Askar Teleskope: Alle Modelle, Serien & Empfehlungen
Askar ist eine chinesische Premium-Marke für apochromatische Refraktoren und Astrographen im Preisbereich von 429 bis 9.455 Euro. Die PHQ-Serie und die größeren Triplets haben sich unter Astrofotografen einen hervorragenden Ruf erarbeitet - beeindruckende Optikqualität zu fairen Preisen.
In diesem Überblick zeige ich dir alle Askar-Serien und empfehle konkrete Modelle für verschiedene Einsatzzwecke. Askar ist eine Marke für ernsthaftes Astrofotografieren ohne Kompromisse - von kompakten Mini-Astrographen bis zu großen PHQ-Quadruplets.
Askar auf einen Blick
Die wichtigsten Fakten zu Askar im Überblick.
| Hersteller | Askar Optical |
|---|---|
| Website | askar.cn |
| Herkunft | China |
| Modelle | 21 |
| Preisrange | 429 - 9.455 Euro |
| Serien | FMA, FRA, PHQ, Triplet |
| Stärken | Hervorragende Optikqualität, kompetitive Preise, breite APO-Palette |
| Geeignet für | Astrofotografen, ambitionierte Hobbyastronomen |
Was Askar von anderen chinesischen Herstellern unterscheidet: Das Unternehmen hat sich konsequent auf hochwertige Astrofotografie-Instrumente konzentriert und zeigt dabei weniger die Schwächen günstiger chinesischer Produktion. Die Verarbeitungsqualität ist höher als bei vergleichbaren Preiskategorien, und die Optiken werden in internationalen Vergleichstests immer wieder positiv bewertet.
Meine Empfehlung: Das beste Askar Teleskop
Wenn ich ein einzelnes Askar Teleskop empfehlen müsste, wäre es das AP 103/700 Triplet. Es ist das ausgewogenste Modell im Sortiment - genügend Öffnung für Deep-Sky-Fotografie bei moderatem Preis.
| Modell | Askar AP 103/700 Triplet |
|---|---|
| Bauart | APO Triplet Refraktor |
| Öffnung | 103 mm |
| Brennweite | 700 mm (f/6,8) |
| Glastyp | hochwertiges ED-Glas Triplet |
| Preis | 1.299 Euro bei astroshop.de |
Warum genau dieses Modell? 103mm Triplet-Optik bei f/6,8 ist das Format, das mehr zeigt als 80mm, aber weniger Montierungsaufwand erfordert als 130mm. Für 1.299 Euro bekommst du hier eine Leistung, die bei William Optics 1.700 bis 2.000 Euro kosten würde. Das Askar 103mm Triplet ist in der internationalen Astrofotografie-Community gut dokumentiert und bewertet.
Askar Teleskop-Serien im Überblick
Askar hat sein Sortiment klar nach Einsatzzweck gegliedert. Die Triplet-Linie ist das Herzstück, die PHQ-Serie das Premium-Segment.
| Serie | Bauart | Öffnung | Preis ab | Stärke | Modelle |
|---|---|---|---|---|---|
| FMA | Petzval Mini-Astrograph | 40 mm | 429 Euro | Kompakter Widefield-Einstieg | 2 |
| FRA | Richfield/Quintuplet Astrograph | 72 - 108 mm | 999 Euro | Große Bildfelder, maximale Bildkorrektur | 4 |
| Triplet | APO hochwertiges ED-Glas Triplet | 80 - 203 mm | 549 Euro | Exzellentes Allround-System | ~8 |
| PHQ | APO Quadruplet | 80 - 185 mm | 1.499 Euro | Premium-Bildfelderfreiheit | 5 |
FMA-Serie
Die FMA-Serie (FlatField Mini Astrograph) sind kompakte Petzval-Astrographen für Widefield-Aufnahmen. Das FMA180 mit 40mm Öffnung und 180mm Brennweite bei f/4,5 für 429 Euro ist ein ideales System für Milchstraßenlandschaften und Sternenhimmelfotos. Wer völlig neu in die Astronomie einsteigt, liest besser zuerst die Einsteiger-Beratung, bevor er 429 Euro in einen Astrographen investiert.
FRA-Serie
Die FRA-Astrographen sind für große Bildfelder optimiert. Der FRA400 mit 72mm Öffnung bei f/5,6 für 1.391 Euro ist ein Richfield-Astrograph für große Felder, der große Nebel und Sternenfelder mit ausgezeichneter Randschärfe abbildet. Besonders für Emissionsnebel-Mosaike interessant.
Triplet-Serie
Die Triplet-Linie von 80mm bis 203mm ist das Allround-Angebot von Askar. Von 549 Euro für den 80ED bis 9.455 Euro für den großen 203mm Triplet deckt die Linie praktisch jeden Astrofotografie-Bedarf ab. Die hochwertigen ED-Glasoptiken liefern hervorragende Farbkorrektur für alle Wellenlängen.
