Meade AC 70/700 Infinity AZ Test & Erfahrungen
Das Meade AC 70/700 Infinity AZ ist ein Achromatischer Refraktor mit 70mm Öffnung und 700mm Brennweite, das sich an anfänger richtet. In der Preisklasse um 129 Euro konkurriert es mit anderen Teleskopen ähnlicher Öffnung und muss sich gegen starke Alternativen behaupten.
Das AC 70/700 Infinity AZ kostet aktuell 129 Euro bei astroshop.de und bringt dabei 70mm Öffnung bei f/10 mit. Das ergibt eine maximale sinnvolle Vergrößerung von 140x, womit du an Planeten und Mond bereits eindrucksvolle Details erkennst.
In diesem Test beschreibe ich meine Erfahrungen mit dem AC 70/700 Infinity AZ im praktischen Einsatz. Du erfährst, was die Optik an Mond, Planeten und Deep-Sky-Objekten wirklich zeigt, wo die Grenzen liegen und ob sich die Investition für dich lohnt.
Auf einen Blick
- Achromatischer Refraktor mit 70mm Öffnung bei f/10 für 129 Euro
- Solide Verarbeitung und durchdachtes Zubehör für die Preisklasse
- Günstiger Einstieg in die Astronomie mit 70mm Öffnung
AC 70/700 Infinity AZ im Überblick
Das Meade AC 70/700 Infinity AZ positioniert sich als Achromatischer Refraktor für anfänger. Mit 70mm Öffnung bei f/10 bietet es eine solide optische Grundlage für Mond, Planeten und die hellsten Deep-Sky-Objekte.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Name | Meade AC 70/700 Infinity AZ |
| Hersteller | Meade |
| Preis | 129 Euro bei astroshop.de |
| Verfügbar auf | astroshop.de (auf Lager) |
| Bauart | Achromatischer Refraktor |
| Öffnung | 70 mm |
| Brennweite | 700 mm |
| Öffnungsverhältnis | f/10 |
| Grenzgröße | 11 mag |
| Auflösungsvermögen | 1.64 Bogensekunden |
| Lichtsammelvermögen | 100-fach höher als menschliches Auge |
| Montierung | azimutale Montierung AZ-1 |
| GoTo / Tracking | Nein |
| Max. sinnvolle Vergrößerung | 140x |
| Okularanschluss | 1,25 Zoll |
| Mitgelieferte Okulare | 25mm, 9mm (1,25") |
| Sucher | Lichtpunktvisier |
| Gewicht | 5 kg |
Lieferumfang
Der Lieferumfang umfasst den optischen Tubus und das grundlegende Zubehör für den sofortigen Einsatz. Die mitgelieferten Komponenten sind funktional, bieten aber Raum für sinnvolle Upgrades.
Die mitgelieferten Okulare decken niedrige und mittlere Vergrößerungen ab. Für die maximale Planetenvergrößerung lohnt sich ein zusätzliches 6mm Okular. lohnt sich ein zusätzliches 6mm Okular.
Die Qualität der mitgelieferten Okulare ist für den Einstieg ausreichend, wird aber bei wachsenden Ansprüchen zum Flaschenhals. Der Sucher erfüllt seinen Zweck beim Aufsuchen von Objekten. Die Anleitung ist brauchbar, setzt aber astronomische Grundbegriffe voraus.
Verarbeitung und erster Eindruck
Für 129 Euro solltest du keine Premium-Verarbeitung erwarten, und das AC 70/700 Infinity AZ überrascht auch nicht in diesem Punkt. Die Materialien sind funktional, alles sitzt dort, wo es hingehört.
Der Aufbau ist unkompliziert und dauert unter 10 Minuten. Die Verbindungen sind einfach gehalten, was den Einstieg erleichtert.
Mein erster Eindruck: Für den Preis bekommst du ein funktionierendes Teleskop, das seinen Zweck erfüllt. Die Optik ist wichtiger als die Verpackung, und hier liegt der Fokus richtig.
Montierung und Stabilität
Die azimutale Montierung AZ-1 ist eine solide Basis für den optischen Tubus. Die Feinbewegungen in beiden Achsen ermöglichen präzises Nachführen, und die Mechanik arbeitet gleichmäßig ohne störende Ruckler.
