroshop.de. Dort findest du das vollständige ES-Sortiment mit persönlicher Fachberatung und schnellem Versand. Bei einem Teleskop jenseits von 1.000 Euro lohnt sich der Fachhändler-Kauf besonders: Im Fehlerfall hast du einen deutschen Ansprechpartner, der hilft.
Günstigere Preise findest du selten bei ES - die Marke hat kaum Grauimport-Probleme weltweit. Gebraucht tauchen ES-Dobsons regelmäßig auf, meist in gutem Zustand. Tipps dazu im Ratgeber zum Teleskop-Gebrauchtkauf.
Alternativen zu Explore Scientific
Skywatcher ist die günstigere Alternative im Dobson-Segment. Die Skyliner-Dobsons bieten mehr Öffnung pro Euro, sind aber schwerer. Für stationäre Beobachter oft die bessere Wahl ohne Aufpreis.
Celestron bietet Dobsons an, die kompakt sind, aber nicht an die Portabilität der ES-Modelle herankommen. Im Refraktor-Segment ist Celestrons EdgeHD ein ganz anderes Konzept.
Wer noch mehr Portabilität und Leistung will, schaut zu Hubble Optics - die Hubble-Optics-Dobsons sind die Speerspitze im Ultra-Light-Segment.
Fazit: Lohnt sich ein Explore Scientific Teleskop?
Für ambitionierte Hobbyastronomen, die große Öffnung ohne Kompromisse beim Gewicht wollen, gibt es im Dobson-Bereich kaum eine bessere Wahl als Explore Scientific. Die 12- bis 16-Zoll-Ultra-Lights sind der Sweetspot im Sortiment. Die ED-APO-Refraktoren sind solide bis hervorragend, je nach Glas-Ausstattung.
Wer unter 800 Euro einsteigen will oder ein erstes Teleskop sucht, schaut besser bei anderen Herstellern. Explore Scientific ist eine Marke für Hobbyastronomen, die wissen was sie wollen.
Häufige Fragen zu Explore Scientific Teleskopen
Die häufigsten Fragen zu Explore Scientific drehen sich um Dobson-Portabilität und APO-Qualität.
Ist Explore Scientific eine gute Teleskop-Marke?
Explore Scientific ist eine renommierte US-Marke mit Fokus auf Hochleistungs-Dobsons und apochromatische Refraktoren. Die Ultra-Light-Dobsons gehören zu den besten portablen Gitterrohr-Dobsons auf dem Markt. Im APO-Segment bietet ES mit FCD-100-Glas solide Qualität. Mehr dazu im Abschnitt ueber Explore Scientific und seinen Hintergrund.
Welches Explore Scientific Teleskop für Einsteiger?
Explore Scientific richtet sich nicht primär an absolute Einsteiger. Das günstigste sinnvolle Modell ist der Explore Scientific AP 80/480 ED Alu für 799 Euro - ein solider ED-Refraktor für erste Schritte in der visuellen Astronomie und Astrofotografie. Wer einen größeren Dobson möchte, beginnt am besten mit dem N 254/1270 Ultra Light Generation II für 899 Euro.
Was kostet ein Explore Scientific Teleskop?
Explore Scientific Teleskope beginnen bei 799 Euro für den AP 80/480 ED und gehen bis 7.999 Euro für den großen N 500/1800 Ultra Light Dobson. Die ED-APO-Refraktoren liegen zwischen 799 und 2.779 Euro, die Dobsons zwischen 899 und 7.999 Euro. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten die Ultra-Light-Dobsons zwischen 900 und 2.800 Euro.
Explore Scientific oder Skywatcher Dobson?
Explore Scientific Ultra Light Dobsons sind leichter und transportabler als Skywatcher, aber teurer. Skywatcher bietet mehr Öffnung pro Euro, Explore Scientific mehr Portabilität. Für mobile Astronomen lohnt sich der ES-Aufpreis, für stationäre Beobachter ist Skywatcher oft sinnvoller. Mehr zu Dobsons im Ratgeber zur Deep-Sky-Beobachtung.
Was bedeutet FCD-100 bei Explore Scientific?
FCD-100 ist ein hochdispersionsarmes Spezialglas von Hoya, das in den hochwertigen ES-APO-Refraktoren eingesetzt wird. Ähnlich wie Schott ED-Glas minimiert FCD-100 chromatische Aberration für farbreine Abbildungen. Teleskope mit FCD-100 sind echte Apochromaten und für Astrofotografie geeignet. Mehr dazu im Abschnitt zu den ED-APO-Refraktoren.