PHQ-Serie
Die PHQ-Serie (Penta High Quality) sind apochromatische Quadruplets - also vierlinsige Systeme mit eingebautem Flattener. Das Ergebnis ist perfekte Randschärfe ohne zusätzliches Zubehör. Der 107PHQ für 2.690 Euro und der große 151PHQ für 4.990 Euro sind besonders bei anspruchsvollen Astrofotografen beliebt, die mit großen Sensoren arbeiten.
FRA500 und FRA600
Das Quintuplet-Prinzip treibt die PHQ-Idee auf die Spitze: fünf Linsen für maximale Bildkorrektur ueber den gesamten Bildkreis. Das FRA600 (AP 108/600 Quintuplet) für 2.990 Euro und das FRA500 (AP 90/500 Quintuplet) für 2.385 Euro sind Premium-Astrographen für Fotografen, die aus großen Sensoren das Maximum herausholen wollen.
Alle Askar Teleskope
Hier findest du alle Askar Teleskope auf einen Blick.
- Askar AP 103/700 Triplet 1.299,00 Euro
- Askar AP 107/740 107PHQ 2.690,00 Euro
- Askar AP 108/600 Quintuplet 2.990,00 Euro
- Askar AP 120/840 Triplet 1.990,00 Euro
- Askar AP 130/1000 130PHQ 3.869,00 Euro
- Askar AP 151/1057 151PHQ 4.990,00 Euro
- Askar AP 160/1120 Triplet 4.890,00 Euro
- Askar AP 185/1295 Triplet 5.990,00 Euro
- Askar AP 203/1421 9.455,00 Euro
- Askar AP 40/180 FMA180 429,00 Euro
Welches Askar Teleskop für welchen Zweck?
Askar-Teleskope sind ausnahmslos auf Astrofotografie ausgerichtet. Hier meine konkreten Empfehlungen.
Für Widefield-Astrofotografie
Das AP 40/180 FMA180 für 429 Euro ist der ideale Einstieg für Widefield-Aufnahmen. Wer etwas mehr Brennweite und Öffnung will, greift zum FMA180 PRO als Upgrade für 569 Euro oder dem FRA400C Astrograph für 999 Euro. Mehr Tipps zum Einstieg in die Astrofotografie findest du im Ratgeber.
Für Deep-Sky-Fotografie
Hier empfehle ich den Askar AP 103/700 Triplet für 1.299 Euro als bestes Allround-System. 103mm Öffnung bei f/6,8 mit hochwertiger ED-Triplet-Optik ist das ideale Format für Deep-Sky-Fotografie von Galaxien, Nebeln und Kugelsternhaufen.
Für anspruchsvolle Astrofotografie mit großen Sensoren
Die PHQ Serie ist hier die Empfehlung. Der Askar 107PHQ für Vollformat für 2.690 Euro oder der Askar 130PHQ für Vollformat für 3.869 Euro liefern mit eingebautem Flattener perfekte Randschärfe ueber den gesamten Vollformat-Sensor. Kein separater Korrektor nötig, kein Bildfeldwölbung in den Ecken.
Für Planetenbeobachtung
Askar-Teleskope sind auf Weitfeld-Fotografie spezialisiert, nicht auf Planetenfotografie. Für Planeten gibt es bessere Geräte von anderen Herstellern. Allgemeine Tipps zur Planetenbeobachtung findest du im Ratgeber.
Askar Teleskope nach Preisklasse
| Preisklasse | Empfehlung | Öffnung | Stärke |
|---|---|---|---|
| 400 - 600 Euro | FMA180 oder FMA180 PRO | 40 mm | Kompakter Widefield-Einstieg |
| 600 - 1.400 Euro | AP 103/700 Triplet oder FRA400 | 72 - 103 mm | Allround-Astrofotografie |
| 1.400 - 3.000 Euro | AP 120/840 Triplet oder AP 80/600 80PHQ | 80 - 120 mm | Große Öffnung, hohe Leistung |
| 3.000 - 5.000 Euro | AP 130/1000 130PHQ oder AP 151/1057 151PHQ | 130 - 151 mm | Premium PHQ ohne Flattener-Kompromisse |
| Über 5.000 Euro | AP 185/1295 Triplet oder AP 203/1421 | 185 - 203 mm | Profi-Astrographen für Sternwarten |
Der Sweet Spot bei Askar liegt bei den Triplets zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Dort bekommst du hochwertiges ED-Glas auf William Optics Niveau zu 20 bis 30 Prozent günstigeren Preisen. Die PHQ-Serie ist bei großen Sensoren der entscheidende Vorteil: Kein separater Flattener, keine Bildfeldkompromisse.