Die Stabilität ist für die Preisklasse angemessen. Vibrationen nach dem Berühren des Fokussierknopfes klingen innerhalb weniger Sekunden ab. Bei hohen Vergrößerungen ab 150x zeigt sich, ob die Montierung Reserven hat oder an ihre Grenzen kommt.
Ohne motorische Nachführung musst du bei hohen Vergrößerungen regelmäßig manuell nachführen. Das trainiert die Routine, kann aber bei längeren Beobachtungssessions ermüdend werden. Eine Motornachführung lässt sich bei dieser Montierung nachrüsten.
Optische Leistung: Was siehst du wirklich?
Mit 70mm Öffnung bei f/10 sammelt das AC 70/700 Infinity AZ genug Licht, um an den wichtigsten Himmelsobjekten echte Details zu zeigen. Hier ist mein Praxisbericht.
Mond und Planeten
Am Mond erkenne ich die großen Krater wie Tycho und Copernicus, die Maria als dunkle Flächen und am Terminator den dreidimensionalen Eindruck durch Schattenspiel.
Jupiter zeigt die beiden Hauptwolkenbänder als dunkle Streifen. Saturn zeigt den Ring, wenn auch ohne feine Details wie die Cassini-Teilung. Mars bleibt ein kleines orangefarbenes Scheibchen.
Deep-Sky-Objekte
Der Orionnebel M42 ist als heller Nebelfleck sichtbar, offene Sternhaufen wie die Plejaden und der Doppelsternhaufen h und Chi Persei sind die idealen Beobachtungsziele für diese Öffnungsklasse.
Unter lichtverschmutztem Stadthimmel profitierst du von einem UHC-Filter, der den Kontrast an Emissionsnebeln deutlich sichtbar verbessert. Für die besten Ergebnisse lohnt sich eine Fahrt an einen dunkleren Standort.. Für die besten Ergebnisse lohnt sich eine Fahrt an einen dunkleren Standort.. Für die besten Ergebnisse lohnt sich eine Fahrt an einen dunkleren Standort.. Für die besten Ergebnisse lohnt sich eine Fahrt an einen dunkleren Standort.
Optische Schwächen
Achromatische Refraktoren zeigen bei hellen Objekten einen blauen bis violetten Farbsaum, der bei f/10 mehr oder weniger stark ausfällt. An Planeten ist das bei hohen Vergrößerungen sichtbar, stört aber die Deep-Sky-Beobachtung kaum.
Koma und Randunschärfe sind bei diesem Öffnungsverhältnis gering, die Abbildung bleibt über den größten Teil des Gesichtsfeldes gleichmäßig.
| Okular | Vergrößerung | Gesichtsfeld | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| 25mm (mitgeliefert/empfohlen) | 28x | 1.8° | Übersicht, Deep-Sky-Objekte |
| 10mm (empfohlen) | 70x | 0.7° | Mond, Planeten, Kugelsternhaufen |
| 6mm Goldline (empfohlen) | 117x | 0.43° | Planetendetails, enge Doppelsterne |
| 4mm (bei gutem Seeing) | 175x | 0.29° | Maximum, nur bei sehr ruhiger Luft |
Benutzerfreundlichkeit
Der Aufbau dauert etwa 10 bis 15 Minuten, danach steht das Teleskop einsatzbereit. Die parallaktische Montierung erfordert eine grobe Ausrichtung auf den Polarstern, was mit der eingebauten Polhöhenskala schnell erledigt ist.
Das Auffinden von Objekten erfolgt manuell über die Teilkreise oder per Star Hopping. Deep-Sky-Beobachtung erfordert etwas Übung, wird aber mit zunehmender Erfahrung zur angenehmen Routine.
Die Bedienung der Feinbewegungen ist intuitiv, und das Nachführen per Hand wird nach einigen Abenden zum automatischen Reflex.
Transport und Portabilität
Das AC 70/700 Infinity AZ lässt sich in einen normalen PKW-Kofferraum laden. Mit 5 kg Gesamtgewicht ist es gut tragbar. Für mobile Beobachtungsabende ist das akzeptabel.
