William Optics Teleskope: Alle Modelle, Serien & Empfehlungen
William Optics ist eine taiwanesische Premium-Marke und gilt weltweit als einer der besten Hersteller von apochromatischen Refraktoren im Preisbereich von 699 bis 19.990 Euro. Die Optikqualität und Verarbeitungsgüte gehören zum besten verfügbaren APO-Segment.
In diesem Überblick zeige ich dir alle William Optics-Serien und empfehle konkrete Modelle für verschiedene Einsatzzwecke. William Optics ist eine reine Premium-Marke ohne Einstiegsgeräte - kein Gerät unter 699 Euro.
William Optics auf einen Blick
Die wichtigsten Fakten zu William Optics im Überblick.
| Hersteller | William Optics Co., Ltd. |
|---|---|
| Website | williamoptics.com |
| Gegründet | 2001 |
| Hauptsitz | Taiwan |
| Modelle | 30 |
| Preisrange | 699 - 19.990 Euro |
| Serien | ZenithStar, Gran Turismo, RedCat, Fluorostar, Pleiades |
| Stärken | Erstklassige APO-Optiken, hervorragende Verarbeitung, Astrofotografie-spezialisiert |
| Geeignet für | Ambitionierte Hobbyastronomen, Astrofotografen, Profis |
Was William Optics von anderen Herstellern unterscheidet: Das gesamte Sortiment besteht aus apochromatischen Refraktoren ohne Kompromisse beim Glas. Die CNC-gefrästen Aluminiumgehäuse, die soliden Focuser und die durchgängig hochwertigen Vergütungen machen jeden William Optics langlebig. Wer einmal in William Optics investiert, verkauft es selten wieder.
Meine Empfehlung: Das beste William Optics Teleskop
Wenn ich ein einzelnes William Optics Teleskop empfehlen müsste, wäre es der Gran Turismo GT 81 IV. Er ist das ausgewogenste Modell im gesamten Sortiment - vielseitig genug für visuell und fotografisch, kompakt genug für Reisen.
| Modell | William Optics AP 81/478 Gran Turismo GT 81 IV |
|---|---|
| Bauart | APO Triplet Refraktor |
| Öffnung | 81 mm |
| Brennweite | 478 mm (f/5,9) |
| Glastyp | FPL-53 Triplet |
| Preis | 1.690 Euro bei astroshop.de |
Warum genau dieses Modell? Der Gran Turismo GT 81 IV kombiniert 81mm FPL-53 Triplet mit einem hochwertigen 2,5-Zoll-Crayford-Focuser. Das System ist farbfehlerfrei genug für anspruchsvolle Astrofotografie und kompakt genug, um auf jede Reise mitgenommen zu werden. Im Vergleich zur Konkurrenz von Takahashi oder TEC bekommst du hier deutlich mehr für weniger Geld.
William Optics Teleskop-Serien im Überblick
William Optics organisiert sein Sortiment in fünf klare Serien. Jede Serie hat einen eigenen Zweck, klar nach Öffnung, Bauform und Einsatzzweck unterschieden.
| Serie | Bauart | Öffnung | Preis ab | Stärke | Modelle |
|---|---|---|---|---|---|
| ZenithStar | APO Dublet/Triplet | 61 - 81 mm | 699 Euro | Allround-Einstieg ins APO-Segment | 3 |
| Gran Turismo | APO Triplet | 71 - 81 mm | 1.190 Euro | Vielseitiger Allrounder | ~5 |
| RedCat / Cat-Familie | Petzval APO | 51 - 91 mm | 979 Euro | Widefield-Astrofotografie | ~8 |
| Fluorostar | APO Triplet FPL-53 FD | 120 - 156 mm | 3.990 Euro | Anspruchsvolle Astrofotografie | 5 |
| Pleiades | APO Astrograph | 68 - 181 mm | 2.290 Euro | Dedizierte Astrofotografie | 3 |
ZenithStar-Serie
Die ZenithStar-Serie ist William Optics günstigstes Segment, aber nicht günstig im absoluten Sinne. Der ZenithStar 61 II für 699 Euro und der ZenithStar 81 für 1.290 bis 1.490 Euro sind exzellente erste APOs mit FPL-53. Besonders der ZS61 II hat sich als Standardgerät für Widefield-Einsteiger in die Astrofotografie etabliert. Schwäche: Als Dublet zeigt er bei kurzen Brennweiten noch minimale Farbreste, die bei Triplets wegfallen.