Über Askar: Geschichte und Hintergrund
Askar Optical ist ein chinesisches Unternehmen, das sich konsequent auf den Astrofotografie-Markt spezialisiert hat. Anders als viele günstige chinesische Anbieter setzt Askar auf hochwertige Glastypen und sorgfältige Fertigung, was sich in internationalen Vergleichstests zeigt.
Was mich an Askar überzeugt: Das Unternehmen ist in der Astrofotografie-Community sehr aktiv. Auf Plattformen wie Astrobin werden Askar-Teleskope positiv neben Takahashi bewertet - direkt verglichen und für gut befunden. Das ist kein Selbstlob des Herstellers, sondern unabhängige Nutzerbewertungen.
Was ich kritisch sehe: Askar ist noch relativ jung als Marke und hat keine lange Tradition. Der Gebrauchtmarkt ist kleiner als bei William Optics, was den Wiederverkaufswert etwas schmälert. William Optics behält mehr Wert - als optische Instrumente stehen Askar-Geräte aber gleichwertig da.
Wo Askar Teleskope kaufen?
Meine Empfehlung ist astroshop.de. Dort findest du das Askar-Sortiment mit persönlicher Beratung vom Fachhändler - bei Investitionen von 1.000 bis 5.000 Euro unverzichtbar. Askar ist auch direkt bestellbar, aber dann ohne europäische Garantieabwicklung.
Tipps zum Gebrauchtkauf im Ratgeber zum Teleskop-Gebrauchtkauf.
Alternativen zu Askar
William Optics ist die bekanntere taiwanesische Alternative im gleichen Qualitätssegment. William Optics hat höhere Wiederverkaufspreise und eine größere Community. Für Markenwert ist William Optics besser.
Tecnosky ist eine europäische Alternative mit vergleichbarem APO-Fokus. Die SLD-Triplets konkurrieren direkt mit Askars PHQ-Serie.
Fazit: Lohnt sich ein Askar Teleskop?
Askar liefert im APO- und Astrofotografie-Segment eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse auf dem Markt. Die Triplets und PHQ-Modelle bieten Top-Optik günstiger als William Optics. Für ernsthafte Astrofotografen ist Askar eine ausgezeichnete Wahl.
Meine Empfehlung bleibt das AP 103/700 Triplet als bestes Allround-System. Wer große Sensoren hat, greift zur PHQ-Serie. Und wer mit kleinem Budget einsteigen will, findet im FMA180 für 429 Euro den günstigsten Einstieg in die Widefield-Astrofotografie.
Häufige Fragen zu Askar Teleskopen
Die häufigsten Fragen zu Askar drehen sich um Serienunterschiede und Qualitätsvergleiche.
Ist Askar eine gute Teleskop-Marke?
Askar ist eine chinesische Premium-Marke für apochromatische Refraktoren. PHQ und Triplets sind top bewertet in der Astrofotografie-Community. Im Vergleich zu William Optics bietet Askar oft ähnliche Qualität zu günstigeren Preisen. Mehr dazu findest du im Abschnitt ueber Askar Geschichte und Hintergrund.
Welches Askar Teleskop für den Einstieg?
Das günstigste Askar-Modell ist das FMA180 für 429 Euro - ein Petzval-Mini-Astrograph für Widefield-Aufnahmen. Für einen günstigen ED-Refraktor nimmt man den AP 80/560 F7 80ED für 549 Euro. Allgemeine Tipps findest du in meinem Abschnitt zu den Askar Serien.
Was kostet ein Askar Teleskop?
Askar Teleskope kosten zwischen 429 und 9.455 Euro. Meiste Modelle: 700 bis 3.000 Euro. Eine Aufschlüsselung findest du im Abschnitt zu Preisklassen.
Was ist der Unterschied zwischen Askar FMA, FRA und PHQ?
FMA sind kompakte Petzval-Astrographen für Widefield ab 429 Euro. FRA sind Richfield-Astrographen für große Bildfelder. PHQ sind Askars Premiumlinie mit apochromatischen Quadruplets für perfekte Bildfelderfreiheit. Den Vergleich findest du in meinem Abschnitt zu den Askar Serien.
Welche Askar Teleskope eignen sich für Astrofotografie?
Nahezu alle Askar-Modelle sind für die Astrofotografie konzipiert. FMA180 für Widefield Einstieg, Triplets ab 103mm für Deep-Sky-Fotografie, PHQ-Serie für anspruchsvolle Fotografie ohne Bildfeldwölbung. Mehr dazu in meinem Abschnitt zu den Askar Serien.
Wo kann ich Askar Teleskope kaufen?
Askar Teleskope kaufst du am besten bei astroshop.de. Fachberatung ist bei 5.000 Euro unverzichtbar. Mehr dazu im Abschnitt wo du Askar kaufen kannst.