Omegon Push+ mini N 150/750 Pro Test & Erfahrungen

Das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro ist ein Newton-Reflektor mit 150mm Öffnung und Dobson azimutal mit Push+ Technik, der sich an Anfänger bis Fortgeschrittene richtet. In der Preisklasse um 796 Euro konkurriert es mit ähnlichen Modellen, setzt aber auf eine Kombination aus guter Optik und bewährter Mechanik.

Das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro kostet aktuell 769,00 Euro bei astroshop.de und bringt mit 150mm Öffnung und einem Öffnungsverhältnis von f/5 eine beachtliche Lichtsammelleistung mit. Die Dobson-Montierung macht den Einstieg so einfach wie möglich.

3,9
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Alle Details

In diesem Test beschreibe ich meine Einschätzung zum Omegon Push+ mini N 150/750 Pro. Du erfährst, was die Optik an Mond, Planeten und Deep-Sky-Objekten wirklich zeigt, wo die Montierung ihre Grenzen hat und ob sich die Investition lohnt.

Auf einen Blick

  • Newton-Reflektor mit 150mm Öffnung und f/5 in der Preisklasse um 796 Euro
  • Schwachpunkt ist das knappe mitgelieferte Zubehör - zusätzliche Okulare sind Pflicht
  • Bester Kompromiss aus Öffnung und Preis in seiner Klasse

Omegon Push+ mini N 150/750 Pro im Überblick

Bei Omegon besetzt das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro die Mittelklasse. Mit 150mm Öffnung bei f/5 ist es ein leistungsstarker vielseitiger Allrounder, der an Planeten und Deep-Sky-Objekten solide abliefert.

Technische Daten: Omegon Push+ mini N 150/750 Pro
EigenschaftWert
NameOmegon Push+ mini N 150/750 Pro
HerstellerOmegon
Preis769,00 Euro bei astroshop.de
Verfügbar aufastroshop.de (auf Lager)
BauartNewton-Reflektor
Öffnung150 mm
Brennweite750 mm
Öffnungsverhältnisf/5
MontierungDobson azimutal mit Push+ Technik
GoTo / TrackingNein
Max. sinnvolle Vergrößerung300x
Okularanschluss2" und 1,25" (mit Reduzieradapter)
Mitgelieferte Okulare20 mm Okular
SucherLED-Sucher

In dieser Preisklasse konkurriert das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro mit einer Reihe ähnlicher Modelle. Die 150mm Öffnung bietet für um 796 Euro ein gutes Verhältnis von Lichtsammelleistung zu Preis.

Lieferumfang

Im Karton liegen Optischer Tubus mit Rohrschellen und GP-Prismenschiene, Rockerbox, Okular, 2" auf 1,25" Reduzieradapter, LED-Sucher. Dazu kommen Montierung und Stativ.

Was fehlt und dazugekauft werden muss: Zusätzliche Okulare für höhere Vergrößerungen sind Pflicht. Mit nur einem Okular erreichst du nicht einmal die Hälfte der sinnvollen Maximalvergrößerung. Für Planeten brauchst du zwingend mindestens ein 10mm und ein 6mm Okular.

Die mitgelieferten Okulare sind solide Standardqualität, nichts Besonderes, aber brauchbar für den Einstieg. Der Sucher funktioniert zuverlässig und erleichtert das Auffinden von Objekten. Die Anleitung ist brauchbar, setzt aber astronomische Grundbegriffe voraus, die absolute Neulinge erst nachschlagen müssen.

Verarbeitung und erster Eindruck

Beim Auspacken fällt die solide Verarbeitung auf. Das Aluminium ist sauber verarbeitet, die Fertigungstoleranzen sind eng. Im Vergleich zu günstigen Alternativen wirkt das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro deutlich hochwertiger.

Der Aufbau dauert etwa 10 Minuten beim ersten Mal, danach geht es schneller. Rockerbox hinstellen, Tubus einsetzen, Sucher ausrichten - fertig. Nach werkzeuglosem Aufbau ist das System einsatzbereit.

Mein erster Eindruck: Für die Preisklasse um 796 Euro erwarte ich solide Verarbeitung, und genau das bekomme ich. Die Materialwahl ist der Preisklasse angemessen.