Gran Turismo-Serie
Die Gran Turismo-Serie ist William Optics Allrounder-Linie. Die Triplet-Optiken mit FPL-53 Glas liefern nahezu perfekte Farbkorrektur auch bei langen Belichtungszeiten. Das GT 71 für 1.190 Euro ist kompakt und leicht, das GT 81 IV für 1.690 Euro das vielseitigste Modell im Sortiment. Beide eignen sich hervorragend für visuelle Beobachtung und Astrofotografie.
RedCat-Familie
Die RedCat-Familie (RedCat, SpaceCat, MiniCat, BlackCat, RedCat 91) sind dedizierte Petzval-Astrographen für Widefield-Aufnahmen. Das Design mit festem Focuser und kurzer Bauform macht sie ideal für Reisefotos und Milchstraßenaufnahmen. Der RedCat 51 für 999 Euro ist ein Klassiker der Widefield-Astrofotografie, der RedCat 91 für 3.190 Euro das leistungsstärkste Modell der Linie.
Fluorostar-Serie
Die Fluorostar-Serie (Fluorostar 91, 120, 132 und 156 mm) ist William Optics Premiumlinie für anspruchsvolle Planetenfotografie und enge Felder. Die FPL-53 FD-Triplets liefern Farbkorrektur auf Niveau von Fluorit-Apochromaten, die normalerweise das Dreifache kosten. Preise von 3.990 bis 8.190 Euro - das sind keine Spontankäufe, aber jeder Euro ist in Optikqualität investiert.
Pleiades-Serie
Die Pleiades-Astrographen sind reine dedizierte Astrofotografie-Systeme ohne Abstriche. Der Pleiades 68 für 2.290 Euro ist ein kompakter 68mm-Astrograph, der Pleiades 111 für 4.190 Euro und der Pleiades 181 für 19.990 Euro sind Profi-Instrumente für Sternwarten und ambitionierte Imager. Wer den Pleiades 181 kauft, weiß genau, was er tut.
Alle William Optics Teleskope
Hier findest du alle William Optics Teleskope auf einen Blick.
- William Optics AP 108/518 UltraCat WIFD 3.990,00 Euro
- William Optics AP 132/925 Fluorostar Gold 5.490,00 Euro
- William Optics AP 132/925 FluoroStar Red 5.290,00 Euro
- William Optics AP 132/925 Fluorostar Space Gray 5.290,00 Euro
- William Optics AP 156/1217 Fluorostar Gray 8.190,00 Euro
- William Optics AP 156/1217 Fluorostar Red 7.990,00 Euro
- William Optics AP 51/178 MiniCat WIFD 999,00 Euro
- William Optics AP 51/250 RedCat WIFD 999,00 Euro
- William Optics AP 51/250 SpaceCat WIFD 979,00 Euro
- William Optics AP 61/300 RedCat 61 1.790,00 Euro
Welches William Optics Teleskop für welchen Zweck?
William Optics hat keine universellen Einsteiger-Geräte - jedes Modell hat einen klaren Zweck. Hier meine Empfehlungen.
Für Widefield-Astrofotografie
Hier sind die RedCat und SpaceCat die erste Wahl. Der RedCat 51 mit 250mm Brennweite bei f/4,9 liefert flächendeckend scharfe Sternpunkte ueber große Bildfelder - ideal für Milchstraßenaufnahmen und Nebel-Mosaike. Der SpaceCat für 979 Euro ist die günstigere Variante mit identischer Optik. Mehr Tipps zum Einstieg in die Astrofotografie findest du im Ratgeber.