Der Tubus lässt sich von der Montierung trennen, was den Transport erleichtert. Montierung und Stativ bilden eine separate Einheit. In zwei bis drei Teile zerlegt passt das System auch in kleinere Fahrzeuge.
Zubehör und Upgrade-Potenzial
Die mitgelieferte Ausstattung bildet eine brauchbare Grundlage, die sich über gezieltes Zubehör deutlich aufwerten lässt. Der Okularanschluss ist Standard und kompatibel mit dem gesamten Zubehörmarkt.
| Zubehör | Warum sinnvoll | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| 6mm Goldline-Okular | Planetendetails bei 117x | 40 Euro |
| Mondfilter ND 0.9 | Blendfrei am Vollmond beobachten | 20 Euro |
| Barlow-Linse 2x | Verdoppelt die Vergrößerung aller Okulare | 40 Euro |
| UHC-Nebelfilter | Mehr Kontrast an Emissionsnebeln | 50 Euro |
Das Upgrade-Potenzial ist vorhanden: Bessere Okulare für mehr Vergrößerungsstufen, Filter für spezialisierte Beobachtungen und bei wachsenden Ansprüchen eventuell eine leistungsfähigere Montierung. Das AC 70/700 Infinity AZ ist ein System, das mit deinen Ansprüchen mitwächst.
Für wen ist das AC 70/700 Infinity AZ?
Das AC 70/700 Infinity AZ richtet sich an anfänger, die du ein solides Achromatischer Refraktor für den Einstieg in die Astronomie suchst. Mit 70mm Öffnung eignet es sich für rein visuelles Beobachten....
Die Refraktor-Beratung hilft dir beim Vergleich mit ähnlichen Modellen in der Preisklasse. Entscheidend dafür ist, welche Beobachtungsschwerpunkte und welches Budget du mitbringst., welche Beobachtungsschwerpunkte und welches Budget du mitbringst., welche Beobachtungsschwerpunkte und welches Budget du mitbringst., welche Beobachtungsschwerpunkte und welches Budget du mitbringst.
Kauf es, wenn du ein solides Achromatischer Refraktor für den Einstieg in die Astronomie suchst. Kauf es nicht, wenn du auf GoTo-Komfort nicht verzichten willst.
Alternativen im Vergleich
In der Preisklasse des AC 70/700 Infinity AZ gibt es Alternativen, die jeweils andere Schwerpunkte setzen.
| Modell | Öffnung | Bauart | Preis | Stärke |
|---|---|---|---|---|
| Meade AC 70/700 Infinity AZ | 70 mm | Achromatischer Refraktor | 129 Euro | Testmodell |
| Celestron AC 70/400 TravelScope AZ | 70 mm | Achromatischer Refraktor | 125 Euro | Günstiger |
| Omegon AC 80/400 | 80 mm | Achromatischer Refraktor | 119 Euro | Mehr Öffnung |
| Omegon MightyMak 60 mit LED-Sucher | 60 mm | Maksutov-Cassegrain | 159 Euro | Anderes Konzept |
Das Celestron AC 70/400 TravelScope AZ kostet 125 Euro und bietet ein alternatives Konzept. Es kommt auf deine Prioritäten an, welches Modell besser zu dir passt.
Das Omegon AC 80/400 bringt 80mm Öffnung mit und zeigt damit mehr Detail. Dafür kostet es 119 Euro, und du musst entscheiden, ob der Öffnungsvorteil den Mehrpreis rechtfertigt.
Preis-Leistungs-Bewertung
Für 129 Euro bekommst du mit dem AC 70/700 Infinity AZ ein überdurchschnittliches Paket. 70mm Öffnung zu diesem Preis ist ein starkes Angebot, das in der Preisklasse schwer zu schlagen ist.
Günstiger bekommst du Teleskope mit weniger Öffnung oder einfacherer Ausstattung. Für mehr Geld wächst du in die nächste Leistungsklasse mit deutlich mehr optischer Leistung oder besserer Ausstattung.
Stärken und Schwächen
Das AC 70/700 Infinity AZ punktet bei Kompaktheit und Einsteigerfreundlichkeit, zeigt aber auch klare Grenzen in einzelnen Bereichen.