Montierung und Stabilität

Die Dobson-Montierung ist das Prinzip der Einfachheit: Eine Rockerbox, in der sich der Tubus in Höhe und Azimut bewegen lässt. Vibrationen nach dem Berühren des Fokussierknopfs klingen innerhalb von ein bis zwei Sekunden ab. Das ist besser als bei den meisten parallaktischen Montierungen in dieser Preisklasse.

Die Nachführung geschieht manuell, indem du den Tubus sanft nachschiebst. Bei niedrigen Vergrößerungen bis 100x ist das kein Problem, bei höheren Vergrößerungen musst du häufiger korrigieren. Das ist der Kompromiss beim Dobson: maximale Öffnung pro Euro, aber manuelles Nachführen.

Die Rockerbox ist stabil genug für den Tubus und bietet guten Halt auch bei leichtem Wind. Auf unebenem Untergrund lohnt sich eine Nivellierhilfe, damit die Montierung nicht kippt.

Optische Leistung: Was siehst du wirklich?

Die 150mm Öffnung mit f/5 sammelt 459-mal mehr Licht als das bloße Auge. Das reicht für detaillierte Planeten- und Deep-Sky-Beobachtungen.

Mond und Planeten

Am Mond erkenne ich bei 150x Krater bis hinunter zu etwa 5 km Durchmesser, Rillen und die Zentralberge großer Krater.

Jupiter zeigt bei 150x zwei bis vier Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck bei gutem Seeing. Saturn offenbart die Cassini-Teilung im Ring, und Mars zeigt in Oppositionsnähe dunkle Oberflächenstrukturen und die weiße Polkappe.

Deep-Sky-Objekte

Der Orionnebel M42 zeigt bei 60x ausgedehnte Nebelstrukturen mit dem Trapez-Sternhaufen. Kugelsternhaufen wie M13 beginne ich ab 150x am Rand aufzulösen. Galaxien wie M81 und M82 sind als ovale Aufhellungen sichtbar.

Unter lichtverschmutztem Stadthimmel bleiben dir die hellsten Objekte wie der Orionnebel, die Plejaden und die Andromeda-Galaxie erhalten. Für die besten Ergebnisse lohnt sich die Fahrt an einen dunklen Beobachtungsplatz.

Optische Schwächen

Als Newton-Reflektor zeigt das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro bei schnellem Öffnungsverhältnis Koma am Bildrand. Sterne erscheinen in den Ecken leicht schweifförmig verzerrt, was bei niedrigen Vergrößerungen am auffälligsten ist. Ein Komakorrektor schafft Abhilfe, ist aber ein zusätzlicher Kostenfaktor. Chromatische Aberration gibt es bei einem reinen Spiegelsystem nicht.

Vergrößerungstabelle: Omegon Push+ mini N 150/750 Pro (750mm Brennweite)
OkularVergrößerungGesichtsfeldGeeignet für
25mm (empfohlen)30x1.7°Übersicht, Deep-Sky-Objekte
10mm (empfohlen)75x0.7°Mond, Planeten, Kugelsternhaufen
6mm Goldline (empfohlen)125x0.4°Planetendetails, enge Doppelsterne
4mm (bei gutem Seeing)188x0.3°Maximum, nur bei sehr ruhiger Luft

Astrofotografie-Eignung

Das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro ist nicht für Astrofotografie ausgelegt. Ohne Nachführung und bei der vorhandenen Montierung sind Langzeitbelichtungen nicht möglich. Für Smartphone-Schnappschüsse vom Mond reicht es, aber mehr solltest du nicht erwarten. Das ist kein Nachteil, denn visuelles Beobachten ist der Hauptzweck dieses Teleskops.

Visuell ist der Hauptzweck dieses Teleskops, und das ist absolut in Ordnung.

Benutzerfreundlichkeit

Das Dobson-Prinzip ist der Inbegriff von Einfachheit: Tubus auf die Rockerbox setzen, und los geht es. Vom Kofferraum bis zum ersten Objekt vergehen unter 10 Minuten. Keine Elektronik, keine Kabel, kein Alignment - das macht den Dobson zum spontansten Teleskop überhaupt.