Für Allround-Astrofotografie
Hier ist der Gran Turismo GT 81 IV meine Empfehlung. 81mm Öffnung, 478mm Brennweite bei f/5,9, FPL-53 Triplet - das reicht für Nebel, Galaxien und kompakte Deep-Sky-Objekte bei einer Vergrößerung, die noch moderate Montierungsanforderungen stellt.
Für Planetenbeobachtung und Planetenfotografie
Für anspruchsvolle Deep-Sky-Astrofotografie ist die Fluorostar-Serie die richtige Wahl. 120mm bis 156mm Öffnung mit Fluorit-klassiger Farbkorrektur ergibt Aufnahmen wie vom Dreifachen Preis. Wer ein Teleskop speziell für Planetenbeobachtung sucht, findet in der Kaufberatung eine Entscheidungshilfe. Allgemeine Tipps zur Planetenbeobachtung findest du im Ratgeber.
Für professionelle Astrofotografie
Wer professionell fotografiert oder eine kleine Sternwarte betreibt, greift zum Pleiades 111 oder Pleiades 181. Diese Astrographen sind auf maximalen Bildfelddurchmesser und gleichmäßige Ausleuchtung optimiert - kein Kompromiss bei der Optikqualität.
William Optics Teleskope nach Preisklasse
| Preisklasse | Empfehlung | Öffnung | Stärke |
|---|---|---|---|
| 700 - 1.000 Euro | ZenithStar 61 II oder RedCat 51 | 51 - 61 mm | Widefield-Einstieg, reisefähige APOs |
| 1.000 - 2.000 Euro | Gran Turismo GT 81 IV | 81 mm | Vielseitiger APO-Allrounder |
| 2.000 - 4.000 Euro | Fluorostar 120 oder Pleiades 68 | 68 - 120 mm | Premium-Fotografie und visuelle Beobachtung |
| Über 4.000 Euro | Fluorostar 156 oder Pleiades 111 | 111 - 156 mm | Profi-Astrofotografie und -Beobachtung |
Unterhalb von 699 Euro gibt es kein William Optics - das ist kein Zufall, sondern Qualitätsstrategie. Wer weniger ausgeben will, schaut besser bei Tecnosky oder Askar. Aber wer einmal ein William Optics in den Händen hatte, versteht, warum die Preise so sind, wie sie sind.
Über William Optics: Geschichte und Hintergrund
William Optics wurde 2001 in Taiwan gegründet und hat sich schnell zur bevorzugten Marke für Astrofotografen entwickelt. Anders als viele Konkurrenten, die nur in China fertigen lassen, kontrolliert William Optics Optikproduktion und Qualitätssicherung direkt.
Was mich an William Optics besonders überzeugt: Die ständige Weiterentwicklung jedes Modells. Der Gran Turismo ist inzwischen in vierter Generation, der RedCat in seiner dritten - und jede Generation ist messbar besser als die vorherige. Das zeigt, dass hier keine Marketing-Marke dahintersteckt, sondern ein Unternehmen, das seine Produkte ernstnimmt.
Was ich kritisch sehe: Der Preis. Für denselben Preis bekommst du bei chinesischen Herstellern manchmal mehr Öffnung. Aber Optik ist nicht nur Öffnung - die Vergütungsqualität und Stabilität sind bei William Optics besser als bei Günstiggeräten.
Wo William Optics Teleskope kaufen?
Meine Empfehlung ist astroshop.de. Dort findest du das komplette William Optics-Sortiment mit persönlicher Beratung vom Fachhändler und der Sicherheit eines europäischen Fachhändlers. Bei einem Teleskop für 1.690 Euro willst du nicht mit einem anonymen Amazon-Händler reden.
Gebrauchte William Optics Teleskope sind eine gute Alternative - sie erzielen auf dem Sekundärmarkt hohe stabile Gebrauchtpreise, was beweist, dass sie ihren Wert behalten. Tipps dazu im Ratgeber zum Teleskop-Gebrauchtkauf.