Stärken:
- Kompakte 70mm Öffnung, leicht und transportabel
- Günstiger Einstiegspreis
- Standardisierte Anschlüsse für umfangreiches Zubehör
Schwächen:
- Kein GoTo, Objekte müssen manuell aufgesucht werden
- Begrenzte Öffnung schränkt Deep-Sky-Beobachtung ein
- Farbfehler an hellen Objekten sichtbar
Mein Fazit zum Meade AC 70/700 Infinity AZ
Das Meade AC 70/700 Infinity AZ macht vieles richtig und wenig falsch. Die 70mm Öffnung liefert eindrucksvolle Bilder, die Verarbeitung stimmt und das Gesamtpaket ist gut und durchdacht zusammengestellt....
Für anfänger, die gezielt nach diesem Teleskoptyp suchen, ist das AC 70/700 Infinity AZ eine ernstzunehmende Option. Es hält, was es verspricht, und lässt sich über Zubehör sinnvoll erweitern.
Häufige Fragen zum Meade AC 70/700 Infinity AZ
Die häufigsten Fragen, die ich zum AC 70/700 Infinity AZ bekomme, drehen sich um Eignung, Zubehör und Beobachtungsmöglichkeiten. Hier die Antworten.
Lohnt sich das AC 70/700 Infinity AZ für Einsteiger?
Ja, Das AC 70/700 Infinity AZ richtet sich an anfänger. Die Bedienung erfordert etwas Einarbeitung, und die 70mm Öffnung zeigt bereits eindrucksvolle Himmelsobjekte. Das manuelle Aufsuchen von Objekten gehört zur Lernkurve. Mehr dazu findest du im Abschnitt zur Benutzerfreundlichkeit und unter "Für wen ist das AC 70/700 Infinity AZ?".
Was kann ich mit dem AC 70/700 Infinity AZ beobachten?
Mit 70mm Öffnung zeigt das AC 70/700 Infinity AZ am Mond Krater und Gebirge in beeindruckendem Detail. Jupiter offenbart Wolkenbänder und seine vier großen Monde, Saturn zeigt den Ring. Bei Deep-Sky-Objekten sind helle Nebel wie der Orionnebel und offene Sternhaufen gut zu beobachten. Die Details findest du im Abschnitt zur optischen Leistung.
Welches Zubehör sollte ich zum AC 70/700 Infinity AZ dazukaufen?
Die mitgelieferten Okulare reichen für den Einstieg. Ein 6mm Goldline-Okular für Planetendetails bei 117x und ein Mondfilter ND 0.9 gegen Blendung am Vollmond sind die wichtigsten Ergänzungen. Alle Empfehlungen findest du in meiner Zubehörtabelle im Abschnitt zu Zubehör und Upgrade-Potenzial.
Wo kann ich das AC 70/700 Infinity AZ am günstigsten kaufen?
Das AC 70/700 Infinity AZ kostet aktuell 129 Euro bei astroshop.de und ist dort auf Lager. Astroshop bietet Fachberatung und schnellen Versand. Die Preise schwanken bei Teleskopen dieser Klasse erfahrungsgemäß wenig zwischen den Händlern. Mehr zur Preiseinordnung findest du im Abschnitt zur Preis-Leistungs-Bewertung.
Braucht das AC 70/700 Infinity AZ viel Wartung?
Nein, der Wartungsaufwand ist gering. Du solltest die Optik vor Staub und Feuchtigkeit schützen und das Teleskop nach jeder Beobachtung vollständig auskühlen lassen, bevor du es einpackst. Eine Kollimation ist bei dieser Bauart selten nötig. Pflege die Mechanik gelegentlich, indem du die Zahnräder und Achsen auf Leichtgängigkeit prüfst.
Kann ich das AC 70/700 Infinity AZ auch von der Stadt aus nutzen?
Ja, aber mit Einschränkungen. Mond und Planeten funktionieren von der Stadt aus genauso gut wie unter dunklem Himmel, weil sie hell genug sind. Deep-Sky-Objekte leiden unter Lichtverschmutzung, weshalb ein UHC- oder OIII-Filter die Beobachtung deutlich verbessert. Für die besten Ergebnisse lohnt sich eine Fahrt an einen dunkleren Standort außerhalb der Stadt.