Die größte Herausforderung für Einsteiger ist das manuelle Auffinden von Objekten am Himmel. Star-Hopping, also das Springen von Stern zu Stern mit einer Sternkarte, ist die klassische Methode. Mit einer Smartphone-App wie SkySafari wird das Auffinden aber schnell einfacher als gedacht.

Kollimation ist beim Newton-Reflektor gelegentlich nötig, vor allem nach dem Transport. Mit einem Laser-Kollimator dauert das etwa fünf Minuten. Solange du das Teleskop vorsichtig behandelst, hält die Justage über mehrere Beobachtungsabende.

Transport und Portabilität

Das Gewicht ist noch im Rahmen für regelmäßigen Transport. Der Aufbau am Beobachtungsplatz dauert 10 Minuten, dann steht das System.

In einen normalen PKW-Kofferraum passt das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro problemlos. Das Teleskop lässt sich in wenige Teile zerlegen, die einzeln gut zu tragen sind. Für Campingausflüge oder den Weg zum dunklen Beobachtungsplatz ist die Transportabilität absolut ausreichend.

Zubehör und Upgrade-Potenzial

Die mitgelieferten Okulare liefern einen brauchbaren Start, werden aber schnell zum Flaschenhals. Der 2" und 1,25" (mit Reduzieradapter)-Okularanschluss ist Standard und kompatibel mit dem gesamten Zubehörmarkt. 2-Zoll-Zubehör passt mit einem Adapter und lohnt sich für weitwinklige Übersichtsbeobachtungen.

Zubehör-Empfehlungen für das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro
ZubehörWarum sinnvollPreis (ca.)
10mm Plössl-Okular75x für Planeten und Monddetails35 Euro
6mm Goldline-Okular125x für Planetendetails bei gutem Seeing40 Euro
Mondfilter ND 0.9Blendfrei am Vollmond beobachten20 Euro
UHC-FilterMehr Kontrast an Emissionsnebeln50 Euro

Das Upgrade-Potenzial ist hoch: Bessere Okulare machen den größten Unterschied, gefolgt von Filtern für spezifische Beobachtungsziele. Das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro ist ein System, das mit deinen Ansprüchen mitwächst.

Für wen ist das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro?

Das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro richtet sich an Einsteiger in die Astronomie, die ohne großes Vorwissen erste Erfahrungen am Sternenhimmel sammeln wollen. In der Preisklasse um 796 Euro bekommst du 150mm Öffnung, was für die ersten beeindruckenden Beobachtungen reicht.

Die Omegon-Teleskope sind in der Community beliebt, weil sie solide Qualität zu einem fairen Preis liefern. Das Dobson-Konzept liefert dir maximale Öffnung pro Euro.

Kauf es, wenn du ein solides Einsteigerteleskop mit guter Ausstattung suchst. Kauf es nicht, wenn du hauptsächlich Astrofotografie betreiben willst.

Alternativen im Vergleich

In der Preisklasse des Omegon Push+ mini N 150/750 Pro gibt es mehrere naheliegende Alternativen, die jeweils andere Schwerpunkte setzen.

Alternativen zum Omegon Push+ mini N 150/750 Pro
ModellÖffnungBauartPreisStärke
Omegon Push+ mini N 150/750 Pro150 mmNewton-Reflektor769,00 EuroSolide 150mm Öffnung für vielseitige Beobachtungen
Skywatcher Explorer 200P200 mmNewton429 EuroMehr Öffnung pro Euro
Skywatcher N 150/750 Heritage FlexTube DOB150 mmNewton (FlexTube)389 EuroViel Öffnung für wenig Geld

Die Wahl hängt von deinen Prioritäten ab. Wer GoTo-Komfort will, zahlt einen Aufpreis. Das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro gewinnt dort, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen muss.

Alle drei Modelle haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, ob du mehr Öffnung oder bessere Portabilität priorisierst.

Preis-Leistungs-Bewertung

Für 769,00 Euro bekommst du einen Newton-Reflektor mit 150mm Öffnung, der für die Preisklasse angemessen abschneidet. Das ist angemessen, aber kein Schnäppchen.

3,9
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Preis prüfen

Was den Preis rechtfertigt, ist die Kombination aus guter Öffnung und bewährter Mechanik. Günstiger bekommst du Modelle mit weniger Öffnung oder ohne Nachführung. Für mehr Geld wächst du in die nächste Öffnungsklasse.