Alternativen zu William Optics
Tecnosky bietet im 1.000 bis 3.500 Euro-Segment ähnliche APO-Qualität, günstiger. Besonders die OWL-Triplets konkurrieren direkt mit William Optics Gran Turismo.
Askar ist die günstigere chinesische Alternative. Die PHQ-Serie und die größeren Triplets bieten beeindruckende Optikqualität für deutlich weniger Geld - wer bereit ist, auf etwas Verarbeitungsgüte zu verzichten, spart erheblich.
Takahashi aus Japan ist teurer als William Optics, gilt aber als der absolute Goldstandard für APO-Refraktoren. Wer tiefer in die Tasche greifen kann und will, lässt William Optics links liegen und greift zum Takahashi FSQ oder FS-60.
Fazit: Lohnt sich ein William Optics Teleskop?
William Optics liefert im APO-Segment ein Sortiment, das bei Qualität und Langlebigkeit kaum zu übertreffen ist. Wer ernsthaft Astrofotografie betreiben will und ein Budget von 700 Euro aufwärts hat, trifft mit William Optics keine falsche Wahl. Die Geräte halten Jahrzehnte und behalten ihren Wert.
Meine Empfehlung bleibt der Gran Turismo GT 81 IV als bestes Allround-Paket. Wer Widefield will, greift zum RedCat 51. Und wer in anspruchsvolle Astrofotografie investieren will, ist mit dem Fluorostar 120 langfristig bestens bedient.
Häufige Fragen zu William Optics Teleskopen
Die häufigsten Fragen zu William Optics drehen sich um Serienwahl, Glasqualität und das richtige Budget.
Ist William Optics eine gute Teleskop-Marke?
William Optics ist eine taiwanesische Premium-Marke für apochromatische Refraktoren. Optikqualität und Verarbeitung gehören zum Besten unter 5.000 Euro. Die ZenithStar- und RedCat-Serien haben sich als Standardgeräte für Astrofotografen etabliert. Mehr dazu findest du im Abschnitt ueber William Optics Geschichte und Hintergrund.
Welches William Optics Teleskop für den Einstieg?
William Optics ist keine Einsteiger-Marke. Der günstigste Einstieg kostet 699 Euro - der ZenithStar 61 II. Wer gezielt in die Astrofotografie einsteigen will, ist damit gut beraten. Allgemeine Einsteiger-Tipps findest du in meinem Abschnitt zu den William Optics Serien.
Was kostet ein William Optics Teleskop?
William Optics Teleskope kosten zwischen 699 und 19.990 Euro. Meiste Modelle: 1.000 bis 5.000 Euro. Eine Aufschlüsselung mit konkreten Empfehlungen findest du im Abschnitt zu Preisklassen.
Welche William Optics eignen sich für Astrofotografie?
Fast alle William Optics Teleskope sind für die Astrofotografie konzipiert. Die RedCat-Serie ist ideal für Widefield-Aufnahmen, die Fluorostar-Serie für Planetenfotografie, das Gran Turismo für Allround-Fotografie. Mehr dazu findest du in meinem Abschnitt zu Widefield-Astrofotografie.
Was ist der Unterschied zwischen ZenithStar und Fluorostar?
Die ZenithStar-Serie bietet FPL-53 ED-Dublets ab 699 Euro - gut, aber nicht perfekt farbrein. Die Fluorostar-Serie ist die Premiumlinie mit FPL-53 FD-Triplets ab 3.990 Euro mit nahezu perfekter Farbkorrektur. Für Widefield-Fotografie reicht ZenithStar, für anspruchsvolle Planetenfotografie ist Fluorostar die richtige Wahl. Den Vergleich findest du in meinem Abschnitt zu den William Optics Serien.
Wie lange hält ein William Optics Teleskop?
William Optics Teleskope sind für den Dauerbetrieb gebaut. Alte Modelle funktionieren heute einwandfrei und erzielen auf dem Gebrauchtmarkt 60 bis 70 Prozent des Neupreises. Das ist der beste Beleg für die Langlebigkeit der Geräte.