Stärken und Schwächen

Das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro punktet vor allem bei Öffnung pro Euro, zeigt aber auch klare Grenzen beim mitgelieferten Zubehör.

Stärken:

  • Solide 150mm Öffnung für vielseitige Beobachtungen
  • Intuitive Dobson-Montierung ohne kompliziertes Setup
  • Gute Leistung an Planeten und Deep-Sky-Objekten
  • Standardisierte Anschlüsse für umfangreiches Zubehör

Schwächen:

  • Mitgeliefertes Zubehör könnte hochwertiger sein
  • Einarbeitung in die Bedienung braucht etwas Geduld

Mein Fazit zum Omegon Push+ mini N 150/750 Pro

Das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro ist ein solides Teleskop für Einsteiger. Es macht vieles richtig und wenig falsch. Die Kombination aus 150mm Öffnung und solider Verarbeitung gibt es in dieser Form nur bei wenigen Konkurrenten. Mehr dazu in meiner Newton-Kaufberatung.

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Wer maximale Öffnung pro Euro mit Dobson-Komfort sucht, ist hier genau richtig. Empfehlenswert für die richtige Zielgruppe.

Häufige Fragen zum Omegon Push+ mini N 150/750 Pro

Die häufigsten Fragen, die ich zum Omegon Push+ mini N 150/750 Pro bekomme, drehen sich um Eignung, Zubehör und Beobachtungsmöglichkeiten. Hier die Antworten.

Lohnt sich das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro für Einsteiger?

Ja, absolut. Das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro richtet sich an Einsteiger, die einen soliden Start in die Astronomie suchen. Mit 150mm Öffnung zeigt es bereits viele interessante Objekte am Himmel. Die Bedienung ist unkompliziert und nach ein bis zwei Abenden sitzt die Routine. Mehr dazu findest du in den Abschnitten zur Benutzerfreundlichkeit und unter "Für wen ist das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro?".

Was kann ich mit dem Omegon Push+ mini N 150/750 Pro beobachten?

Mit 150mm Öffnung ist das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro ein vielseitiger Allrounder. Jupiter zeigt bei 150x zwei bis vier Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck bei gutem Seeing. Bei Deep-Sky-Objekten erkennst du den Orionnebel mit Strukturdetails und helle Kugelsternhaufen. Die Details findest du in meinem Abschnitt zur optischen Leistung.

Welches Zubehör sollte ich zum Omegon Push+ mini N 150/750 Pro dazukaufen?

Das mitgelieferte Zubehör reicht für den Einstieg, wird aber schnell zum Flaschenhals. Ein 10mm Okular für Planetendetails fehlt. Ein Mondfilter ND 0.9 gehört ebenfalls zu den ersten Anschaffungen. Alle Empfehlungen findest du in meiner Zubehörtabelle.

Wo kann ich das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro am günstigsten kaufen?

Das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro kostet aktuell 769,00 Euro bei astroshop.de und ist dort auf Lager. Astroshop bietet Fachberatung und schnellen Versand innerhalb Deutschlands. Die Preise schwanken bei Markenteleskopen erfahrungsgemäß wenig. Mehr findest du im Abschnitt zur Preis-Leistungs-Bewertung.

Braucht das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro regelmäßige Kollimation?

Ja, wie jeder Newton-Reflektor braucht auch das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro gelegentlich eine Justage der Spiegel. Nach dem Transport kann sich die Kollimation verstellen, deshalb lohnt sich eine Überprüfung vor jeder Beobachtungsnacht. Mit einem Laser-Kollimator dauert das etwa fünf Minuten und wird schnell zur Routine. Solange du das Teleskop vorsichtig transportierst, hält die Justage aber oft über mehrere Abende.

Kann ich das Omegon Push+ mini N 150/750 Pro auch auf dem Balkon nutzen?

Grundsätzlich ja, sofern dein Balkon eine freie Sicht nach Süden bietet und genug Platz für die Rockerbox hat. Die Montierung braucht eine ebene Unterlage, und Schwingungen von Nachbarwohnungen oder Straßenverkehr können bei hohen Vergrößerungen stören. Vom Balkon aus sind Mond, Planeten und die hellsten Deep-Sky-Objekte gut machbar.